African Dawn

African Dawn
Studioalbum von Abdullah Ibrahim

Veröffent-
lichung

1983

Aufnahme

7. Juni 1982

Label(s)

enja

Format(e)

LP, CD, Download

Genre(s)

Jazz

Titel (Anzahl)

8

Länge

55:55

Besetzung

Piano: Abdullah Ibrahim

Produktion

Horst Weber, Matthias Winckelmann

Studio(s)

Tonstudio Bauer, Ludwigsburg

Chronologie
South African Sunshine
(1982)
African Dawn Duke’s Memories
(1983)

African Dawn ist ein Musikalbum von Dollar Brand/Abdullah Ibrahim. Die am 7. Juni 1982 im Tonstudio Bauer in Ludwigsburg entstandenen Aufnahmen erschienen 1983 auf Enja.

Hintergrund

Auf seinem Soloalbum spielte Dollar Brand (der inzwischen den Namen Abdullah Ibrahim angenommen hatte) neben fünf eigenen Kompositionen auch „’Round Midnight“ und „Blue Monk“ von Thelonious Monk und „A Flower Is a Lovesome Thing“ von Billy Strayhorn.

In der Schlussnummer, dem siebenminütigen „For Coltrane“ greift Dollar Brand Themen aus der Musik John Coltranes wie aus den Songs „Sunshine of Your Smile“ von Leonard Cooke, „Just You, Just Me“ (ein Musical-Song von Jesse Greer und Raymond Klages von 1929) und Claude Debussys „Children’s Corner“ auf.

Titelliste

  1. A1 Blues for a Hip King 5:41
  2. A2 A Flower Is a Lovesome Thing (Billy Strayhorn) 4:29
  3. A3 African Dawn 4:26
  4. A4 African Piano 6:42
  5. B1 For Monk 4:35
  6. B2 Round Midnight (Cootie Williams, Thelonious Monk, Bernie Hanighen) 5:24
  7. B3 Blue Monk (Thelonious Monk) 4:16
  8. B4 For Coltrane (For Coltrane II, New York City, For Coltrane I, Sunshine of Your Smile, Just You, Just Me, Children's Corner) 7:18

Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Abdullah Ibrahim.

Rezeption

Nach den monumentalen Klangwelten von The Journey und der experimentellen Phase der späten 1970er-Jahre sei mit African Dawn (1982) ein wunderbar feinsinniges Soloalbum entstanden, meint Ammar Kalia im Guardian. Neben Hommagen an Jazz-Größen wie Thelonious Monk, John Coltrane und Billy Strayhorn – einen langjährigen Weggefährten Duke Ellingtons – würde vor allem Ibrahims Interpretation des beschwingten Musikstücks „Just You, Just Me“ aus dem Jahr 1929 hervorstechen. Indem er mit der linken Hand einen tiefen, anhaltenden Basston (Drone) erzeugt, verleihe er der schwebenden Melodie zusätzliches Gewicht; zugleich nutze er meisterhaft eine ganze Bandbreite an Stilen – von Stride-Rhythmen über Gospel-Phrasierungen bis hin zu bluesigen Improvisationen – und würde seine 88 Tasten in eine wahre Klangsinfonie verwandeln.

Scott Yanow verlieh dem Album in Allmusic vier Sterne und schrieb, auf diesem Solo-Piano-Album würde Abdullah Ibrahim einigen seiner musikalischen Helden Tribut zollen: Thelonious Monk („’Round About Midnight“, „Just You, Just Me“, „Blue Monk“ und „For Monk“), John Coltrane („For Coltrane“) und Billy Strayhorn („A Flower Is a Lovesome Thing“), überraschenderweise jedoch nicht Duke Ellington. Doch selbst bei den direkten Hommagen (die mitunter etwas abstrakt anmuten) klinge Ibrahim ganz nach sich selbst. Der Pianist, der zudem fünf weitere farbenfrohe Eigenkompositionen beisteuerte, präsentiere in seinem einzigartigen Jazzstil seine südafrikanische Herkunft und seinen optimistischen Blick in die Zukunft. „African Dawn“ sei ein hervorragendes Beispiel für sein Talent am Solo-Piano.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tom Lord The Jazz Discography (online, abgerufen am 21. Juni 2026)
  2. ↑ Dollar Brand, Abdullah Ibrahim: African Dawn. In: Discogs. Abgerufen am 21. Mai 2026 (englisch).
  3. ↑ Ammar Kalia: From the pain of apartheid to luscious beauty: 10 of the best recordings by jazz legend Abdullah Ibrahim. In: The Guardian. 16. Juni 2026, abgerufen am 21. Juni 2026 (englisch).
  4. ↑ Besprechung des Albums von Scott Yanow bei AllMusic (englisch). Abgerufen am 21. Juni 2026.