Alexander Gertz (geboren 1995 in Dessau) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Buchautor, der seit dem russischen Überfall auf die Ukraine auf ukrainischer Seite als humanitärer Helfer, Sanitäter und Ausbilder tätig ist. Sein Bericht aus dem Alltag des Krieges in der Ukraine erschien 2026 in Buchform.
Gertz stammt aus einer Spätaussiedlerfamilie, sein Vater ist Deutschrusse, seine Mutter Deutschukrainerin. Die Ehe seiner Eltern wurde geschieden. Sein ursprünglicher Berufswunsch war, Diplomat zu werden. Er studierte in Erfurt und Kassel Internationale Beziehungen und Global Political Economy. Er arbeitete für die UNESCO in Paris und für das Woodrow Wilson International Center for Scholars in Washington.
Unmittelbar nach dem Überfall Russlands war er als humanitärer Helfer in der Ukraine. Im Herbst 2023 schloss er sich als Sanitäter der ukrainischen Armee an, konkret der 53. mechanisierten Brigade, und erlebte den Abnutzungskrieg im Donbass hautnah. In der Folge wurde er in ein Ausbildungslager versetzt und bildet seither zahlreiche Soldaten in taktischer Medizin aus.
Anläßlich des Erscheinens seines Buches im Oktober 2026 stand er zahlreichen Medien Rede und Antwort − beispielsweise rbb, Deutschlandfunk Kultur, Bayern 2, dem ZDF Auslandsjournal, der Talkshow Markus Lanz oder dem Tagesspiegel.
Im Oktober 2026 erschien sein Buch Im Schatten der Drohnen. Es erzählt sehr matter-of-fact die ständige Flucht vor den Drohnen, den unübersichtlichen Frontverlauf, dass im nächsten Haus bereits der Feind sitzen und dass den Kopf Rausstecken bereits den Tod bedeuten kann. Gertz beschreibt den täglichen Überlebenskampf, die Versorgung Schwerverwundeter unter extremen Bedingungen und auch das Band der Kameradschaft.
Als Vorbild nennt er den Roman Im Westen nichts Neues von Remarque. Der Ton von Gertz ist ebenso sachlich, ungeschönt und direkt. Die Schrecken des Krieges, auch absurde Momente und menschliches Handeln werden realistisch beschrieben. Die Dramatik ergibt sich durch knappe Satzstruktur, die Verwendung des Präsens in Schlüsselszenen und die inneren Konflikte des Autors. Er bezeichnete das Schreiben auch als Selbsttherapie.
Das Buch erhielt bereits in den ersten Tagen nach seinem Erscheinen lobende Kritiken, sowohl die Stilsicherheit des Autors als auch die enorme Authentizität wurden betont. Der Autor wurde von namhaften Institutionen und Podcasts eingeladen, auch zu einer Lesung im Deutschen Theater in Berlin.
| Personendaten | |
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| NAME | Gertz, Alexander |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politikwissenschaftler und Buchautor |
| GEBURTSDATUM | 1995 |
| GEBURTSORT | Dessau |