Alain Gerber (* 31. August 1943 in Belfort) ist ein französischer Autor und Jazzkritiker.
Gerber studierte Philosophie und promovierte in Psychologie. Er wirkte zunächst als Philosophielehrer in Belfort und in Ouagadougou (Burkina Faso); daneben schrieb er ab 1964 für das Jazz Magazine. Zwischen 1971 und 2008 produzierte er Jazzsendungen wie Black and Blue für France Musique und France Culture (die er mit Lucien Malson begründete) und wirkte in Paris als Journalist.
Als Autor verfasste er die Hörspiele Un oiseau au plumage de fumée über Billie Holiday und Le Jazz est un Roman sowie zahlreiche Essays und Romane, die in der Spätphase seines Schaffens um Jazzmusiker wie Chet Baker oder Miles Davis kreisen. Gerber ist Mitglied der französischen Académie du Jazz und des Collège de ’Pataphysique.
Für seinen Roman Une sorte de bleu erhielt er den Prix du roman populiste (1976). Für Les jours de vin et de roses wurde er mit dem Prix Goncourt de la nouvelle und dem Grand Prix de la nouvelle 1984 der Société des Gens de Lettres ausgezeichnet. Anlässlich des Erscheinens von Une rumeur d'éléphant erhielt Gerber 1984 den Grand Prix du roman de la ville de Paris für sein Lebenswerk. Für sein Petit dictionnaire incomplet des incompris (Éditions Alter ego) erhielt Gerber den Prix du livre de jazz 2012 von der französischen Académie du Jazz.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gerber, Alain |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Autor und Jazzkritiker |
| GEBURTSDATUM | 31. August 1943 |
| GEBURTSORT | Belfort |