
Alfred Oppolzer (* 5. Oktober 1946 in Alsfeld) ist ein deutscher Soziologe und Sozialökonom sowie Professor für Industrie- und Betriebssoziologie am Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg, vormals Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP). Seine Schwerpunkte liegen interdisziplinär in den Arbeits- sowie Gesundheitswissenschaften. Oppolzer veröffentlichte zahlreiche Texte zusammen mit dem Nationalökonomen Leonhard Hajen und dem Arbeitsrechtler Ulrich Zachert.
Alfred Oppolzer studierte Soziologie, Psychologie, Politikwissenschaft und Pädagogik an der Universität Marburg. Seine Magisterarbeit schrieb er in Soziologie. Oppolzer promovierte an der Uni Marburg zum Dr. phil. in Soziologie. Seine Habilitation zum Dr. phil. habil. für Arbeitswissenschaft erfolgte an der Universität Kassel. Von 1973 bis 1975 arbeitete Oppolzer als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Marburg. 1975 wurde er auf eine Professur für Industrie- und Betriebssoziologie an die Universität Kassel berufen. Im Jahr 1982 erfolgte seine Berufung auf eine Professur für Soziologie mit dem Schwerpunkt Industriesoziologie an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg, ab 1991 Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP). Seit 2005 Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg; seit dem 1. April 2012 im Ruhestand.
Bekannt wurde Alfred Oppolzer als Verfasser seiner Texte zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Praktische Erfahrungen sammelt er bei seiner Beratertätigkeit für Unternehmen, Betriebsräte, Gewerkschaften und Arbeitsschutzstellen. Oppolzer wird von Arbeitsgerichten und Berufsgenossenschaften als Gutachter herangezogen. Er gilt als Kenner der Werke von Karl Marx und Max Weber. Er schrieb 1988 ein Nachwort in „Werner Hofmann: Industriesoziologie für Arbeiter“. Alfred Oppolzer beschäftigt sich mit einer modernen Definition von Sozialökonomie.
Die Lehr- und Forschungsschwerpunkte von Oppolzer sind vorrangig Industriesoziologie und Arbeitswissenschaft. Seine praktischen Prioritäten setzt er auf das betriebliche Gesundheitsmanagement sowie Public Health. So führte er mit Alf Trojan Forschungsprojekte im Universitäts-Krankenhaus Eppendorf und am Institut für Medizin-Soziologie durch.
In der Lehre an der HWP bzw. Universität Hamburg betont er die Wichtigkeit der Praxisrelevanz und Interdisziplinarität in der Wissenschaft. Er beruft sich dabei unter anderem auf die Werke von Karl Marx und Max Weber. Die Notwendigkeit der Sozialökonomie wird nach Oppolzer aus den verschiedenen Einzeldisziplinen heraus gefordert, beispielsweise aus der Betriebswirtschaftslehre (Reinhard Schultz, 1988), ebenso aus der Volkswirtschaftslehre (Günter Schmölders, 1973) und der Politischen Ökonomie (Werner Hofmann, 1969), aus der Soziologie (Max Weber, 1904) ebenso wie aus der Arbeitswissenschaft (Manfred Schweres, 1980) und von ihm 1989 selber in seinem Handbuch Arbeitsgestaltung. Oppolzer hält fest, Sozialökonomie ist:
Seine Schwerpunkte auf die Arbeits- sowie Gesundheitswissenschaften werden durch Oppolzers Mitgliedschaften verdeutlicht: Gesellschaft für Arbeitswissenschaft, Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie sowie die Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Oppolzer, Alfred |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Soziologe und Sozialökonom mit den Arbeitsschwerpunkten Betriebs- und Industriesoziologie, Arbeits- sowie Gesundheitswissenschaften |
| GEBURTSDATUM | 5. Oktober 1946 |
| GEBURTSORT | Alsfeld |