Albert Jacquemart

Albert Jacquemart (* 1. Januar 1808 in Paris; † 14. Oktober 1875 ebenda) war ein französischer Beamter, Maler, Zeichner und ein bedeutender Sammler von Keramiken.

Leben

Jacquemart war ein Sohn von François Jacquemart und dessen Frau Marie Julie (geborene Adnet). Er besuchte zunächst die École des Beaux-Arts, wo er die Malerei erlernte. Doch schien dies eher ein Grundstudium, gewesen zu sein, das er für seine weitere Laufbahn benötigte. Er widmete sich zeichnerisch der Anatomie und fertigte Zeichnungen für die Annales Francaises et Etrangères d’Anatomie et de Physiologie von François-Aman Bazin und Jean-Louis-Maurice Laurent an. Diese Arbeiten brachten ihm die Bestellung mehrerer Pergamente für die Bibliothek des Museums ein. Er nahm mit einigen davon an den Salons von 1834 und 1836 teil.

Jacquemart trat im Jahr 1825 in die Zollverwaltung, für die er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1874 tätig war. Er war zunächst einfacher Angestellter, dann stellvertretender Leiter und ab 1865 Bürovorsteher. Er engagierte sich zeitlebens in künstlerischen Kreisen, war Mitglied der Kommission der Geschichte der Arbeit (französisch membre de la Commission de l’histoire du travail) der Weltausstellung 1867 in Paris und des Organisationskomitees für Ausstellungen der Union centrale des Beaux-Arts appliqués à l’industrie. Er war zudem Mitglied der Société libre des Beaux-Arts de Paris, für die er um 1839 als Sekretär er 1859 als Vizepräsident aktiv war. Nach seinem Tod kaufte Adrien Dubouché (1818–1881), ein Geschäftsmann und Kunstliebhaber, seine Sammlung orientalischer Keramik und schenkte sie dem Porzellanmuseum Limoges.

Familie

Jacquemart heiratete im Oktober 1833 in der Kirche St-Denys-du-Saint-Sacrement Louise Emilie (geborene Labbé), mit der er mindestens vier Kinder hatte:

Er wurde im Familiengrab auf dem Cimetière du Père-Lachaise beigesetzt.

Ehrungen

Werke (Auswahl)

Als Blumenmaler und Zeichner blieb er ein Dilettant, aber als Kunstsammler, vor allem von Keramik, erwarb er sich bedeutende Kenntnisse. Er verfasste mehrere Standardwerke, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Pauline d’Abrigeon: Jacquemart, Albert. agorha.inha.fr (französisch).
  2. ↑ Annales Francaises et Etrangères d’Anatomie et de Physiologie. Band 1, 1837 (biodiversitylibrary.org).
  3. ↑ Alfred Darcel: Albert Jacquemart. In: Gazette des beaux-arts. Band 12, 17. Jahrgang. Paris 1875, S. 477–480 (französisch, Textarchiv – Internet Archive).
  4. ↑ Musée national Adrien-Dubouché aronson.com.
  5. ↑ Catalogue de la collection Jacquemart : publié d’après le manuscrit original laissé par Albert Jacquemart Musée céramique Adrien Dubouché, Limoges 1879 (gallica.bnf.fr).
  6. ↑ Jacquemart Albert (1808–1875) appl-lachaise.net.
Personendaten
NAME Jacquemart, Albert
ALTERNATIVNAMEN Jacquemart, Albert Jules Charles Jacques (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG französischer Kunsthistoriker und -sammler
GEBURTSDATUM 1. Januar 1808
GEBURTSORT Paris
STERBEDATUM 14. Oktober 1875
STERBEORT Paris