Hans Carossa

Hans Carossa (1912)

Hans Carossa (* 15. Dezember 1878 in Tölz; † 12. September 1956 in Rittsteig bei Passau) war ein deutscher Schriftsteller (Lyrik und Erzählungen) und Arzt. Seine Arztpraxis gab er schließlich auf, um sich ganz seiner literarischen Betätigung widmen zu können.

Leben

Herkunft und Ausbildung

Gedenktafel am Haus Marktplatz 36 in Pilsting

Hans Carossas Vater, Karl Carossa, war Arzt und auf die Behandlung von Lungenkrankheiten spezialisiert. Hans Carossa besuchte ab 1888 das Humanistische Gymnasium in Landshut und bestand dort 1897 sein Abitur.

Sein Medizinstudium begann er in München, wo er u. a. die Vorlesungen von Siegfried Mollier und Johannes Rückert besuchte. Nach dem Wechsel nach Würzburg und nach Leipzig konnte er 1903 mit einer Arbeit über Dauerfolge der Zweifel’schen Methode bei veralteten Dammrissen dritten Grades zum Doktor der Medizin abschließen.

Arzt und Schriftsteller

1904 übernahm er die Praxis seines Vaters in Passau. In jenen Jahren war er mit der Mäzenatin Auguste Unertl in Waldkirchen, dem späteren Schriftsteller Jules Siber und der späteren Schriftstellerin Emerenz Meier befreundet.

1906 schickte Carossa selbst verfertigte Gedichte an Richard Dehmel und kam über ihn in Kontakt mit Hugo von Hofmannsthal. Dieser vermittelte ihn weiter an den Insel-Verlag, bei dem von da an alle Werke Carossas erschienen. Die Optik des Arztes ist aus dem Werk Carossas nicht wegzudenken, wie auch in Der Arzt Gion (1931) und Tagebuch eines jungen Arztes (1955).

Im Ersten Weltkrieg war Carossa 1916 bis 1918 als Bataillonsarzt im bayerischen Reserveinfanterieregiment 19 an der rumänischen Front und der Westfront im Einsatz. Im Dezember 1916 musste er Pater Rupert Mayer das linke Bein amputieren. In Rumänien entstand auch das tagebuchartige Werk Rumänisches Tagebuch, das 1924 im Druck erschien und in den Auflagen ab 1934 bis zum Ende der NS-Diktatur den Obertitel „Tagebuch im Kriege“ trug.

Zeit des Nationalsozialismus

Nach der NS-Machtübernahme 1933 wählte Carossa die innere Emigration und lehnte seine Berufung in die Deutsche Akademie der Dichtung ab. Seine Einstellung machte er auch durch seinen Vortrag „Wirkungen Goethes in der Gegenwart“ deutlich, gehalten im Juni 1938 bei der Versammlung der Goethe-Gesellschaft in Weimar vor dem Hintergrund des am 12. März erfolgten Anschlusses Österreichs und der sich zuspitzenden Sudetenkrise. In dieser noch im selben Jahr im Druck erschienenen Rede prangerte er öffentlich in aller Deutlichkeit die Unmenschlichkeit und Gewalttätigkeit des NS-Regimes an und bezog zu einer Eroberungspolitik mit dem Ziel der Weltreichsgewinnung kritisch Stellung: „Die überirdische Stimme (Goethes), die uns zu Liebe, zur Schonung und Duldung, zum Verzicht auf Gewalt, zur Entsagung beruft, diese Erlöserstimme ist für jeden immer hörbar“. Besonders an die Jugend gewandt, schloss er seine Rede mit dem Satz: „Bekennen wir uns, Gehende wie Kommende, zum Orden derer, denen alle Länder und Meere der Welt nicht genügen würden, wenn das Reich des Geistes und des Herzens unerobert bliebe.“

Er nahm aber 1938 den Goethepreis der Stadt Frankfurt sowie 1941 beim Europäischen Dichtertreffen die Ernennung zum Präsidenten der nationalsozialistischen „Europäischen Schriftsteller-Vereinigung“ an. „Im nächsten Jahr blieb er der peinlichen Veranstaltung fern.“ Carossas durch Briefe, Tagebucheinträge und Unterstützung vom NS-Regime Verfolgter belegte Distanz zur NS-Diktatur steht demnach paradoxerweise das Faktum gegenüber, dass er vom NS-Regime mit dem Ziel, den Anschein eines normal funktionierenden „bürgerlichen“ Kulturbetriebes aufrechtzuerhalten, für seine Zwecke instrumentalisiert wurde, dass er zu den meistgeförderten Schriftstellern Deutschlands gehörte und 1944, in der Endphase des Zweiten Weltkriegs, von Hitler in die Sonderliste der Gottbegnadetenliste mit den sechs wichtigsten deutschen Schriftstellern aufgenommen wurde, obwohl sein Werk keineswegs von nationalsozialistischem Gedankengut geprägt ist.

Erfolg und Ehrungen im neutralen und auch im befreundeten (faschistischen) Ausland (Premio San Remo 1939) und der finanzielle Aufstieg – Vervierfachung seiner Einnahmen im Jahr 1941 – trafen einen innerlich distanzierten Carossa, der seine Stellung auch einzusetzen wusste. So nutzte er 1941 mit Erfolg seine Kontakte zum Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels, um Alfred Momberts Entlassung aus dem Konzentrationslager Gurs und die Genehmigung seiner Ausreise ins Schweizer Exil zu erwirken. Auch für die Freilassung von Peter Suhrkamp setzte er sich erfolgreich ein. Kurz vor der Kapitulation 1945 plädierte er in einem Brief an den Oberbürgermeister von Passau, die Stadt kampflos zu übergeben, und wurde dafür in Abwesenheit zum Tode verurteilt; das schnelle Anrücken der US-Armee rettete ihn.

Nachkriegszeit

Nach Kriegsende konnte Carossa in Westdeutschland nach kurzer Unterbrechung beinahe nahtlos an seine früheren schriftstellerischen Erfolge anknüpfen und wurde erneut zu einem der meistgelesenen deutschen Schriftsteller. Dort erreichte seine Popularität erneut die der 1920er und 1930er Jahre, wie zahlreiche Ehrungen und Festbeiträge zum siebzigsten Geburtstag zeigten. In der DDR dagegen war Carossa verfemt und durfte nicht gedruckt werden.

Trotz seines sich seit Anfang der 1950er Jahre zunehmend verschlechternden Gesundheitszustands arbeitete Carossa bis zuletzt als Schriftsteller (Gesamtausgabe 1949; Ungleiche Welten 1951; Tag des jungen Arztes 1955; Gedichte). Er empfing Besucher, darunter Martin und Paula Buber und Ernst Beutler, und unternahm noch Reisen in die Schweiz (1952) und nach Italien (1951 und 1952).

Ehen und Kinder

Am 11. Juli 1907 heiratete Carossa Valerie Endlicher, mit der er bereits einen Sohn hatte: Hans Wilhelm Carossa (* 20. Oktober 1906; † 9. Juli 1968). In seinem ersten Prosastück Die Schicksale Doktor Bürgers von 1913 setzte er seiner Frau mit der Figur der Hanna Cornet ein literarisches Denkmal. Sie starb nach längerer Krankheit am 4. Juli 1941.

Aus der seit 1926 bestehenden Beziehung zu Hedwig Kerber ging eine Tochter hervor: Eva Kampmann-Carossa (* 12. August 1930; † 27. März 2021). Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Carossa Hedwig Kerber. Die Eheschließung erfolgte am 7. Juli 1942.

Tod

Am 12. September 1956 starb Carossa, ein gutes halbes Jahr nach dem Tod seiner am 22. Februar desselben Jahres verstorbenen Frau Hedwig. Die Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof in Passau/Heining. Die Tochter Eva Kampmann-Carossa gab postum seine Briefe und Tagebücher heraus und hütete seinen Nachlass.

Rezeption

Lyrik

Carossa ist als ein Vertreter der Neuromantischen Lyrik anzusehen, welche sich besonders durch reiche Stimmungsbilder auszeichnete. Er orientierte sich in seinem Frühwerk stilistisch und thematisch an Goethes Naturgedichten. Im Gegensatz zu der älteren Generation um die Jahrhundertwende zeichnen sich seine Gedichte durch eine melancholische Stimmung des Abschieds aus, vergleichbar den zeitgenössischen Dichtern in Österreich. Zudem weist sein „Ton der Ergriffenheit“ Ähnlichkeiten mit den Dichtern des deutschen Symbolismus auf.

Carossas Bestehen auf der Einheit der dichterischer Gestaltung mit einer seelenvollen Wirklichkeit im Sinne Goethes brachten ihm den Vorwurf der Idylle ein. Gegen seine Gedichte wurde aufgrund seiner Poetik der Vorwurf der Wirkungslosigkeit oder mangelnde Widerstandskraft erhoben. Auf die Kritik von Jean Améry, welcher Carossa einen „geschickt schreibende[n] Mittelständler“ nannte, antwortete der Literaturwissenschaftler Hartmut Laufhütte: „Wer einem so beunruhigenden Künstlertum durch die Jahre hin zugetan war, kann unmöglich nur auf Harmonie, Idylle und verwandte Klischees festgelegt“ werden. Sein Kollege Walter Hinck machte ebenfalls geltend, dass gegen den Vorwurf der heilen Welt die „genauere Bedeutung der angstbannenden ‚heilenden Welt‘“ angebracht sei. Carossa selbst stand allerdings als Arzt und Kriegsteilnehmer im Ersten Weltkrieg der Erfahrung existentiellen Leidens nicht so fern, wie man angesichts der relativen Abgeschiedenheit seines Schriftsstellerdaseins vermuten könnte.

Gedichte wie Unzugänglich schien der Gipfel (1916), Der alte Brunnen (1913–1920), das Lied Heimweg oder Via Appia, darin Dringlichkeit und Form ineinander sich fügen, transportieren seine poetologische Überlegung der Regeneration und die mit seinem gelernten Beruf des Arztes geteilte Ambition der Milderung von Schmerzen vorbildlich. Die Gedichte sind zumeist von Heiterkeit geprägt und trotz ihres melancholischen Tones fern von seelischer Düsternis.

Kontroverse um die Rolle als Künstler in der Zeit der inneren Emigration

Das künstlerische Wirken von Hans Carossa fällt in eine Zeit, welche durch beide Weltkriege und die Zeit des Nationalsozialismus, geprägt worden ist. Carossas Haltung wurde dadurch charakterisiert, das als schicksalhaft und unvermeidlich anzusehen, was tatsächlich Ergebnis politischer Entscheidungen und Handelns benennbarer Akteure ist. Anders als in der kritischen Kriegslyrik der Expressionisten oder der Exillyrik Brechts antwortet Carossas Spätlyrik nicht mit Kritik oder dem Aufruf zu politischem Handeln und im Unterschied zur Absoluten Lyrik Gottfried Benns auch nicht mit einer Strategie der Immunisierung durch Distanzierung, sondern mit Angeboten des Trostes, die auf einem Perspektivenwechsel beruhen. Statt auf das individuelle und kollektive Leiden wird der Blick – die Bedeutung des sterblichen Ich relativierend – auf die Unverletzlichkeit und Schönheit der ewigen Naturordnung göttlichen Ursprungs gerichtet.

Carossa, der 1938 den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt erhielt und als Vertreter der inneren Emigration gilt, dichtete beispielsweise 1943 in seinem Gedicht Gestreift vom Todeswind: Und unsre Tische festlich schmücken / Auch wenn wir untergehn / An gelbem Blatt glänzt eine Traube In jugendschöner Hand / der Herbst ließ dem entfärbten Laube / noch einen grünen Rand. Das Gedicht greift wie die früheren Gedichte den goetheschen Ansatz der Regeneration auf und fügt dem, an damals populäres Gedankengut Friedrich Nietzsches und Martin Heideggers anknüpfend, den Gedanken einer Intensivierung des Bewusstseins von der Kostbarkeit des Lebens und des Jetzt, der Schönheit des noch so flüchtigen Augenblicks, durch die allgegenwärtige Todesgefahr hinzu. Aus der Kombination dieser Motive sollen Gelassenheit in der Gefahr und Trost im Leiden an Schmerz, Verlust und Sterblichkeit gewonnen werden.

Im Gegensatz zu vielen Mitläufern und Angepassten, die sich in Schweigen hüllten, verarbeitete Carossa die NS-Zeit und seine eigene Rolle durchaus selbstkritisch in verschiedenen Gedichten und seinem Buch Ungleiche Welten von 1951. Wie andere Schriftsteller und Künstler, die sich nicht zur Emigration hatten entschließen können, wurde jedoch auch er dennoch später mit äußerst scharfer Kritik konfrontiert; Ungleiche Welten verschleiere und beschönige, stelle den Dichter als unpolitisch dar und die Nationalsozialisten als Schicksalsmacht, gegen die kein Widerstand möglich gewesen sei. Positiv über das Buch urteilt hingegen der Literaturwissenschaftler Rüdiger Görner: „Erinnerung bedeutete für Carossa Zeugnis ablegen, sich zur Rechenschaft ziehen, ohne deswegen die poetische Sprache aufzugeben. In ‚Ungleiche Welten‘, seinem Lebensbericht aus dem Jahr 1951, ist ihm das wie kaum einem in seiner Zeit Verstrickten gelungen. Gäbe es nur dieses eine Buch von Carossa, es genügte, um ihm auf immer einen Logenplatz in der deutschsprachigen Literatur zu sichern.“ Bereits Thomas Mann hatte nach der Lektüre des Buches sein Verdammungsurteil über Carossa revidiert: Ungleiche Welten sei ein „Buch, dessen noble Menschlichkeit in seiner Sprache reinsten Ausdruck findet“. Auch Alfred Andersch äußerte sich in einer Radiobesprechung überaus positiv: „Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Hans Carossa uns die ruhigste, klarste und gerade deshalb schonungsloseste Analyse des Nationalsozialismus liefern würde.“ Letztlich hängt die Bewertung von Carossas Verhalten unter der Diktatur von der Frage ab, ob und wie Carossa sich seiner Vereinnahmung durch das NS-Regime hätte entziehen können, ohne den Kontakt zu seiner Leserschaft sowie sämtliche Einwirkungsmöglichkeiten einzubüßen oder sich gar persönlich in höchste Gefahr zu begeben.

Auszeichnungen und Ehrungen

Grabmal Carossas und seiner Familienangehörigen
Gedenktafel für Hans Carossa in München

Eine Ehrung besonderer Art war ein Besuch des Bundespräsidenten Theodor Heuss im August 1954. Nach kurzen Aufenthalten in Vilshofen und Aldersbach fuhr die Wagenkolonne des Bundespräsidenten gegen 18 Uhr in Rittsteig (damals eine kleine Gemeinde in der Nähe von Passau, heute eingemeindet) vor. Das Gespräch Carossas mit dem Bundespräsidenten, der sich in Begleitung von Ministerialdirigent Boss befand, dauerte eine gute Stunde. Hauptthema des literarischen Gedankenaustausches war die Herausgabe der Gedichte von Hans Carossa durch Theodor Heuss, die in der Zeitschrift Die Hilfe erfolgt war.

Hans Carossa ist der Namensgeber seiner ehemaligen Schule, des Hans-Carossa-Gymnasiums Landshut, der Hans-Carossa-Grund- und Mittelschule Pilsting (Niederbayern), der Hans-Carossa-Grundschule Passau-Heining – in deren Nähe sich sein letzter Wohnsitz wie auch sein Grab befinden –, der Hans-Carossa-Klinik in Stühlingen.

Zahlreiche Kommunen widmeten Straßen nach seinem Namen, so z. B. Altötting, Burghausen, Fürstenzell, Gauting, Heining, Hofkirchen, Karlsfeld, Leiblfing, Mainburg, Massing, München, Münster, Rohrdorf, Unterschleißheim, Stephansposching, Straubing, Wallersdorf, Weil am Rhein (alle in Deutschland) und Schärding in Österreich.

Sein Name steht auf dem Ehrenmal der Stadt Passau auf dem Innstadtfriedhof.

Werke (Auswahl)

Handschrift Rauhes Land
Postum erschienen

Vertonungen

Literatur

Monografien

Biografien und Gesamtdarstellungen

  • Otto Ernst Hesse: Hans Carossa: ein Bekenntnis. Wunderlich, Tübingen 1929.
  • Grete Schaeder: Hans Carossa, der heilkundige Dichter. Seifert, Hameln 1947.
  • Alexandra Carola Grisson: Bekenntnis zu Hans Carossa. Reclam, Stuttgart 1948.
  • Carol Petersen: Hans Carossa (= Kristall-Bücher. 7). B. Schutz, Hannover 1950.
  • Hanns Arens: Begegnungen mit Hans Carossa. Passau o. J. [1966].
  • Hans Carossa 1878–1956. Mit einem Vorwort von Benno Reifenberg. Katalog zur Ausstellung vom 17. Dezember 1968 bis 28. Februar 1969 in der Bayerischen Staatsbibliothek München. München 1968.
  • Willi Vogt: Hans Carossa in unserer Zeit. Zum 100. Geburtstag des Dichters. Rotapfel-Verlag, Zürich 1978, ISBN 3-85867-091-X.
  • Eva Kampmann-Carossa (Hrsg.): Hans Carossa, Leben und Werk im Bild (= Insel-Taschenbuch. 348). Insel, Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-458-32048-2.
  • Volker Michels (Hrsg.): Über Hans Carossa. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1979, ISBN 3-518-36997-0.
  • Henning Falkenstein: Hans Carossa (= Köpfe des XX. Jahrhunderts. 98). Colloquium-Verlag, Berlin 1983, ISBN 3-7678-0596-0.
  • Otto Betz (Religionspädagoge): Hans Carossa. Eine Annäherung. Stutz, Passau 2010, ISBN 978-3-88849-210-5.
  • Patricia I. M. Hauer: Hans Carossa. Sein Werdegang als Arzt und Literat. Dissertation, Regensburg 2015 (PDF hier verfügbar).

Zum Werk

  • Fritz Klatt: Hans Carossa – Seine geistige Haltung und sein Glaubensgut. Bartholdi’sche Buchhandlung, Hermann Rhein, Wismar 1937.
  • Maria Pospischil Alter: The Concept of Physician in the Writings of Hans Carossa and Arthur Schnitzler (= Europäische Hochschulschriften. Reihe 1, Deutsche Sprache und Literatur. 41). Lang, Frankfurt am Main u. a. 1971, ISBN 3-261-01325-7.
  • Gisela Wünsche Hale: Carossas Weg zur Schulderlösung (= Europäische Hochschulschriften. Reihe 1, Deutsche Sprache und Literatur. 93). Lang, Frankfurt am Main u. a. 1974
  • August Langen: Hans Carossa. Weltbild und Stil. 2. verm. Aufl. E. Schmidt, Berlin 1979, ISBN 3-503-012-03-6.
  • Erich Unglaub: „Ahnenlehre“ in kritischer Absicht. Hans Carossas autobiographisches Erzählen unter den Bedingungen des Dritten Reichs (= Europäische Hochschulschriften. Reihe 1, Deutsche Sprache und Literatur. 876). Lang, Frankfurt am Main u. a. 1985, ISBN 3-8204-8741-7.
  • Christiane Deussen: Erinnerung als Rechtfertigung. Autobiographien nach 1945: Gottfried Benn – Hans Carossa – Arnolt Bronnen (= Stauffenburg-Colloquium. 6). Stauffenburg, Tübingen 1987, ISBN 3-923721-36-6.
  • Hartmut Laufhütte (Hrsg.): Hans Carossa. Dreizehn Versuche zu seinem Werk. Niemeyer, Tübingen 1991, ISBN 3-484-10671-9.
  • Christine Greiner: Zwischen den Zeilen. Hans Carossas Schaffen während des Dritten Reiches. Dissertation, Passau 1999.
  • Marion Stojetz: „Aus tiefem Abend glänzt ein heller Stern.“ Welt- und Natursicht in der Lyrik Hans Carossas (= Studium litterarum. 9). Weidler, Berlin 2005, ISBN 3-89693-412-0.
  • Alois Winklhofer: Hans Carossa, der Dichter einer Landschaft. Eine nachbarliche Betrachtung. Pongratz, Hauzenberg 2008, ISBN 978-3-931883-63-8.
  • Giorgia Sogos: La figura del medico nella narrativa di Hans Carossa. Die Figur des Arztes bei Hans Carossa. Free Pen Verlag, Bonn 2018, ISBN 978-3-945177-60-0 (italienisch; mit kurzen einführenden Absätzen auf Deutsch).

Beiträge

  • Michael Weithmann: Dr. med. Hans Carossa diagnostiziert David Herbert Lawrence. In: Ostbairische Grenzmarken. Passauer Jahrbuch. 32, 1990, S. 165–168.
  • Italo Michele Battafarano: Italien im schwarzen Hemd. Erich Mühsam, Kasimir Edschmid, Hans Carossa. In: Michael Ewert, Martin Vialon (Hrsg.): Konvergenzen. Studien zur deutschen und europäischen Literatur. Festschrift für E. Theodor Voss. Königshausen & Neumann, Würzburg 2000, ISBN 3-8260-1791-9, S. 111–128.
  • Wolfgang Frühwald: Doppelleben. Hans Carossas Dasein unter den Deutschen. In: Germanistische Beiträge. 22-23, 2007, S. 62–77.
  • Hans Blumenberg: Hans Carossa (Ms. 1938). In: Ders.: Schriften zur Literatur 1945–1958. Hrsg. von Alexander Schmitz, Bernd Stiegler. Suhrkamp, Berlin 2017, ISBN 978-3-518-58697-6, S. 289–354.
  • Gereon Becht-Jördens: Ein unbekanntes Kondolenzschreiben Hans Carossas an Ida Dehmel zum Tode des im Schweizer Exil verstorbenen jüdisch-deutschen Dichters aus Heidelberg Alfred Mombert. In: Mannheimer Geschichtsblätter. 33, 2017, S. 41–46.
  • Gereon Becht-Jördens: Trost im gemeinsamen Gedenken an den Heidelberger Freund Alfred Mombert. Drei unbekannte Briefe Hans Carossas an die Konzertsängerin Gertrud Full. Dabei: ein unedierter Brief Carossas an den jüdisch-deutschen Dichter. In: Wilhelm Kühlmann, Wilhelm Kreutz (Hrsg.): Literatur in ihren kulturellen Räumen. Festschrift Für Hermann Wiegand zum 70. Geburtstag. Mattes, Heidelberg 2021, ISBN 978-3-86809-177-9, S. 485–514.
Commons: Hans Carossa – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Hans Carossa als Schüler. Website des Hans-Carossa-Gymnasiums Landshut.
  2. ↑ Bayerisches Hauptstaatsarchiv IV, z. B. 3233. Kriegsrangliste.
  3. ↑ Rupert Mayer: In der Ruhe des gottverbundenen Menschen. Butzon und Bercker, Kevelaer 1987, ISBN 3-7666-9529-0, S. 9.
  4. ↑ Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 94.
  5. ↑ Hans Carossa: Wirkungen Goethes in der Gegenwart. Insel, Leipzig 1938, S. 28, S. 34.
  6. 1 2 Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 94.
  7. ↑ Klaus Harpprecht: Die Tragödie vom einfachen Anstand. In: Die Zeit, Nr. 37/1993.
  8. ↑ Pauline Faust: „Carossa-Quartier“ in Berlin-Spandau: Wohnviertel soll nach Nazi-Profiteur benannt werden. 22. Januar 2022, abgerufen am 22. Januar 2022.
  9. 1 2 Carossa, Hans. In: Hans Sarkowics, Alf Mentzer: Literatur in Nazi-Deutschland. Ein biographisches Lexikon. Europa-Verlag, Hamburg/Wien 2000.
  10. ↑ Anton Kippenberg (Hrsg.): Gruß der Insel an Hans Carossa; dem 15. Dezember 1948. Insel, Wiesbaden 1948; Zum 70. Geburtstag von Hans Carossa. In: Deutsche Beiträge. Band 2, Nr. 5, 1948, S. 387–480; Rudolf Bach (Hrsg.): Hans Carossa. Eine Bibliographie zu seinem 70. Geburtstag, 15. Dezember 1948. Verlag Die Wage, Murnau 1948.
  11. ↑ Julia Frohn: Literaturaustausch im geteilten Deutschland. 1945–1972. Links, Berlin 2014, ISBN 978-3-86153-807-3, S. 104.
  12. ↑ Traueranzeige.
  13. ↑ Hermann Wiegmann: Die deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts. Königshausen & Neumann, Würzburg 2005, ISBN 3-8260-2972-0, S. 202.
  14. ↑ John. G Frank: Goethe und Carossa. In: The German Quarterly, Vol 21, No. 4, S. 224.
  15. ↑ Jean Améry: Apropos „Haltung“ und „Zersetzung“. In: Werke. Hrsg. von Hans Höllerer (= Aufsätze zur Literatur und zum Film, Bd. 5). Stuttgart 2003, S. 300.
  16. ↑ Hartmut Laufhütte: Hans Carossa. Dreizehn Versuche zu seinem Werk. Niemeyer, Tübingen 1991, S. 150.
  17. ↑ Walter Hinck: Stationen der deutschen Lyrik von Luther bis in die Gegenwart. 100 Gedichte mit Interpretationen. 2. Aufl., Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2021, S. 150.
  18. ↑ Vgl. Becht-Jördens (s. unten Literatur) S. 494, Anm. 16.
  19. ↑ Rüdiger Görner: Was vom Herzen her zu sagen ist. In: Die Welt vom 12. September 2006.
  20. ↑ Vgl. Gereon Becht-Jördens: Trost im gemeinsamen Gedenken an den Heidelberger Freund Alfred Mombert. (s. unten Literatur) S. 511f., Anm. 72. Anders interpretiert Wolfgang Frühwald: Doppelleben. Hans Carossas Dasein unter den Deutschen (S. unten Literatur) die Korrespondenz zwischen Thomas Mann und Carossa.
  21. ↑ Zitiert nach Herbert Csef: Arzt und Dichter Hans Carossa. In: Bayerisches Ärzteblatt. 9, 2006, S. 455. Vgl. Christiane Deußen: Erinnerung als Rechtfertigung. (s. unten Literatur) S. 84–140, hier S. 84. Positiv urteilte auch Wolfgang Bächler; vgl. Michels (Hrsg.): Über Hans Carossa. (s. unten Literatur) S. 253–256; S. 424f.
  22. ↑ Vgl. Becht-Jördens: Trost im gemeinsamen Gedenken an den Heidelberger Freund Alfred Mombert. (s. unten Literatur) S. 502–507.
  23. 1 2 3 Hans Göttler: Heimatglocken. In: Passauer Neue Presse. 7. Dezember 2018.
  24. ↑ Das Treffen war wohl im Zeitraum 20.–23. August 1954 (siehe Pressebericht, Englburg und aldersbach.de).
  25. ↑ Passauer Neue Presse. 24. August 1954.