Albert Kwokwo Barume (geb. vor 1982) ist ein kongolesischer Menschenrechtsanwalt. Er ist seit 2024 Sonderberichterstatter für die Rechte indigener Völker beim UN-Menschenrechtsrat.
Albert Barume studierte von 1997 bis 2003 Rechtswissenschaften an der University of Essex und promovierte in Internationalem Menschenrechtsrecht mit einer Dissertation zu den Rechten indigener Völker. Von 2014 bis 2025 absolvierte er ein Masterstudium in Umweltmanagement an der School of Forestry and Environmental Studies der Yale University.
Nach dem Abschluss seines Jurastudiums arbeitete er bis 2008 in der kamerunischen Hauptstadt Yaoundé als Projektdirektor für Resource Extraction Monitoring and Forest Monitor, einem gemeinschaftlichen Projekt der Weltbank, der Europäischen Union, der Großbritanniens und Kanadas, das sich die Stärkung der Strafverfolgung von illegaler Abholzung in Kamerun zum Ziel setzte. Bis 2010 leitete er als Projektdirektor den von der britischen Regierung finanzierten Forest Monitor in Kinshasa, das Gesetze und Verordnungen über Gemeindewälder in DR Kongo erarbeitete. Barume war in den 1990er Jahren einer der ersten Juristen in Afrika, der sich für die Rechte indigener Völker einsetzte. Er war Vorsitzender und Mitglied des Expertenmechanismus für die Rechte indigener Völker, leitender Spezialist für die Rechte indigener Völker bei der ILO und unabhängiger Experte für die Rechte indigener Völker bei der Afrikanischen Kommission für Menschenrechte und Rechte der Völker. Von 2007 bis 2018 war er Mitglied einer Expertenarbeitsgruppe für indigene Gemeinschaften der Afrikanischen Union und beriet in dieser Funktion auch afrikanische Diplomaten in New York während des Verabschiedungsprozesses der UN-Erklärung über die Rechte indigener Völker im Jahr 2007 unterstützte.
Er lehrte an verschiedenen Universitäten weltweit zu den Rechten indigener Völker und veröffentlichte zahlreiche Bücher und Artikel zu diesem Thema.
Von 2010 bis 2014 arbeitete er für die Internationale Arbeitsorganisation in Genf als Koordinator für die weltweiten Programme für indigene Völker. Im Expertenmechanismus für die Rechte indigener Völker bei UN-Menschenrechtsrat in Genf war Barume von 2015 bis 2018 der afrikanische Vertreter. Im Dezember 2024 wurde er als Nachfolger des Guatemalteken José Francisco Calí Tzay zum Sonderberichterstatter für die Rechte indigener Völker beim UN-Menschenrechtsrat ernannt. Nach dem Verständnis von Barume sind Landrechte grundlegend für die Rechte indigener Völker. Sie seien die Verkörperung dessen, was sie kulturell ausmache, und der Kern dessen, was sie verloren haben. Gehe diese Verbindung zwischen indigenen Völkern oder Nationen und ihrem Land verloren, führe dies zum Verlust ihrer Kulturen, Sprachen und Gemeinschaften. Es fehle die Anerkennung dessen, was indigene Nationen durchgemacht haben und was wiedergutgemacht werden müsse. Die Anerkennung sei die Voraussetzung für eine vollständige Umsetzung der Rechte indigener Völker.
Im Juni 2025 besuchte Barume Panama auf Einladung indigener Organisationen, die das gewalttätige Vorgehen der panamaischen Regierung gegen friedliche Proteste der Embera gegen den erzwungenen Bergbau auf ihrem Land beklagten. Er besuchte verschiedenen Gebieten, in denen Indigene Repressionen ausgesetzt waren, und hörte die Aussagen hunderter Opfer, darunter indigene Frauen, Älteste, Jugendliche und Kinder. Offizielle Stellen lehnten die von Barume gesuchten Kontakte ab.
| Personendaten | |
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| NAME | Barume, Albert |
| ALTERNATIVNAMEN | Kwokwo Barume, Albert; Barume, Albert Kwokwo; Barume, Albert K. |
| KURZBESCHREIBUNG | kongolesischer Menschenrechtsanwalt |
| GEBURTSDATUM | vor 1985 |