Adolph Ludwig Mahla

Adolph Ludwig Mahla, auch Adolf Mahla (* 5. Juli 1832 in Limbach (Schwabach); † 28. Januar 1912 in Frankenthal (Pfalz)) war ein deutscher Fabrikbesitzer und Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.

Leben

Adolph Ludwig Mahla wurde als Sohn des Gutsbesitzers Karl Philipp Wolfgang Mahla und dessen Ehefrau Katharina Elisabeth Mahla, geb. Seitz, geboren und besuchte die Königliche Lateinschule zu Frankenthal. Nach seiner Schul- und Berufsausbildung betrieb er in Frankenthal bis 1898 eine Seifenfabrik und war politisch engagiert, trat den Nationalliberalen bei und wirkte in kirchlichen Vereinen und Wohlfahrtsorganisationen mit. 1873 hatte er einen erheblichen Anteil an der Umwandlung der Firma Zuckerfabrik Frankenthal in eine Aktiengesellschaft. In diesem Jahr übernahm Philipp Karcher die Leitung der von seinem Vater Franz Daniel Karcher (1806–1862) und dessen Bruder Carl Heinrich Karcher (1808–1875) gegründeten Firma Zuckerfabrik Frankenthal. Gemeinsam mit Mahla wandelte er die Firma in eine Aktiengesellschaft um, die später zur zeitweise größten Zuckerraffinerie Deutschlands aufstieg. Später wurde Mahla dort Aufsichtsrats- und 1908 Vorstandsmitglied.

1889 wählte ihn die Frankenthaler Bevölkerung zum ehrenamtlichen Bürgermeister ihrer Stadt. Dieses Amt hatte er bis 1905 inne. In die Amtszeit fällt die Verwirklichung vieler Großprojekte (Kanalisation, Gas-, Wasser- und Stromversorgung, Straßenbau und Bau von Wohn- und Gewerbegebieten). Wegen dieser Verdienste um die Stadt wurde ihm 1902 an seinem 70. Geburtstag die Ehrenbürgerwürde von Frankenthal verliehen. Mahla gehörte zu den Mitbegründern der Frankenthaler Brauhaus AG, die 1987 durch die Erste Kulmbacher Actienbrauerei übernommen wurde und zu einem europaweit agierenden Bierkonzern aufstieg.

Von 1893 bis 1899 hatte er ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete. Er wurde gewählt im Wahlkreis Speyer.

Familie

1860 heiratete er die aus Karlsruhe stammende Maria Magda Mayer. Aus der Ehe ist 1861 der in Offenbach/Main geborene Sohn Carl Adolf hervorgegangen. Ein weiterer Sohn, Eugen, ist 1890 in die vom Vater betriebene Seifenfabrik als Miteigentümer eingetreten.

Öffentliche Ämter

Ehrungen und Auszeichnungen

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Jahresbericht über die Königliche Lateinschule zu Frankenthal in der Pfalz im Studienjahre 1873/74. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. ↑ Wochenblatt für Landwirtschaft, Fabrikation und Handel Band 32. 1907 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. ↑ Verhandlungen der Kammer der Abgeordneten des Bayerischen Landtages 1893. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. ↑ Allgemeine Zeitung. 1890 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. ↑ Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern. 1880 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. ↑ Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern. 1884 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. ↑ Jahresbericht der Pfälzischen Handels- und Gewerbekammer für das Jahr 1888. 1889 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. ↑ Friedrich Gilardone: Handbuch für den kgl. bayer. Regierungsbezirk der Pfalz. 1897 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  9. ↑ Frankenthaler Zeitung. 1895 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Personendaten
NAME Mahla, Adolph Ludwig
ALTERNATIVNAMEN Mahla, Adfolf
KURZBESCHREIBUNG deutscher Unternehmer, Mitglied des Bayerischen Landtags (Zentrum)
GEBURTSDATUM 5. Juli 1832
GEBURTSORT Limbach (Schwabach)
STERBEDATUM 28. Januar 1912
STERBEORT Frankenthal (Pfalz)