Arogno

Arogno
Wappen von Arogno
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Ceresio
BFS-Nr.: 5144i1f3f4
Postleitzahl: 6822
Koordinaten: 719805 / 91004Koordinaten: 45° 57′ 36″ N, 8° 59′ 2″ O; CH1903: 719805 / 91004
Höhe: 606 m ü. M.
Höhenbereich: 277–1392 m ü. M.
Fläche: 8,49 km²
Einwohner: 931 (1. Januar 2026)
Einwohnerdichte: 110 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
12,6 %
(1. Januar 2026)
Gemeindepräsident: Emanuele Stauffer (Arogno 2021)
Website: www.arogno.ch
Arogno
Arogno
Lage der Gemeinde
Karte von ArognoLago MaggioreLago DelioLago di PianoLago di OriglioLago di MuzzanoLuganerseeComer SeeItalienItalienItalienKanton GraubündenBezirk BellinzonaBezirk LocarnoBezirk MendrisioAgno TIBioggioCademarioMuzzano TIVernate TIAlto MalcantoneArannoLema TICapriascaCapriascaOriglioPonte CapriascaPonte CapriascaKommunanz Capriasca/LuganoCollina d’OroGranciaMelide TIMorcoteParadiso TIVico MorcoteArognoBissoneBrusino ArsizioVal MaraLuganoCaslanoCurio TICurio TIMagliasoNeggioTresa TIPura TIBediglioraBedanoGravesanoManno TIMezzovico-ViraMezzovico-ViraMonteceneriTorricella-TaverneCadempinoCanobbioComano TICuregliaLamoneMassagnoPorzaSavosaSorengoVezia
Karte von Arogno
{w

Arogno ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Tessin. Zu gehört zum Kreis Ceresio beziehungsweise zum Bezirk Lugano.

Geographie

Der Ort liegt am Fusse des Berges Sighignola, dessen Bergspitze auf italienischem Gebiet liegt. Der Ortsteil Pugerna gehört zur Gemeinde Arogno und grenzt an Caprino, einen Ortsteil der Gemeinde Lugano. Unterhalb der Gemeinde grenzt Arogno an die italienische Gemeinde und Exklave Campione d’Italia am Ufer des Luganersees. Weitere Nachbargemeinden sind Bissone und Val Mara in der Schweiz sowie Alta Valle Intelvi in Italien.

Geschichte

Aufgrund seiner strategischen Lage an der Transitachse zwischen der Gerichtsherrschaft Seprio und der Isola Comacina wurde Arogno während der langobardischen Epoche zu einer bedeutenden befestigten Garnison ausgebaut. 859 wird hier das Mailänder Kloster Sant’Ambrogio als Besitzer von Gütern erwähnt.

Ende 1797 erhob sich zwischen Arogno und der italienischen Enklave Campione ein Streit um die Gebietsgrenzen und endigte erst am 5. Oktober 1861 nach langen Unterhandlungen zwischen den schweizerischen, lombardischen und italienischen Behörden durch gütliche Übereinkunft. Am 24. Februar 1798 trat Arogno der damals verkündeten Republik der Pieve di Riva San Vitale bei. Die Pfarrkirche von Santo Stefano (ursprünglich San Nicolao, 810 erwähnt) löste sich am 5. März 1581 von Riva San Vitale ab und bildete eine unabhängige Kirchgemeinde.

Arogno bildet zusammen mit dem benachbarten Bissone eine eigenständige Bürgergemeinde.

Bevölkerung

Arogno: Einwohnerzahlen von 1600 bis 2024
Jahr  Einwohner
1600
  
380
1683
  
540
1719
  
553
1769
  
536
1799
  
547
1808
  
572
1824
  
650
1836
  
736
1850
  
756
1860
  
715
1870
  
731
1880
  
792
1888
  
835
1900
  
1.075
1910
  
1.009
1920
  
964
1930
  
834
1941
  
796
1950
  
820
1960
  
852
1970
  
838
1980
  
760
1990
  
809
1991
  
821
1992
  
824
1993
  
821
1994
  
828
1995
  
836
1996
  
851
1997
  
891
1998
  
902
1999
  
938
2000
  
954
2001
  
981
2002
  
982
2003
  
967
2004
  
957
2005
  
970
2006
  
973
2007
  
985
2008
  
989
2009
  
994
2010
  
981
2011
  
954
2012
  
948
2013
  
960
2014
  
1.010
2015
  
1.004
2016
  
1.004
2017
  
1.011
2018
  
982
2019
  
992
2020
  
986
2021
  
968
2022
  
955
2023
  
955
2024
  
938
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024

Sehenswürdigkeiten

Historisches Bild von Leo Wehrli von 1933

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.

Bilder

Sport und Vereine

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Arogno – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

  1. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
  4. ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
  5. ↑ Antonio Gili: Arogno. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 9. August 2023.
  6. ↑ Arogno auf biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz (abgerufen am 28. Mai 2017).
  7. ↑ Patriziato di Arogno-Bissone auf ti.ch/di/sel/patriziati
  8. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 6. Mai 2026.
  9. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 6. Mai 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  10. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991-2024. Bundesamt für Statistik BFS, Neuchâtel, 27. August 2025, abgerufen am 6. Mai 2026.
  11. ↑ Arogno. In: ISOS - Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung. Bundesamt für Kultur BAK, 2005, abgerufen am 9. Februar 2025 (italienisch).
  12. 1 2 3 4 5 6 Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 364–366.
  13. ↑ Festungen Arogno-Sighignola (mit Fotos) auf forti.ch
  14. ↑ La Cappella di Ca’ Nova (Film) (italienisch) auf youtube.com
  15. ↑ Associazione Sportiva Arogno (italienisch) auf asarogno.blogspot.ch
  16. ↑ Sezione Scout San Michele Arogno auf portal.dnb.de (abgerufen am: 22. Juni 2016.)