Albrecht Bonnet

Albrecht Bonnet (* 4. September 1860 in St. Johann; † 3. Juli 1900 in Karlsruhe) war ein deutscher Ingenieur und Amateur-Archäologe.

Ausbildung

Albrecht Bonnet studierte Maschinenbau an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Er war als Ingenieur und Fabrikbesitzer tätig. Ab 1895 widmete er sich der lokalen Archäologie.

Bonnet führte 1895 und 1896 Ausgrabungen im Süden Duisburgs durch. Dort fand er in Hünengräbern 120 keltische und germanische Urnen. Diese schenkte er der Stadt Duisburg mit der Bedingung, sie in einem geeigneten Raum den Bürgern zugänglich zu machen.

Er führte 1898 bis 1900 Ausgrabungen in einer Sandgrube bei Hochstetten durch. Zur gleichen Zeit, um 1899, führte er Ausgrabungen auf dem Michaelsberg (Untergrombach) durch.

Ab 1899 führten er und Alfred Schliz archäologische Ausgrabungen in der steinzeitlichen Siedlung von Großgartach durch. Dort verorteten sie mehrere rechteckige, steinzeitliche Wohnstellen, die sogenannte Steinzeitliche Siedlung von Großgartach. Die von Bonnet und Schliz entwickelte Grabungsmethode, die sich auf ausgesuchte einzelne interessante Stellen anstelle großflächig auf ein ganzes Areal konzentriert, wird als Bonnet-Schlizsche-Methode bezeichnet.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Grabhügelfeld in der Wedau.
  2. ↑ Geschichte der Mercator-Gesellschaft, Verein für Geschichte und Heimatkunde e. V. Duisburg.
  3. ↑ Robin Dürr: Ein ärmlicher Anblick? – Die römische und frühmittelalterliche Siedlung von Linkenheim-Hochstetten, Lkr. Karlsruhe. In: Fundberichte aus Baden-Württemberg 35, 2016, S. 398–458 (Digitalisat).
Personendaten
NAME Bonnet, Albrecht
KURZBESCHREIBUNG deutscher Ingenieur und Amateur-Archäologe
GEBURTSDATUM 4. September 1860
GEBURTSORT St. Johann
STERBEDATUM 3. Juli 1900
STERBEORT Karlsruhe