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Der Algorithmus von Gilmore (auch Gilmore-Algorithmus) liefert ein Semi-Entscheidungsverfahren um prädikatenlogische Formeln auf Unerfüllbarkeit zu testen. Es basiert auf dem Satz von Herbrand und wurde von Paul C. Gilmore 1960 veröffentlicht.
Es gilt:
Die abzählbare Menge sei die Herbrand-Expansion zu F und dient als Eingabe des Algorithmus.
Man sieht, dass der Algorithmus semi-entscheidbar ist, da er nur in endlicher Zeit hält, wenn er Unerfüllbarkeit feststellt. Die Resolventenmethode von Robinson überkommt einige Nachteile des Algorithmus von Gilmore.
Einzelnachweise
↑P. C. Gilmore:A Proof Method for Quantification Theory: Its Justification and Realization. In: IBM Journal of Research and Development. Band4, Nr.1, Januar 1960, ISSN0018-8646, S.28–35, doi:10.1147/rd.41.0028 (IEEE-Eintrag oder Artikelkopie[abgerufen am 19.März 2026]).
↑Christian Fenske:Der Satz von Herbrand und einige Beweisprogramme. In: Beweisprogramme für die Prädikatenlogik und der Vollständigkeitssatz von Beth. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 1967, ISBN 978-3-322-96118-1, S.41–52, doi:10.1007/978-3-322-96252-2_5 (springer.com[abgerufen am 19.März 2026]).
↑Alan Bundy:The computer modelling of mathematical reasoning. Academic Press, London; New York 1983, ISBN 978-0-12-141252-4 (ed.ac.uk[PDF; abgerufen am 19.März 2026]).