Adrien Rougier (* 23. Juni 1892 in Vernaison; † 1. Juli 1984 in Lyon) war ein französischer Komponist, Lehrer und Organist.
Adrien Rougier und sein Bruder Gilbert Rougier (1886–1947) waren Söhne des Malers André Rougier. Adrien Rougier studierte zunächst in Lyon bei Édouard Commette Klavier, Orgel und Harmonienlehre und absolvierte bei Jean Witkowsky Studien in Komposition. Nach dem Ersten Weltkrieg studierte er Komposition und Dirigieren bei Vincent d’Indy sowie Orgel bei Louis Vierne, Abel Decaux und Maurice Sergent an der Schola Cantorum Paris. 1922 gewann er mit der sinfonischen Dichtung Les Elfes („Die Elfen“) den Preis der Société des Grands Concerts in Lyon.
Rougier wurde 1923 zum Dirigenten der Concerts Symphoniques Hector Berlioz in Grenoble ernannt und kehrte 1928 wieder nach Lyon zurück. Dort war er Titularorganist an den Kirchen Saint-Irénée, Saint-Polycarpe und Saint Pothin und ab 1966 Professor für Orgel am Konservatorium als Nachfolger von Marcel Paponaud (1893–1988).
Adrien Rougier beschreibt die von ihm erfundene Spielhilfe für Orgeln Acribès in seiner Schrift Initiation à la facture d’orgue, die sich in Frankreich und in der Westschweiz einiger Beliebtheit erfreute.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rougier, Adrien |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Komponist, Lehrer und Organist |
| GEBURTSDATUM | 23. Juni 1892 |
| GEBURTSORT | Vernaison |
| STERBEDATUM | 1. Juli 1984 |
| STERBEORT | Lyon |