Alexander Gramsch

Alexander Gramsch (* 1965) ist ein deutscher Prähistoriker mit einem Schwerpunkt auf Funeralpraktiken am menschlichen Körper sowie der Wissenschaftsgeschichte und Epistemologie der Archäologie.

Werdegang

Alexander Gramsch studierte unter anderem an der Universität Heidelberg und der Freien Universität Berlin und schloss sein Studium mit einem Master an der University of Cambridge bei Ian Hodder ab. Seine Dissertation mit dem Titel Ritual und Kommunikation – Altersklassen und Geschlechterdifferenz im spätbronze- und früheisenzeitlichen Gräberfeld Cottbus Alvensleben-Kaserne (Brandenburg) schloss er 2005 ab und war Teil des Projektes „Herrschaft und Geschlechterdifferenz im 1. Jahrtausend v. Chr. – Spätbronzezeitliche Gesellschaften in der Niederlausitz (Brandenburg) aus Sicht der Genderforschung“. Das Projekt war der Professur für Ur- und Frühgeschichte des Historischen Seminars der Universität Leipzig angegliedert und lief unter der Leitung von Sabine Rieckhoff, die ihn auch promovierte.

Auf die Promotion folgte zunächst eine Lehrtätigkeit an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin an der Fakultät für Grabungstechnik und Restaurierung. Danach arbeitete er als Postdoc im Projekt „Neue Grundlagen für sozialgeschichtliche Forschungen in der Archäologie“ an der Universität Basel mit, das vom Schweizerischen Nationalfonds gefördert wurde. Außerdem fungierte er als Projektmanager am Museum der Westlausitz Kamenz im Projekt „Bronzezeit in der Lausitz“. Ebenso arbeitete er von 2008 bis 2010 an der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz in der Direktion der Landesarchäologie der Außenstelle Speyer. Hierauf folgte seine Tätigkeit als Leiter des Museums in Herxheim, welche er von 2011 bis 2018 ausübte. In den Jahren 2010 bis 2014 war Gramsch zudem als Editor des The European Archaeologist tätig, des Newsletters der „European Association of Archaeologists“.

Ab 2014 war Gramsch zunächst als Redakteur der Germania an der Römisch-Germanischen Kommission angestellt. Seit 2018 ist er Leiter der dortigen Redaktionsabteilung. Darüber hinaus gehört Gramsch zu den Projektverantwortlichen des Forschungsclusters „Körper und Tod“ des Deutschen Archäologischen Instituts und ist Mitglied im Beirat des „Forums Kritische Archäologie“. Zudem gehört er zum Herausgebergremium der Ethnographisch-Archäologischen Zeitschrift.

Schriften

Einzelnachweise

  1. ↑ Deutsches Archäologisches Institut: Deutsches Archäologisches Institut – Dr. Alexander Gramsch. Abgerufen am 4. November 2024.
  2. ↑ Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Alexander Gramsch. Abgerufen am 4. November 2024.
  3. ↑ Schweizerischer Nationalsfonds: Datenportal – Alexander Gramsch. Abgerufen am 4. November 2024.
  4. ↑ Alexander Gramsch: Curriculum Vitae. Abgerufen am 4. November 2024.
  5. ↑ European Association of Archaeologist. Abgerufen am 4. November 2024.
  6. ↑ Deutsches Archäologisches Institut: Dr. Alexander Gramsch. Abgerufen am 4. November 2024.
  7. ↑ Deutsches Archäologisches Institut: Cluster 3: Körper und Tod. Abgerufen am 4. November 2024.
  8. ↑ Forum Kritische Archäologie. Abgerufen am 4. November 2024.
  9. ↑ Redaktion der Ethnographisch-Archäologischen Zeitschrift, abgerufen am 4. November 2024.