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1900 | |
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gewinnt das British Empire die Oberhand. |
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| 1900 in anderen Kalendern | |
| Armenischer Kalender | 1348/49 (Jahreswechsel Juli) |
| Äthiopischer Kalender | 1892/93 (Jahreswechsel 10./11. September) |
| Baha'i-Kalender | 56/57 (Jahreswechsel 20./21. März) |
| Bengalischer Solarkalender | 1305/06 (Jahresbeginn 14. oder 15. April) |
| Buddhistische Zeitrechnung | 2443/44 (südlicher Buddhismus); 2442/43 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) |
| Chinesischer Kalender | 76. (77.) Zyklus
Jahr der Metall-Ratte 庚子 (seit 31. Januar, davor Erde-Schwein 己亥) |
| Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) | 1262/63 (Jahreswechsel April) |
| Dangun-Ära (Korea) | 4233/34 (2./3. Oktober) |
| Iranischer Kalender | 1278/79 (um den 21. März) |
| Islamischer Kalender | 1317/18 (30. April/1. Mai) |
| Japanischer Kalender | Meiji 33 (明治33年); Kōki 2560 |
| Jüdischer Kalender | 5660/61 (23./24. September) |
| Koptischer Kalender | 1616/17 (10./11. September) |
| Malayalam-Kalender | 1075/76 |
| Rumi-Kalender (Osmanisches Reich) | 1315/16 (1. März) |
| Seleukidische Ära | Babylon: 2210/11 (Jahreswechsel April)
Syrien: 2211/12 (Jahreswechsel Oktober) |
| Suriyakati-Kalender (Thai-Solar-Kalender) | 2442/43 (1. April) |
| Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) | 1956/57 (Jahreswechsel April) |
Das Jahr 1900 ist das letzte Jahr des 19. Jahrhunderts. Es ist ein Säkularjahr und hat 365 Tage. Drei Ereignisse prägen das Jahr besonders: Die Weltausstellung in Paris, der Zweite Burenkrieg im südlichen Afrika und der Beginn des Boxeraufstandes in China.
Im Zweiten Burenkrieg konnten die Buren im Vorjahr, zur Überraschung der Briten, rasche Erfolge feiern und in die Kapkolonie und die Kolonie Natal einmarschieren. Sie belagerten mehrere britische Garnisonen und fügten den Engländern um den Jahreswechsel herum in den Schlachten von Magersfontein, Colenso, Stormberg und Spion Kop vier katastrophale Niederlagen innerhalb von sechs Wochen zu. Anfang 1900 wendet sich das Blatt jedoch zu Gunsten der Briten, mit dem Eintreffen von 60.000 Mann Verstärkung. Die belagerten Städte werden freigekämpft, und die Buren bei Paardeberg, Diamond Hill und Belfast geschlagen. Am 13. März fällt die Hauptstadt des Oranje-Freistaates, Bloemfontein, am 5. Juni die Hauptstadt Transvaals, Pretoria. Präsident Kruger flieht daraufhin nach Europa. Der Krieg scheint für Großbritannien gewonnen zu sein. Nun aber ändern die Buren ihre Taktik und gehen zu einem für die Briten äußerst verlustreichen Guerilla-Krieg über. Unter ihrem Anführer, General Christiaan De Wet kämpfen sie noch volle zwei Jahre lang weiter.

Die chinesische Volksbewegung der Boxer richtet sich gegen den wachsenden Einfluss der Kolonialmächte, und speziell die Ungleichen Verträge, sowie die christliche Missionierung in China, und will diese mit Gewalt beseitigen. Dazu kommt eine allgemeine Krisenstimmung, ausgelöst durch Naturkatastrophen und Hungersnöte. Die Qing-Dynastie, die gerade erst innere Kämpfe hinter sich hat, bei denen sich die Kaiserinwitwe Cixi durchsetzte, wird von den Boxern unterstützt.
Am 15. April werden die Boxer auf Druck der ausländischen Mächte verboten, doch da sich reguläre kaiserliche Truppen in Peking und Tientsin mit ihnen verbünden, lässt sich das Verbot nicht durchsetzen. Im Mai erreicht die Bewegung die Umgebung der Hauptstadt Peking und beginnt mit Attacken gegen Ausländer sowie gegen die an die Küste führenden Bahnlinien. Am 14. Juni erfolgt der Einmarsch der „Boxer“ in Peking.
Am 17. Juni stürmen Truppeneinheiten der Vereinigten acht Staaten, bestehend aus Italien, USA, Frankreich, Österreich-Ungarn, Japan, Deutsches Reich, Vereinigtes Königreich und Russland, die Küstenforts von Dagu nahe Tianjin an der Mündung des Flusses Hai He. Als Reaktion erlässt der Kaiserhof am 21. Juni ein Edikt, und kaiserliche Truppen kämpfen nun offiziell an der Seite der Boxer.
Am 19. Juni lässt Cixi allen ausländischen Missionen mitteilen, dass Ausländer Peking innerhalb von 25 Stunden Richtung Tientsin zu verlassen hätten, anderenfalls ihre Sicherheit nicht gewährleistet sei. Der deutsche Gesandte, Baron von Ketteler, begibt sich am nächsten Tag zum Außenministerium Zongli Yamen, um die Angelegenheit zu besprechen. Er wird jedoch auf dem Weg ermordet. Die ausländischen Gesandten in Peking beordern daraufhin rund 450 Soldaten als Gesandtschaftswachen nach Peking und beginnen, das Viertel zu verbarrikadieren. Etwa 20.000 Chinesischen Truppen und Boxermilizen belagern daraufhin das Gesandtschaftsviertel in Peking, gleichzeitig wird die internationale Konzession in Tianjin (Tientsin) belagert, die von den internationalen Truppen am 14. Juli eingenommen wird.

In der Zwischenzeit stellen sechs europäische Staaten sowie die USA und Japan ein Expeditionskorps für eine Intervention in China zusammen. Bei der Verabschiedung eines Teils der deutschen Truppen am 27. Juli hält Kaiser Wilhelm II. seine berüchtigte Hunnenrede, die von internationalen Protesten gefolgt ist. Die in Europa eingeschifften Truppen kommen allerdings zu spät, um noch am Entsatz Tianjins und Pekings teilzunehmen, auch wenn der deutsche Feldmarschall Alfred Graf von Waldersee am 23. September den Oberbefehl über die alliierten Truppen im Boxerkrieg erhält.
Das Expeditionskorps erreicht am 13. August Peking, das bereits am folgenden Tag fällt. Am 15. August fliehen die Kaiserinwitwe und ihr Rat aus Peking nach Xi’an. In einem Edikt vom 7. September macht Cixi die Boxer für die militärische Niederlage verantwortlich und erteilt den Provinzgouverneuren die Anweisung, erneut Regierungstruppen gegen sie einzusetzen. Am 25. September werden in den Aufstand verwickelte hohe Amtsträger vom Kaiserhof degradiert. Gleichzeitig beginnen die alliierten Truppen damit, Strafexpeditionen gegen Aufständische durchzuführen und so den letzten Widerstand zu brechen.
Am 16. Oktober: schließen das Deutsche Kaiserreich und Großbritannien in London das Jangtse-Abkommen zur Regelung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen im Kaiserreich China, dem später weitere Großmächte beitreten.


Auf der Pariser Weltausstellung werden viele technische Errungenschaften vorgestellt, die das 20. Jahrhundert prägen werden, darunter der Dieselmotor, der Tonfilm und die Rolltreppe. Auf dem Höhepunkt der Belle Époque lautet das offizielle Ausstellungsmotto: „Bilanz eines Jahrhunderts“. Als bauliches Erbe hat die Ausstellung vor allem das Petit Palais und das Grand Palais hinterlassen. Zur Ausstellung werden auch die Pariser Metro und der Pont Alexandre III über die Seine sowie mehrere Bahnhöfe eröffnet. Das Gelände der Weltausstellung ist der Hauptaustragungsort der Zweiten Olympischen Spiele.













Kleinere Unglücksfälle sind in den Unterartikeln von Katastrophe und in der Liste von Katastrophen aufgeführt.

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.













