Ako Haarbeck

Hans-Jakob „Ako“ Haarbeck (* 20. Januar 1932 in Hoerstgen; † 2. Oktober 2017 in Detmold) war ein deutscher evangelischer Theologe, Pfarrer, Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche und Autor.

Leben und Wirken

Haarbeck wuchs als Sohn Hermann Haarbecks in einem Pfarrhaus reformiert-pietistischer Prägung auf. Ab 1952 studierte er Evangelische Theologie in Wuppertal, Bonn und Göttingen. In Göttingen promovierte er 1959 bei Otto Weber mit seiner Dissertation über den schwäbischen Erweckungsprediger Ludwig Hofacker. Sein Vikariat absolvierte er in Wuppertal-Elberfeld, Duisburg und Dierdorf. In dieser Zeit volontierte er beim Südwestfunk und studierte ein Semester am Ökumenischen Institut Bossey. Zwischen 1961 und 1969 war er Gemeindepfarrer in Dierdorf und Jugend- und Schulpfarrer des Kirchenkreises Wied, danach Pastor der evangelisch-reformierten Gemeinde Nordhorn in der Grafschaft Bentheim und ab 1971 Superintendent. 1974 gründete er das ökumenische Begegnungs- und Studienzentrum „Stiftung Kloster Frenswegen“. 1980 wechselte er in die Lippische Landeskirche, wo er bis zu seinem Ruhestand 1996 als Landessuperintendent amtierte.

Haarbeck war von 1980 bis 1989 Mitglied des Leitungsgremiums der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste und zwischen 1981 und 1985 Vorsitzender ihrer Jugendkammer. Von 1985 bis 1994 war er Mitglied des Rates der EKD. Er engagierte sich ehrenamtlich ab 1980 im Reformierten Bund als stellvertretender Vorsitzender, von 1987 bis 1999 als Vorsitzender der Deutschen Bibelgesellschaft und von 1992 bis 1998 als Vorstandsvorsitzender des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik. Haarbeck war von 1968 bis 1989 Verfasser der „Bibelwochenhefte für die Gemeinde“. Ein Teil seines Nachlasses befindet sich im Archiv der Lippischen Landeskirche.

Ako Haarbeck war mit Hildegard Weber, Tochter von Otto Weber, verheiratet. Das Paar hatte zusammen drei Kinder und lebte zuletzt in Bonn.

Ehrungen

Veröffentlichungen

als Herausgeber

Einzelnachweise

  1. ↑ Trauer um Ako Haarbeck. Lippische Landeskirche, 4. Oktober 2017, abgerufen am 5. Oktober 2017.
  2. 1 2 Dr. Ako Haarbeck wurde 70. Pressemitteilung der Lippischen Landeskirche, 17. Januar 2002, abgerufen am 5. Oktober 2017.
  3. ↑ Früherer lippischer Landessuperintendent Ako Haarbeck wird 85. idea, 20. Januar 2017, abgerufen am 5. Oktober 2017.
  4. ↑ Ein Dank zum Abschied: Ako Haarbeck und die erweckliche Predigt. gep.de, Juni 1998, archiviert vom Original am 8. Juli 1998; abgerufen am 5. Oktober 2017.
  5. ↑ Dr. Ako Haarbeck: Biographische Notizen. In: Christlich Akademische Vereinigung – CAV – Freundeskreis der CJD Studentenschaft: dialog 2008-91, April 2008, S. 4, abgerufen am 5. Oktober 2017 (pdf; 884 kB)
  6. ↑ Bestand 06.04 Nachlass Haarbeck, Ako im Archiv der Lippischen Landeskirche
  7. ↑ Dr. Ako Haarbeck (80). buchmarkt.de, 20. Januar 2012, abgerufen am 5. Oktober 2017.
  8. ↑ Gerrit Noltensmeier: Reformiert – in Lippe. In: Matthias Freudenberg, Gesine von Kloeden-Freudenberg, Georg Plasger: Amt und Ordination aus reformierter Sicht (= reformierte akzente 8). Foedus-Verlag, Wuppertal, 2005, S. 14 (pdf; 542 kB).
VorgängerAmtNachfolger
Fritz VieringLandessuperintendent der Lippischen Landeskirche
1980–1996
Gerrit Noltensmeier
Personendaten
NAME Haarbeck, Ako
ALTERNATIVNAMEN Haarbeck, Hans-Jakob
KURZBESCHREIBUNG deutscher evangelischer Theologe, Pfarrer, Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche und Autor
GEBURTSDATUM 20. Januar 1932
GEBURTSORT Hoerstgen
STERBEDATUM 2. Oktober 2017
STERBEORT Detmold