Adriano Olivetti

Adriano Olivetti, 1925

Adriano Olivetti (* 11. April 1901 in Monte Navale bei Ivrea, Piemont, Italien; † 27. Februar 1960 in Aigle, Kanton Waadt, Schweiz) war ein italienischer Unternehmer, Ingenieur, Herausgeber und Politiker. Er war Direktor des Familienunternehmens Olivetti.

Leben

Adriano war Sohn des aus einer jüdischen Familie stammenden Firmengründers Camillo Olivetti. Seine Mutter war Waldenserin.

April 1918 meldete er sich freiwillig zum 4. Alpini-Regiment. Nach einem Studienaufenthalt in den USA machte Adriano 1924 am Politecnico di Torino seinen Abschluss als Chemieingenieur. Adriano steuerte den Wagen, mit dem der Sozialist Filippo Turati 1926 nach Frankreich floh.

Im Jahr 1926 trat er ins väterliche Unternehmen ein. Im Jahr 1932 stieg er zum Direktor auf und präsentierte die erste tragbare Schreibmaschine Olivetti MP1.

Während des Zweiten Weltkriegs floh er in die Schweiz, wo er mit der Resistenza in Kontakt blieb.

Im Jahr 1947 gründete er den Buchverlag Edizioni di Comunità. Im gleichen Jahr formierte er eine progressive kulturelle Gemeinschaftsbewegung (Movimento Comunità), aus der eine politische Partei erwuchs. Die Bewegung versuchte, den sozialistischen Flügel mit dem liberalen unter einer einzigen Flagge zu vereinen. Olivetti teilte seine Zeit zwischen geschäftlichen Unternehmungen und Versuchen, sein utopisches Ideal des Gemeinschaftslebens zu praktizieren und zu verbreiten. Sein Glaube war, dass Menschen, die sich und ihre Umwelt respektieren, Krieg und Armut vermeiden können.

Im Jahr 1949 konvertierte Olivetti zum Katholizismus. 1950 enthüllte er seine Vision des Vorrangs im politischen Feld von Urbanismus und Planung. Die Stadtplanung war nur eine von Olivettis vielen Leidenschaften.

Im Jahr 1955 erhielt er den Design-Preis Compasso d’Oro. Seit 1950 war er korrespondierendes Mitglied der Accademia delle Scienze di Torino.

Auf dem Weg nach Lausanne Ende Februar 1960 erlitt er im Zug eine Hirnblutung und starb.

Schriften

Literatur

Commons: Adriano Olivetti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ www.uominiebusiness.it: Il mito di Adriano (Memento vom 12. Juni 2018 im Internet Archive)
  2. ↑ Valerio Ochetto: Adriano Olivetti. La biografia. Edizioni di Comunità, Roma-Ivrea 2013, ISBN 978-88-98220-09-0.
  3. ↑ I Soci del passato: Adriano Olivetti. Accademia delle Scienze di Torino, abgerufen am 6. August 2026 (italienisch).