Alexander Zeldin (* 1985) ist ein britischer Dramatiker und Theaterregisseur.
Zeldin wuchs in Oxford als Sohn eines russisch-jüdischen Vaters und einer australischen Mutter auf. Bevor er sich in Großbritannien etablierte, arbeitete er unter anderem in Russland, Südkorea, im Nahen Osten und beim Theaterfestival in Neapel. Von 2011 bis 2014 lehrte er an der East 15 Acting School der University of Essex und war Regieassistent von Peter Brook und Marie-Hélène Estienne.
Sein Stück Beyond Caring über Leiharbeiter in der Nachtschicht einer Fleischfabrik kam 2014 am Yard Theatre in London heraus und wurde anschließend am National Theatre gezeigt. 2015 wurde er Associate Director am Birmingham Repertory Theatre, 2017 Artist in Residence und später Associate Director am National Theatre, wo Love (2016) und Faith, Hope and Charity (2019) entstanden. Die drei Stücke zeigte er 2021 bei den Wiener Festwochen gemeinsam als Trilogie The Inequalities. Seit 2020 ist er Associate Artist am Odéon-Théâtre de l’Europe in Paris, wo 2022 mit Une mort dans la famille seine erste französischsprachige Arbeit herauskam. 2019 gründete er die A Zeldin Company, 2022 in Frankreich die Compagnie A Zeldin.
The Confessions (2023), nach den Erinnerungen seiner Mutter an ihr frühes Leben in Australien, wurde in Wien, Paris und London gezeigt. The Other Place (2024), eine Neudeutung der Antigone des Sophokles, hatte am National Theatre Premiere.
An der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz ist seit 2022 eine deutschsprachige Fassung von Beyond Caring im Repertoire; 2024 war Zeldin Artist in Focus des dortigen Festivals FIND. Im Oktober 2026 brachte er dort Antigone. Der Abschied (Übersetzung: Gerhild Steinbuch) mit Jörg Hartmann und Julia Windischbauer heraus; die Süddeutsche Zeitung bezeichnete ihn aus diesem Anlass als „eine wichtige Stimme des europäischen Theaters“.
| Personendaten | |
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| NAME | Zeldin, Alexander |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Dramatiker und Theaterregisseur |
| GEBURTSDATUM | 1985 |