| South African Sunshine | ||||
|---|---|---|---|---|
| Livealbum von Dollar Brand / Abdullah Ibrahim | ||||
|
Veröffent- |
||||
|
Aufnahme |
||||
|
Format(e) |
LP, CD | |||
|
Titel (Anzahl) |
6 | |||
|
46:00 | ||||
|
Besetzung |
Piano: Abdullah Ibrahim | |||
|
Abdullah Ibrahim, Gabi Kleinschmidt | ||||
|
Aufnahmeort(e) |
Felli Farm, Ichertswil bei Solothurn | |||
| ||||
South African Sunshine (Untertitel Piano – Solo – Live) ist ein Musikalbum von Dollar Brand/Abdullah Ibrahim. Die am 12. Oktober 1980 live auf der Felli Farm in Ichertswil bei Solothurn entstandenen Aufnahmen erschienen 1982 auf dem Label Pläne.
Über viele Jahre hinweg diente das Bauernhaus von Six und Renate Trutt am Felliweg in Ichertswil (Kanton Solothurn) ab 1973 Abdullah Ibrahim bei seinen Europabesuchen als eine Art zweites Zuhause. Auf den dort aufgenommenen Tonträgern wird das Haus „Felli Farm“ genannt; es wird aber schon lange nicht mehr als landwirtschaftlicher Betrieb genutzt. Es steht – etwas abgeschieden – auf einer leichten Anhöhe am Waldrand bei Ichertswil, etwa acht Kilometer südwestlich der Stadt Solothurn. Dort gab er jährlich ein Konzert; mit diesen von der Familie Trutt organisierten Konzerten bezahlte er für die beim Aufenthalt entstandenen Kosten.
Die Live-Soloaufnahme South African Sunshine des Pianisten unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von seinen üblichen Konzertmitschnitten, notierte Brian Olewnick. Zum einen beginnt er in zwei Fremdkompositionen mit Gesang, die er selbst interpretiert. Der Rest des Konzerts besteht, wie gewohnt, aus einer Reihe von Liedern, darunter bekannte Stücke aus seinem Repertoire (manchmal mit neuem Titel), andere, die hier zum ersten Mal aufgeführt werden. Standards werden eingestreut; inmitten eines afrikanischen Rhythmus erklingt plötzlich der Refrain von „Oh What a Beautiful Morning“. Beim Konzert am 12. Oktober 1980 entstand auch das Material für das Album Matsidiso, das 1981 ebenfalls bei Pläne erschien.
Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Abdullah Ibrahim.

Brian Olewnick verlieh dem Album in Allmusic vier Sterne und schrieb, wenig überraschend besitzt seine Stimme dieselbe tiefe musikalische Qualität wie sein Spiel. Darüber hinaus seien die Texte, die sich mit der damaligen Apartheid-Situation auseinandersetzen, prägnant, poetisch und direkt – weit entfernt von den damals gängigen, oberflächlichen Floskeln. Ibrahim würde den Abend mit einer schönen und lebhaften Interpretation von Billy Strayhorns ergreifender Komposition „Chelsea Bridge“ beschließen. Auch wenn „South African Sunshine“ nicht ganz an die unglaubliche Klasse einiger seiner früheren Soloaufnahmen aus den 1960er- und 70er-Jahren heranreiche, sei es ein sehr gelungenes und oft berührendes Album.