
Alfred Kuen (* 31. August 1921 in Straßburg; † 6. April 2018 in Straßburg) war ein französischer evangelischer Theologe, Schriftsteller und Professor.
Zwischen 1939 und 1945, während des Zweiten Weltkriegs im Elsass, wurde er mehrfach zum Militärdienst eingezogen – mal von der deutschen, mal von der französischen Seite, je nach Verlauf der Kämpfe.
In einem Arbeitslager traf er auf junge Christen. Gemeinsam suchten sie Ermutigung im Gebet und mit wachsendem Interesse bei der Bibellektüre.
Kuen geriet an der Front mehrfach in Lebensgefahr, blieb aber unverletzt, was er als göttliches Wunder ansah.
Nach dem Krieg traf Kuen seine Freunde aus der Gefangenschaft wieder. In Straßburg gründete er mit ihnen die evangelische Gemeinde La Bonne Nouvelle.
Er verfasste über 90 Bücher, darunter die achtbändige Encyclopédie des difficultés bibliques („Enzyklopädie biblischer Schwierigkeiten“) sowie Parole Vivante („Lebendiges Wort“), eine Übersetzung des Neuen Testaments in eine für jedermann verständliche Sprache. Mit Unterstützung anderer Professoren initiierte und koordinierte er zudem die Übersetzungen der Bible du Semeur („Die Bibel des Sämanns“) und der Bible d’étude du Semeur („Studienbibel des Sämanns“).
Nach seiner Pensionierung im Alter von 55 Jahren wurde Alfred Kuen Direktor der Association d’Accréditation Européenne des Écoles Bibliques („Europäische Vereinigung zur Akkreditierung von Bibelschulen“). Außerdem übernahm er die Leitung des Emmaüs-Verlags und wurde Professor am gleichnamigen Bibelinstitut in Vevey (Schweiz), wo er bis zu seinem 94. Lebensjahr tätig war.
| Personendaten | |
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| NAME | Kuen, Alfred |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer evangelischer Theologe und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 31. August 1921 |
| GEBURTSORT | Straßburg |
| STERBEDATUM | 6. April 2018 |
| STERBEORT | Straßburg |