Nach dem Studium der Bildhauerei 1904–1910 an der Kunstakademie Leipzig war er zunächst in München und Berlin tätig. Ab 1922 lebte er in Düsseldorf und wurde alsbald Eigentümer des Hauses Kölner Straße 15 an der Ecke zur Börnestraße. Er erhielt ein Atelier im Neubau der Kunstakademie in Stockum.
Zschorch trat zum 1. Dezember 1930 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 401.796). 1937 gehörte er zu den Bildhauern, die anlässlich der Planung der Reichsausstellung Schaffendes Volk mit der Schaffung der Ständischen beauftragt wurde und bezog sein „Haus für einen verheirateten Bildhauer“ mit großzügigem Atelier. Das Haus wurde vom Architekten Helmuth N. Schröder am Dietrich-Eckart-Platz 1, heute Albrecht-von-Hagen-Platz, in der Mustersiedlung Schlageterstadt, heute Golzheimer Siedlung, erbaut. Ab 1938 bis 1942 nahm Zschorsch an der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Kunst München teil.
Alfred Zschorsch wurde auf dem Nordfriedhof beerdigt.
Der Vater Theodor Zschorsch war Baumeister und Architekt in Leipzig. Sein Bruder Walter Zschorsch (1888–1965), studierte ebenfalls an der Kunstakademie in Leipzig, und wurde Bildhauer und Maler. Zu seinen Werken gehört unter anderen das Jugend-Denkmal in Leipzig (abgegangen), das der Hitlerjugend gewidmet war, und Bronzebüsten von Hermann Göring, Rudolf Heß und Dr. Ley.
Ehrungen
Der Radschlägerbrunnen (1954)Hauseigentümer Alfred Zschorsch in der Siedlung Golzheim (1938)
Er erhielt 1938 den Düsseldorfer Gaukulturpreis für seine Plastiken.
1938 – Adler am Neubau der Gilde-Versicherung, Düsseldorf
1938/39 – Zwei Figurengruppen (Modelle für Bronze) und über 20 kleinere Reliefs für das Polizeipräsidium Wuppertal
1938 – Ruhende Frau, Gips, auf der Großen Deutsche Kunstausstellung im Haus der Kunst München
1939 – Aphrodite aus Juramarmor; Junger Mann, Sinnende und Junges Mädchen aus Bronze, auf der Großen Deutsche Kunstausstellung im Haus der Kunst München
1940 – Haarflechtendes Mädchen aus Muschelkalk, auf der Großen Deutsche Kunstausstellung im Haus der Kunst München
↑Nachweislich aufgeführt im Leipziger Adreß-Buch 1898, S. 1028 SLUB
↑Theodor Zschorsch, Architekt, Zeitzer Str. 24 I.; Walter Zschorsch, akad. Bildhauer, (Wohn.) Zeitzer Str. 24 I. (heute Karl-Liebknecht-Str.), in Leipziger Adreß-Buch 1917, S. 1069 SLUB