Airischwand

Airischwand
Koordinaten: 48° 33′ N, 11° 50′ OKoordinaten: 48° 33′ 27″ N, 11° 49′ 30″ O
Höhe: 476 m ü. NHN
Einwohner: 42 (30. Juni 2023)
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 85405
Vorwahl: 08756
Ortsansicht von Airischwand
Ortsansicht von Airischwand

Airischwand ist ein Gemeindeteil (Kirchdorf) des Marktes Nandlstadt im Landkreis Freising in Oberbayern. Bis zum 1. Mai 1978 war Airischwand eine Gemeinde.

Geographie

Das Kirchdorf liegt inmitten der Hallertau, etwa 22 Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Freising. In dem Dorf leben 42 Einwohner (Stand: 30. Juni 2023).

Die Gemarkung Airischwand (Nummer 09 8265) umfasst 9,618 km² und hat 263 Einwohner. Sie gehört zum Markt Nandlstadt, teilweise auch zu Hörgertshausen. Bekannt ist die Gemarkung insbesondere durch Windkraftprojekte (z. B. Flur-Nr. 1117) und Solarprojekte (Solarpark Airischwand II).

Geschichte

Airischwand wurde erstmals im Jahr 775 unter dem Namen Archinswenti urkundlich erwähnt.

Der Ort war bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts Sitz einer Obmannschaft im Landgericht Moosburg an der Isar. Zu ihr gehörten neben dem Hauptort auch das Dorf Hausmehring, die Weiler Ried (Bauernried), Griendling (Großgründling), Ammersberg und Bergen (Faistenberg) sowie die Einöden Rehloh, Gütersberg und Ziegl.

Im Zuge der Gemeindebildung nach dem Zweiten Gemeindeedikt wurde Ziegl 1818 zum Markt Nandlstadt, in dessen Burgfrieden es lag, eingemeindet. Dafür wurden die einschichtigen Güter Goglhof, Haider, Kainrad, Stadlhof und Zulehen nach Airischwand eingegliedert, im Jahr 1822 auch der Weiler Haslreuth aus der Gemeinde Reichersdorf.

Mit der Gemeindegebietsreform wurde die Gemeinde Airischwand am 1. Mai 1978 aufgelöst. Die Gemeindeteile Airischwand, Bauernried, Faistenberg, Großgründlach, Hausmehring, Kainrad, Rehloh und Zulehen wurden nach Nandlstadt umgegliedert, die Gemeindeteile Ammersberg, Goglhof, Gütersberg, Haider, Haslreuth, Holzhaus und Stadlhof wurden in die Gemeinde Hörgertshausen eingegliedert.

St. Silvester

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Das Ortsbild wird geprägt von der gegen Ende des 15. Jahrhunderts von Landshuter Baumeistern errichteten spätgotischen Backsteinkirche St. Silvester. Sie ist denkmalgeschützt.

Regelmäßige Veranstaltungen

Commons: Airischwand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Nandlstadts Ortsteile. Abgerufen am 15. März 2025.
  2. ↑ Gemarkung Airischwand (Hörgertshausen, Nandlstadt) / Bayern. In: Geoindex.io. Abgerufen am 10. Mai 2026.
  3. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 575.
  4. ↑ Denkmalliste für Nandlstadt (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege