Alex Jennings

Alexander „Alex“ Jennings, CBE (* 10. Mai 1957 in Essex, England) ist ein britischer Schauspieler. Er ist der einzige Schauspieler, der Olivier Awards in den Kategorien Drama, Musical und Comedy gewonnen hat.

Leben

Alex Jennings wurde in Essex als Sohn von Peggy Patricia, geb. Mahoney, und Michael Thomas Jennings geboren. Er besuchte die Abbs Cross Technical High School in Hornchurch und studierte anschließend Englisch und Theaterwissenschaften an der University of Warwick, wo er 1978 seinen Abschluss machte. Außerdem absolvierte er für zwei Jahre eine Schauspielausbildung an der Bristol Old Vic Theatre School.

Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Karriere

Theater

Alex Jennings begann seine Karriere in regionalen Repertoiretheatern, wo er 1985 mehrere Rollen spielte, unter anderem den Maximilien Robespierre in The Scarlet Pimpernel. Während dieser Produktion traf Jennings den Regisseur Nicholas Hytner und hat seitdem oft mit ihm zusammengearbeitet. Für seine Darstellung des Gloumov in Eine Dummheit macht auch der Gescheiteste im Old Vic Theatre gewann er 1988 den Olivier Award in der Kategorie Comedy. Im darauffolgenden Jahr war er in der gleichen Kategorie für seine Darstellung des Dorante in Der Lügner nominiert.

Jennings spielte mehrfach am Royal National Theatre, unter anderem den Leontes in Das Wintermärchen und die Titelrolle in Albert Speer. Seine Engagements an der Royal Shakespeare Company beinhalten die Titelrolle in Peer Gynt (wofür er den Olivier Award als Bester Schauspieler gewonnen hat), die Titelrolle in Richard II., Theseus/Oberon in Ein Sommernachtstraum, Angelo in Maß für Maß und die Titelrolle in Hamlet.

2002 trat er in der Wiederaufnahme von My Fair Lady von Cameron Mackintosh und Trevor Nunn am Theatre Royal, Drury Lane und gewann einen Olivier Award als Bester Schauspieler in einem Musical. Zudem wurde er Associate Artist der Royal Shakespeare Company. Am National Theatre spielte er 2007 Garry Essendine in Noël Cowards Present Laughter, sowie 2011 Michail Bulgakow in Collaborators. 2014 spielte er die Rolle des Willy Wonka in Charlie and the Chocolate Factory the Musical, 2016 nahm er die Rolle des Professor Henry Higgins in der australischen Jubiläumsproduktion von My Fair Lady wieder auf, unter der Regie von Julie Andrews.

Film

Jennings spielte unter anderem an der Seite Helen Mirrens Prince Charles im Film Die Queen von Stephen Frears. Außerdem hatte er Rollen in War Requiem, in Ein Sommernachtstraum in der Filmversion der RSC, in The Wings of the Dove, Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat, Die vier Federn und The Lady in the Van.

Fernsehen

Im Fernsehen trat Jennings unter anderem in Die Schattenmacht –The State Within, Smiley's People, The Franchise Affair, Inspektor Morse, Mordkommission Oxford, Lewis – Der Oxford Krimi, Alfonso Bonzo, Ashenden, Der Club der toten Dichter, Inspector Alleyn, Hard Times, Bad Blood, sowie in Peter Ackroyds London auf.

2007 spielte er Rev Hutton in der BBC-Serie Cranford. Zudem spielte er John Le Mesurier im BBC-Drama Hancock and Joan und trat 2009 in The Habit of Art als Benjamin Britten auf. 2010 spielte er Captain Shipshape in der CBeebies-Serie Grandpa In My Pocket und spielte im Film Dido Elizabeth Belle mit. Danach spielte er Henry Tizard in Castles in the Sky. Von 2011 bis 2014 spielte Jennings Alan Cowdrey QC in dem BBC-One-Drama Silk. Außerdem übernahm er in den ersten beiden Staffeln der Netflix-Serie The Crown die Rolle des Edward, Duke of Windsor, sowie die des Leopold I., König der Belgier in der ITV-Serie Victoria. 2018 spielte er den Lib Dem-MP Peter Bessell in A Very English Scandal, einer Miniserie über die Jeremy-Thorpe-Affäre.

Oper

Alex Jennings debütierte 2008 an der English National Opera in Robert Carsens Produktion von Bernsteins Candide, worin er Voltaire und Dr. Pangloss spielte.

Hörbuch und Erzählungen

Jennings hat die Hörbuchversionen der Bücher Der Ritt nach Narnia, Jenseits des schweigenden Sterns und Perelandra von C.S. Lewis, 20.000 Meilen unter dem Meer von Jules Verne und Attention All Shipping von Charlie Connelly aufgenommen. Das letzte wurde im Juni 2008 als eins der Top 40 Hörbücher aller Zeit gewählt. 2006 nahm er eine Kurzfassung von A Spot of Bother von Mark Haddon auf. Er ist außerdem ein regelmäßiger Erzähler bei BBC Radio 4's Book at Bedtime.

Er war zudem ein Mitglied der Radio Drama Company der BBC.

Auszeichnungen

Jennings hat drei Olivier Awards gewonnen:

2024 wurde er zum Commander des Order of the British Empire ernannt.

Filmografie

Theater

Theater (verfilmt)

Film

Mini-Serien und TV-Filme

Fernsehen

Einzelnachweise

  1. ↑ Alex Jennings 2019: Wife, net worth, tattoos, smoking & body facts. Abgerufen am 23. Juli 2019 (englisch).
  2. ↑ Maddy Costa: Despite awards and fame Alex Jennings is still unsatisfied. In: The Guardian. 19. September 2007, abgerufen am 23. Juli 2019 (englisch).
  3. ↑ 5 days in the life of ... Alex Jennings. In: The Independent. 29. März 1998, abgerufen am 23. Juli 2019 (englisch).
  4. ↑ Alex Jennings is Henry Higgins in 'My Fair Lady'. In: ABC Radio National. 21. August 2016, abgerufen am 23. Juli 2019 (englisch).
  5. 1 2 Mark Shenton: Bold casting choices and versatile actors. In: The Stage. 7. Februar 2014, abgerufen am 23. Juli 2019 (englisch).
  6. ↑ King ‘wants to be involved’ with theatre despite heavy schedule, actor says. 10. Dezember 2024, abgerufen am 23. Februar 2026 (englisch).
Personendaten
NAME Jennings, Alex
ALTERNATIVNAMEN Jennings, Alexander (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG britischer Schauspieler
GEBURTSDATUM 10. Mai 1957
GEBURTSORT Essex, England