
Alexander Serenio, auch Alessandro Serena, Alessandro de Seregno (* in Arogno im Bezirk Lugano der Schweiz.; † am 17. Jänner 1688 in Graz, Dominikanerfriedhof begraben), war ein schweizerisch-österreichischer Bildhauer und Stuckateur.
Der ‚kunstreiche‘ Junggeselle Alexander Serenio, seiner Kunst ein Stuckator, von Lugano im Schweizer Land gebürtig, die Eltern waren Michael und Angela Sereni, heiratete in Graz am 21. Jänner 1659 Maria Salome, Tochter des Franciscus Khanavall (Canevale) und Maria, vor dem Eisentor. Trauzeugen waren 3 Steinhauer, einer Johann Baptist Solar.


Die heutige Burg Červený Kameň (dt. Bibersburg) wurde nach einem Brand im Jahre 1646 neu erbaut. Auftraggeber war der Palatin von Ungarn Paul (IV.) Pálffy von Erdőd, für Filiberto Lucchese als Architekt; Carpoforo Tencalla als Maler und Alessandro Serena aus Arogno als Stuckateur.
Die Beweinungskapelle von 1660 hat ein Kreuzgewölbe und ist mit Stuckaturen im Ohrmuschelstil ergänzt.
Die Stuckdekorationen von 1664/65 in den Sakristeien der Basilika Mariazell stammen von Alexander Serenio, der wahrscheinlich schon an den Caminschen Dekorationen (in Langhaus, Kapellen, Emporen) mitgearbeitet hat. Weitere Stuckateure waren Giovanni Rocco Bertoletti und Domenico Boscho.
In einigen Räumlichkeiten, wie dem Rittersaal von Schloss Limberg (Steiermark) sind Stuckaturen aus 1666 von Alessandro Serenio erhalten.
Reichsfürst Johann Seyfried von Eggenberg beauftragte die fürstlichen Hofkünstler, den Maler Hans Adam Weissenkircher, den Stuckateur Alessandro Serenio, u. a. die 24 Prunkräume in seinem Schloss auszustatten, sie arbeiteten von 1666 bis 1683.
Der Landeshauptmann der Steiermark Graf Siegmund Friedrich von Trauttmansdorff ließ sein Schloss Trautenfels neu ausstatten. Die Fresken schuf um 1670 Carpoforo Tencalla, die Stuckarbeiten Alessandro Sereni.
Um 1670 ließ Cäcilia Renata Gräfin von Trauttmansdorff in ihrer Burg Rabenstein zwei Festsäle errichten, den großen Rittersaal mit Stuck von Alessandro Serenio.

In der Pfarrkirche Maria im Elend im Grazer Stadtbezirk Straßgang erbaute 1674 Maurermeister Johann Baptist Pozzo an das Langhaus Seitenkapellen- und eine Sakristei, Säulenarkaden mit reichem Stuck, urkundlich Alessandro Serenio 1674 und 1679.
Aus stilistischen Gründen wird die üppige Stuckarbeit im Schloss Maribor Alessandro Serenio zugeschrieben.
Ein vollständiger Neubau der Burg in Gnas unter Georg von Mersperg war 1676 abgeschlossen. Der Hauptsaal wurde mit einem Spiegelgewölbe und Stuckaturen von Alessandro Serenio ausgestattet.
Alexander Serenio († 1688) arbeitete von 1685 bis 1688 in der oberen Kuppelzone des Mausoleums Ehrenhausen. Danach setzte sein Sohn Joseph Antonio Serenio die Arbeiten in der unteren Kuppelzone fort. Es ist möglich, dass er nach einem Riss des jungen Fischer von Erlach arbeitete.
Im Schloss Ottersbach in Großklein wurde 1680 ein Saal mit einer Stuckdecke aus der Werkstätte des Alessandro Sereni versehen.



Die Kirche Hl. Katharina in Stainz war bis 1785 Stiftskirche, ist heute Teil von Schloss Stainz. Die vorgelegten wandartigen Pfeiler und Stuckdekorationen stammen von Alexander Serenio und seiner Werkstätte um 1680.
Am Portal thront zuoberst eine Marienstatue, errichtet von Antonio Solari und Alexander Serenio, weiters eine Stuckdecke um 1682.
Die Repräsentationsräume sind mit Stuckdecken aus der Werkstatt des Alessandro Serenio geschmückt.
Graf Ferdinand Zehetner ließ Schloss Frauental mit Kapelle St. Joseph in Deutschlandsberg errichten. Von 1685 stammen die Stuckaturen der Werkstätte des Alexander Serenio.
Reichsfürst Johann von Eggenberg ließ die Vierzehn-Nothelfer-Kirche erbauen, Fertigstellung war um 1684. Die Stuckaturen werden Alessandro Sereni und seiner Werkstätte zugeschrieben.
Im Stift Rein in Gratwein-Straßengel gestaltete Serenio reiche, auch figürliche Stuckaturen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Serenio, Alexander |
| ALTERNATIVNAMEN | Serena, Alessandro; Seregno, Alessandro de |
| KURZBESCHREIBUNG | schweizerisch-österreichischer Bildhauer und Stuckateur |
| GEBURTSDATUM | um 1620 |
| GEBURTSORT | Arogno, Bezirk Lugano, Schweiz |
| STERBEDATUM | begraben 17. Januar 1688 |
| STERBEORT | Graz |