1900

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Staatsoberhäupter · Wahlen · Nekrolog · Musikjahr · Filmjahr · Sportjahr

Kalenderübersicht 1900
Januar
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Februar
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März
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April
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Mai
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19 78910111213
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Juni
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Juli
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August
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September
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Oktober
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November
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Dezember
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1900
Lord Herbert Kitchener, britischer Generalstabschef im Burenkrieg ab 1900
Lord Herbert Kitchener, britischer Generalstabschef im Burenkrieg ab 1900
Im Zweiten Burenkrieg
gewinnt das British Empire
die Oberhand.
„Boxer“-Rebellen
„Boxer“-Rebellen
In China bricht der gegen Europa, Japan und die USA gerichtete Boxeraufstand aus.
Le Chateau d’eau und Plaza während der Weltausstellung
Le Chateau d’eau und Plaza während der Weltausstellung
Die Weltausstellung in Paris erreicht 47 Millionen Besucher.
1900 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 1348/49 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1892/93 (Jahreswechsel 10./11. September)
Baha'i-Kalender 56/57 (Jahreswechsel 20./21. März)
Bengalischer Solarkalender 1305/06 (Jahresbeginn 14. oder 15. April)
Buddhistische Zeitrechnung 2443/44 (südlicher Buddhismus); 2442/43 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 76. (77.) Zyklus

Jahr der Metall-Ratte 庚子 (seit 31. Januar, davor Erde-Schwein 己亥)

Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1262/63 (Jahreswechsel April)
Dangun-Ära (Korea) 4233/34 (2./3. Oktober)
Iranischer Kalender 1278/79 (um den 21. März)
Islamischer Kalender 1317/18 (30. April/1. Mai)
Japanischer Kalender Meiji 33 (明治33年);
Kōki 2560
Jüdischer Kalender 5660/61 (23./24. September)
Koptischer Kalender 1616/17 (10./11. September)
Malayalam-Kalender 1075/76
Rumi-Kalender (Osmanisches Reich) 1315/16 (1. März)
Seleukidische Ära Babylon: 2210/11 (Jahreswechsel April)

Syrien: 2211/12 (Jahreswechsel Oktober)

Suriyakati-Kalender (Thai-Solar-Kalender) 2442/43 (1. April)
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1956/57 (Jahreswechsel April)

Das Jahr 1900 ist das letzte Jahr des 19. Jahrhunderts. Es ist ein Säkularjahr und hat 365 Tage. Drei Ereignisse prägen das Jahr besonders: Die Weltausstellung in Paris, der Zweite Burenkrieg im südlichen Afrika und der Beginn des Boxeraufstandes in China.

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen

Deutsches Reich

Weitere Ereignisse in Europa

  • 1. Januar: Walter Hauser löst Eduard Müller als Bundespräsident der Schweiz ab. Hauser wird nach 1892 zum zweiten Mal Bundespräsident.
  • 3. Januar: Der französische Staatsgerichtshof in Paris verurteilt den Dichter und Politiker Paul Déroulède wegen Hochverrats zu zehn Jahren Verbannung.
  • 4. Januar: In Böhmen und in Mähren gehen etwa 70.000 Bergbauarbeiter in den Streik. Sie verlangen eine Arbeitszeitverkürzung und eine Lohnerhöhung von 20 %. Im Februar schließen sich tausende weitere Bergmänner im ganzen Reich an. Die schlechte Organisation und finanzielle Notlagen lassen den Streik im März ohne Erfolge scheitern.
  • 4. Januar: In den Kohlerevieren Lüttich und Mährisch-Ostrau kommt es zu Aufständen und Streiks.
  • 12. Februar: Lenin kehrt nach drei Jahren aus sibirischer Verbannung zurück.
  • 27. Februar: Gründung des Labour Representation Committee als Vorläufer der britischen Labour Party
  • 31. März: Tomáš Garrigue Masaryk gründet die Realistische Partei (Tschechische Volkspartei) als tschechische Unabhängigkeitsbewegung und als Absage an den Panslawismus.
  • 5. April: Die belgische Regierung verabschiedet ein Subventionsprogramm zur Erschließung des Kongogebietes.
  • 17. April: Zehn belgische Kaufleute werden in Brüssel wegen des Massenmordes an Eingeborenen der Kongokolonie unter Anklage gestellt.
  • 5. Mai: Nach schweren Unruhen und Massenkundgebungen in Barcelona, Madrid, Valladolid, Burgos und Saragossa gegen die neuen Steuergesetze verhängt die spanische Regierung den Belagerungszustand über Barcelona. Spanien ist seit 1898 durch den Kampf gegen den Aufstand in Kuba und den Krieg gegen die USA in eine desolate Haushaltslage geraten.
  • 20. Mai: Die Einführung einer allgemeinen Unfall- und Krankenversicherung wird in der Schweiz infolge eines Volksentscheids verworfen.
  • 23. Mai: Das britische Unterhaus gesteht Frauen das aktive und passive Wahlrecht für die Gemeinderäte Londons zu.
  • 29. Juli: König Umberto I. von Italien wird bei einem Attentat des Anarchisten Gaetano Bresci in Monza getötet, ihm folgt sein Sohn Viktor Emanuel III. auf dem Thron.
  • 29. Juli: Wladimir Iljitsch Uljanow (später Lenin genannt) verlässt Russland und geht über Genf nach München in ein fünfjähriges Exil.
  • 2. August: In Paris wird auf den Schah von Persien, Mozaffar ed-Din, ein erfolgloses Attentat verübt. Der Schah überrascht den bewaffneten 25-jährigen Attentäter mit einem Schlag auf das Handgelenk.
  • 28. September: Der britische Kolonialminister Joseph Chamberlain wird beschuldigt, sich infolge seiner Beteiligungen an sechs Rüstungsfirmen persönlich bereichert zu haben.
  • 1. Dezember: In der Schweiz werden 3.315.443 Einwohner gezählt, davon sind 383.424 (11,6 %) Ausländer und 2.932.019 Schweizerbürger. Deren Zahl ist seit dem 1. Dezember 1888 um 8,3 % gestiegen.
  • 15. Dezember: Frankreich und Italien einigen sich in einem Geheimabkommen über ihre Interessensphären in Marokko und Tripolitanien.
  • 31. Dezember: In Österreich-Ungarn werden 46.890.000 Einwohner gezählt. Seit 1890 stieg die Bevölkerung um 9,3 %.

Zweiter Burenkrieg im südlichen Afrika

Im Zweiten Burenkrieg konnten die Buren im Vorjahr, zur Überraschung der Briten, rasche Erfolge feiern und in die Kapkolonie und die Kolonie Natal einmarschieren. Sie belagerten mehrere britische Garnisonen und fügten den Engländern um den Jahreswechsel herum in den Schlachten von Magersfontein, Colenso, Stormberg und Spion Kop vier katastrophale Niederlagen innerhalb von sechs Wochen zu. Anfang 1900 wendet sich das Blatt jedoch zu Gunsten der Briten, mit dem Eintreffen von 60.000 Mann Verstärkung. Die belagerten Städte werden freigekämpft, und die Buren bei Paardeberg, Diamond Hill und Belfast geschlagen. Am 13. März fällt die Hauptstadt des Oranje-Freistaates, Bloemfontein, am 5. Juni die Hauptstadt Transvaals, Pretoria. Präsident Kruger flieht daraufhin nach Europa. Der Krieg scheint für Großbritannien gewonnen zu sein. Nun aber ändern die Buren ihre Taktik und gehen zu einem für die Briten äußerst verlustreichen Guerilla-Krieg über. Unter ihrem Anführer, General Christiaan De Wet kämpfen sie noch volle zwei Jahre lang weiter.

Französische Kolonien in Afrika

Boxeraufstand in China

Eine französische politische Propagandakarikatur, die China als Kuchen darstellt, der von den europäischen Großmächten und Japan zerteilt wird.

Die chinesische Volksbewegung der Boxer richtet sich gegen den wachsenden Einfluss der Kolonialmächte, und speziell die Ungleichen Verträge, sowie die christliche Missionierung in China, und will diese mit Gewalt beseitigen. Dazu kommt eine allgemeine Krisenstimmung, ausgelöst durch Naturkatastrophen und Hungersnöte. Die Qing-Dynastie, die gerade erst innere Kämpfe hinter sich hat, bei denen sich die Kaiserinwitwe Cixi durchsetzte, wird von den Boxern unterstützt.

Am 15. April werden die Boxer auf Druck der ausländischen Mächte verboten, doch da sich reguläre kaiserliche Truppen in Peking und Tientsin mit ihnen verbünden, lässt sich das Verbot nicht durchsetzen. Im Mai erreicht die Bewegung die Umgebung der Hauptstadt Peking und beginnt mit Attacken gegen Ausländer sowie gegen die an die Küste führenden Bahnlinien. Am 14. Juni erfolgt der Einmarsch der „Boxer“ in Peking.

Am 17. Juni stürmen Truppeneinheiten der Vereinigten acht Staaten, bestehend aus Italien, USA, Frankreich, Österreich-Ungarn, Japan, Deutsches Reich, Vereinigtes Königreich und Russland, die Küstenforts von Dagu nahe Tianjin an der Mündung des Flusses Hai He. Als Reaktion erlässt der Kaiserhof am 21. Juni ein Edikt, und kaiserliche Truppen kämpfen nun offiziell an der Seite der Boxer.

Am 19. Juni lässt Cixi allen ausländischen Missionen mitteilen, dass Ausländer Peking innerhalb von 25 Stunden Richtung Tientsin zu verlassen hätten, anderenfalls ihre Sicherheit nicht gewährleistet sei. Der deutsche Gesandte, Baron von Ketteler, begibt sich am nächsten Tag zum Außenministerium Zongli Yamen, um die Angelegenheit zu besprechen. Er wird jedoch auf dem Weg ermordet. Die ausländischen Gesandten in Peking beordern daraufhin rund 450 Soldaten als Gesandtschaftswachen nach Peking und beginnen, das Viertel zu verbarrikadieren. Etwa 20.000 Chinesischen Truppen und Boxermilizen belagern daraufhin das Gesandtschaftsviertel in Peking, gleichzeitig wird die internationale Konzession in Tianjin (Tientsin) belagert, die von den internationalen Truppen am 14. Juli eingenommen wird.

Wilhelm II. in der Uniform des Seebataillons bei seiner Rede am 27. Juli vor der Lloydhalle in Bremerhaven

In der Zwischenzeit stellen sechs europäische Staaten sowie die USA und Japan ein Expeditionskorps für eine Intervention in China zusammen. Bei der Verabschiedung eines Teils der deutschen Truppen am 27. Juli hält Kaiser Wilhelm II. seine berüchtigte Hunnenrede, die von internationalen Protesten gefolgt ist. Die in Europa eingeschifften Truppen kommen allerdings zu spät, um noch am Entsatz Tianjins und Pekings teilzunehmen, auch wenn der deutsche Feldmarschall Alfred Graf von Waldersee am 23. September den Oberbefehl über die alliierten Truppen im Boxerkrieg erhält.

Das Expeditionskorps erreicht am 13. August Peking, das bereits am folgenden Tag fällt. Am 15. August fliehen die Kaiserinwitwe und ihr Rat aus Peking nach Xi’an. In einem Edikt vom 7. September macht Cixi die Boxer für die militärische Niederlage verantwortlich und erteilt den Provinzgouverneuren die Anweisung, erneut Regierungstruppen gegen sie einzusetzen. Am 25. September werden in den Aufstand verwickelte hohe Amtsträger vom Kaiserhof degradiert. Gleichzeitig beginnen die alliierten Truppen damit, Strafexpeditionen gegen Aufständische durchzuführen und so den letzten Widerstand zu brechen.

Am 16. Oktober: schließen das Deutsche Kaiserreich und Großbritannien in London das Jangtse-Abkommen zur Regelung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen im Kaiserreich China, dem später weitere Großmächte beitreten.

Amerika

Roosevelts Brief an Henry W. Sprague
Der erste Supreme Court von Puerto Rico, 1900
  • 2. April: Puerto Rico, als Folge des Spanisch-Amerikanischen Krieges seit 1898 unter der Kontrolle der USA, erhält mit dem nach Senator Joseph B. Foraker benannten Foraker Act eine Zivilregierung. Die Regierung der Insel besteht aus einem vom US-Präsidenten benannten Gouverneur, einem exekutiven Rat und einer Legislative mit 35 Mitgliedern. Der erste zivile Gouverneur Charles Herbert Allen wird am 1. Mai vereidigt. Am 5. Juni ernennt US-Präsident McKinley einen exekutiven Rat mit fünf puerto-ricanischen und sechs US-amerikanischen Mitgliedern. Mit dem Foraker Act entsteht auch eine Judikative, an deren Spitze der Supreme Court steht. Puerto Rico darf außerdem einen Resident Commissioner als Vertreter in den Kongress der Vereinigten Staaten schicken. Am 6. November finden die ersten Wahlen statt, und am 3. Dezember nimmt die legislative Versammlung Puerto Ricos ihre Arbeit auf. Angesichts des neuen politischen Status entstehen mehrere politische Parteien mit unterschiedlichen Zielsetzungen auf der Insel.
  • 14. Juni: Hawaii wird ein von den USA annektiertes Territorium und 1959 zum 50. Bundesstaat.
  • 6. November: Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1900: Der republikanische Amtsinhaber William McKinley kann sich wie bereits 1896 gegen seinen demokratischen Herausforderer William Jennings Bryan klar durchsetzen und wird für eine zweite Amtszeit bestätigt. Neu gewählter Vizepräsident an McKinleys Seite wird Theodore Roosevelt.
  • 27. November: Die USA erhöhen ihre ständigen Streitkräfte auf 100.000 Mann.

Australien und Ozeanien

Wirtschaft

Weltausstellung in Paris

Offizielle Eröffnung der Weltausstellung

Auf der Pariser Weltausstellung werden viele technische Errungenschaften vorgestellt, die das 20. Jahrhundert prägen werden, darunter der Dieselmotor, der Tonfilm und die Rolltreppe. Auf dem Höhepunkt der Belle Époque lautet das offizielle Ausstellungsmotto: „Bilanz eines Jahrhunderts“. Als bauliches Erbe hat die Ausstellung vor allem das Petit Palais und das Grand Palais hinterlassen. Zur Ausstellung werden auch die Pariser Metro und der Pont Alexandre III über die Seine sowie mehrere Bahnhöfe eröffnet. Das Gelände der Weltausstellung ist der Hauptaustragungsort der Zweiten Olympischen Spiele.

  • 14. April: Der französische Staatspräsident Émile Loubet eröffnet die Pariser Weltausstellung. Ab dem Folgetag kann das Publikum unter anderem über Rolltreppen und einen rollenden Bürgersteig staunen.
Die Gare d'Orsay um 1900
  • 28. Mai: Anlässlich der Weltausstellung in Paris wird die von Victor Laloux für die Verbindung Paris–Orléans errichtete Gare d’Orléans am Quai d’Orsay für den Verkehr freigegeben. Eine feierliche Eröffnungszeremonie für das Gebäude, das heute das Musée d’Orsay beherbergt, erfolgt am 14. Juli.
  • 19. Juli: Die erste Pariser Metro-Strecke wird in Betrieb genommen. Der 10,6 km lange Tunnel verbindet die Stationen Porte Maillot und Porte de Vincennes.
  • 16. August: Anlässlich der Weltausstellung in Paris wird der Große Internationaler Feuerwehrrat gegründet. Wesentlicher Leitgedanke ist, Kongresse und Symposien in regelmäßigen Abständen zu organisieren, um den Brandschutz länderübergreifend zu fördern.
  • 12. November: Die Weltausstellung in Paris geht zu Ende. Die Veranstalter zählten in den sieben Monaten rund 47 Millionen Besucher.

Geldwirtschaft

Postwirtschaft und Telekommunikation

Unternehmensgründungen

Verkehr

Wissenschaft und Technik

Archäologie

Grundstein Saalburgkastell

Mathematik/Naturwissenschaften

Polarforschung

Psychologie und Soziologie

Lehre und Forschung

  • 28. Februar: Per Erlass werden im Großherzogtum Baden als erstem deutschen Land Frauen uneingeschränkt zum Hochschulstudium zugelassen.
  • 9. März: Um die Zulassung zum Universitätsstudium zu erlangen, schicken deutsche Frauenvereine Petitionen an den Reichstag, dessen Abgeordneten sich für „nicht zuständig“ erklären.
  • 5. Juni: Der deutsche Gymnasialverein verfasst in Braunschweig eine Resolution gegen die Einführung eines Lehrplans ohne Latein für Reformgymnasien, an denen moderne Sprachen und Naturwissenschaften vorrangig gelehrt werden.
  • 8. Juni: Eine Sachverständigenkommission der Reichsregierung, zu der unter anderen die Professoren Virchow, Mommsen und Harnack gehören, spricht sich für die Gleichberechtigung der Reformgymnasien und für die Gleichrangigkeit ihrer Abschlüsse aus.
  • 14. September: Ein kaiserlicher Erlass gestattet Frauen in Österreich-Ungarn das Medizinstudium und das Erlangen des Doktorgrades. Die Universität Wien lässt Frauen als ordentliche Hörerinnen an der Medizinischen Fakultät zu (1897 an der Philosophischen Fakultät, 1919 an der Rechts- und staatswissenschaftlichen, 1922 an der Evangelisch-theologischen und 1945 an der Katholisch-theologischen Fakultät).

Technische Errungenschaften

Kultur

Architektur

Bildende Kunst

Lovis Corinth: Salome II. Fassung, Öl auf Leinwand

Literatur

  • 13. Februar: Nach rund dreieinhalbjähriger Arbeit vollendet Gabriele D’Annunzio den Roman Il Fuoco (Das Feuer). In diesem Buch verarbeitet er seine fünf Jahre andauernde Liebesbeziehung zu der Schauspielerin Eleonora Duse. Das Buch wird ein großer Skandalerfolg in Italien, aber auch im übrigen Europa und Amerika.
Titelblatt der englischen Originalausgabe
Einband der Erstausgabe

Musik und Theater

Originalplakat zur Oper Tosca
Premierenposter für Louise
Harriet Bosse in einer englischsprachigen Inszenierung von Nach Damaskus um 1900

Sonstiges

  • 14. April: Die erste Ausgabe des Guide Michelin erscheint zur Pariser Weltausstellung in einer Auflage von 35.000 kostenlosen Exemplaren. Gestaltet von der Touristikabteilung des Reifenherstellers Michelin ist er als Werkstattwegweiser für die rund 2400 französischen Autofahrer und für Radfahrer gedacht. Die Initiatoren André und Édouard Michelin stoßen damit in eine Marktlücke.
Das neue Nationalmuseum 1900
Anzeige für die erste Internationale Kochkunst-Ausstellung
Platz am Künstlerhaus mit der Straßenfront des Künstlerhauses (rechts)
  • 27. Oktober: Das von Fritz Drechsler im Jugendstil erbaute Künstlerhaus in Leipzig wird als Vereinshaus des Leipziger Künstlervereins eröffnet, der vor dem Haus befindliche Platz wird in Platz am Künstlerhaus umbenannt.
Das Rathaus um 1900 (links der Dom)

Gesellschaft

Religion

Katastrophen

Das vom Hurrican zerstörte Galveston

Kleinere Unglücksfälle sind in den Unterartikeln von Katastrophe und in der Liste von Katastrophen aufgeführt.

Natur und Umwelt

Sport

Olympische Spiele

Boxen, Tennis

Das US-Doppel beim Davis-Cup 1900: Dwight Filley Davis und Holcombe Ward

Wintersport

  • 6. Februar: Auf dem Csobaer See (Hohe Tatra) findet erstmals eine Europameisterschaft im Eisschnelllauf statt.
  • 10. Februar: Der 23-jährige norwegische Eisschnellläufer Peder Östlund stellt in Davos innerhalb von zwei Tagen fünf neue Weltrekorde auf.

Sportverbände

Vereinsgründungen

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Historische Karten und Ansichten

Geboren

Januar

Februar

März

April

Spencer Tracy
Wolfgang Pauli, 1945

Mai

Juni

Antoine de Saint-Exupéry

Juli

Annemarie Wolff-Richter (ca. 1930) mit ihrer Tochter

August

September

Oktober

Heinrich Himmler, 1942
Edward Stettinius, 1941

November

Margaret Mitchell, 1941

Dezember

Richard Kuhn

Genaues Geburtsdatum unbekannt

Gestorben

Erstes Quartal

Gottlieb Daimler

Zweites Quartal

Frederic Edwin Church
André Léo in Witwentracht 1863

Drittes Quartal

Grabstätte Umbertos im Pantheon in Rom
Kleiner Nietzsche-Kopf, Radierung von Hans Olde nach der Fotoserie Der kranke Nietzsche, 1899

Viertes Quartal

Grabmal Oscar Wildes auf dem Friedhof Père-Lachaise in Paris

Genaues Todesdatum unbekannt

Commons: 1900 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien