
Alexandre Vialatte (* 22. April 1901 in Magnac-Laval; † 3. Mai 1971 in Paris) war ein französischer Schriftsteller, Journalist und Übersetzer.
Alexandre Vialatte wuchs ab 1915 in Ambert im Regionalen Naturpark Livradois-Forez auf, wo er ab 1923 eine lebenslange Freundschaft mit Henri Pourrat pflegte. Er studierte Deutsch in Clermont-Ferrand und verbrachte die Jahre 1922–1928 in Deutschland (vornehmlich in Speyer und Mainz). Dank Jean Paulhan leitete er (zusammen mit Bernard Zimmer) die Revue rhénane. 1928 ging er nach Firminy und lebte als Journalist, Romancier und Übersetzer. Von 1937 bis 1939 unterrichtete er in Kairo, von 1945 bis 1947 war er wieder in Deutschland, dann als Journalist in Paris.
Der Journalist Vialatte war vor allem bekannt für seine zahllosen Glossen (allein 900 für die Regionalzeitung La Montagne), die nach seinem Tod in 25 Bänden gesammelt herausgegeben wurden. Der Erzähler Vialatte veröffentlichte von 1928 bis 1951 nur vier Prosabände. Postum erschienen 15 weitere. In Deutschland war er vor allem als Übersetzer bekannt, speziell von Kafka, dessen Werk er zeitnah ins Französische übertrug, daneben aber auch zahlreiche weitere Autoren. Vialattes umfangreiche Korrespondenz (vor allem mit Henri Pourrat) wurde in 13 Bänden herausgegeben. 1974 kam es in Clermont-Ferrand zur Gründung der Association des Amis d'Alexandre Vialatte (Verein der Freunde Vialattes) mit Herausgabe der Cahiers Alexandre Vialatte. Auf dem Bahnhofsplatz von Ambert steht seine Büste als Denkmal (von Philippe Kaeppelin, 1918–2011). In Paris und in zahlreichen anderen Orten sind Straßen nach ihm benannt. Ein Literaturpreis trägt seinen Namen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Vialatte, Alexandre |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 22. April 1901 |
| GEBURTSORT | Magnac-Laval |
| STERBEDATUM | 3. Mai 1971 |
| STERBEORT | Paris |