
Ali Babachahi (persisch علی باباچاهی; * 11. November 1942 in Kangan, Provinz Buschehr; † 23. Februar 2026 in Karadsch) war ein iranischer Lyriker, Literaturkritiker, Forscher und Schriftsteller. Nach dem iranischen Kalender lauten seine Lebensdaten 20. Aban 1321 bis 4. Esfand 1404. Als anerkannte Stimme der modernen persischen Dichtung in der Generation nach Nima wurde er in den 1990er-Jahren zu einem der meistdiskutierten Theoretiker und Kritiker der zeitgenössischen iranischen Lyrik; er prägte die Begriffe „post-nimaische Dichtung“ (sheʿr-e pasa-nimaʾi) und später „Dichtung in einer anderen Situation“ (sheʿr dar vazʿiyat-e digar). Rund achtzehn Jahre lang unterrichtete er Literatur in Buschehr, wo er 1967 die Literaturzeitschrift Tekapu gründete; die Zeitschrift wurde auf Druck des SAVAK eingestellt. Im Oktober 1977 las er seine Gedichte bei den „Zehn Abenden“ im Goethe-Institut in Teheran. Nach der Islamischen Revolution wurde er 1983 zwangsweise in den Ruhestand versetzt. Viele Jahre betreute er die Lyrikseiten der Monatszeitschrift Adineh. Er war Mitglied des Iranischen Schriftstellerverbands (Kanun-e nevisandegan-e Iran) und einer der Insassen des Reisebusses, der 1996 auf der Fahrt nach Armenien in eine Schlucht gelenkt werden sollte. Sein Gedichtband In kashti-ye por-asrar („Dieses geheimnisvolle Schiff“) wurde 2016 als einer von zwei Preisträgern mit dem ersten Ahmad-Schamlu-Lyrikpreis ausgezeichnet. Babachahi veröffentlichte mehr als dreißig Bücher mit Lyrik, Kritik und Forschungsarbeiten.
Ali Babachahi wurde am 11. November 1942 in Kangan in der Provinz Buschehr geboren und verbrachte seine Kindheit im Dorf Jofreh. Er war das jüngste Kind seiner Familie. Nach eigener Darstellung kam er zum ersten Mal durch einen Straßenhändler mit Dichtung in Berührung, der in den Gassen von Jofreh Halva und Bücher verkaufte, darunter Mush-o gorbeh („Die Maus und die Katze“) von Obeid Zakani. Über seine Brüder lernte er auch die politischen Schriften der Tudeh-Partei sowie Zeitschriften wie Omid-e Iran, Sepid-o siah und Roshanfekr kennen.
Die höhere Schule besuchte er in Buschehr, wo er Schüler von Manouchehr Atashi und von Mohammad-Reza Nematizadeh war; Letzteren betrachtete er später als prägend für sein dichterisches Empfinden. Seinem Bericht zufolge las er Atashi im Alter von dreizehn oder vierzehn Jahren ein Gedicht mit dem Titel „Baran“ („Regen“) vor, worauf Atashi ihn bat, es der Klasse vorzutragen; diese Episode sah er als „den Beginn des Abenteuers, das ihn zum Dichter machte“. Er gewann den ersten Platz im Literaturwettbewerb der Oberschüler in Buschehr und anschließend in Schiras, und gegen Ende seiner Schulzeit erschienen seine ersten Gedichte unter dem Pseudonym „A. Faryad“ in den Zeitschriften Omid-e Iran und Zan-e ruz. Nachdem Omid-e Iran eines seiner Gedichte zum „besten Gedicht der Woche“ gekürt hatte, begann er unter seinem eigenen Namen zu veröffentlichen.
1961 nahm der Neunzehnjährige das Studium an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Schiras auf (einige Quellen nennen das Jahr 1960). Dort lernte er Dichter wie Alireza Tabaei und Mansour Ouji kennen, die sich in einem Café an der Zand-Straße in Schiras gegenseitig Gedichte vorlasen. Als Student schrieb Babachahi auch Kurzgeschichten, gab die Prosa jedoch zugunsten der Lyrik und der Lyrikkritik auf, nachdem ihm der Schriftsteller Mohammad Moazzen aus Schiras gesagt hatte, er sei „kein guter Prosaautor“. Die Veröffentlichung seiner Gedichte in der Wochenzeitschrift Ferdowsi in den Jahren 1963 und 1964 bestimmte seine literarische Richtung endgültig.
Nach dem Studium und dem Wehrdienst wurde er 1966 Literaturlehrer in Buschehr und unterrichtete rund achtzehn Jahre an den Schulen der Stadt. 1969, drei Jahre nach Antritt der Stelle, heiratete er. Seine Frau Farkhondeh Bakhtiari unterrichtete an weiterführenden Schulen in Buschehr; das Paar hatte eine Tochter, Ghazal, und einen Sohn, Behrang.
Im Herbst 1967 wurde Babachahi Chefredakteur der Literaturzeitschrift Tekapu („Bemühen“) in Buschehr. Die Zeitschrift fand in den intellektuellen Kreisen Teherans Anklang: Khusheh, die von Ahmad Schamlou herausgegebene Zeitschrift, druckte Texte aus ihr nach und nannte ihre Beiträger „die Handwerker der heutigen iranischen Dichtung“. Dennoch wurde Tekapu 1968 nach nur drei Ausgaben auf Druck der Sicherheitsdienste und unter dem Vorwand einer fehlenden Lizenz verboten.
Ebenfalls 1967 erschien im Selbstverlag sein erster Gedichtband, Dar bi-tekyegahi („Ohne Halt“), mit Gedichten in nimaischen Versmaßen. Es folgten Jahan va roshanayi-ha-ye ghamnak („Die Welt und die schwermütigen Lichter“, 1970), Az nasl-e aftab („Vom Geschlecht der Sonne“, 1974) und Seda-ye shen („Die Stimme des Sandes“, 1977); im selben Zeitraum veröffentlichte er zudem zwei Gedichtbücher für Kinder. Seine Gedichte erschienen in den intellektuellen Publikationen jener Zeit, vor allem in Khusheh und Ferdowsi, und er schrieb für Zeitschriften wie Roshanfekr und Rudaki.
In diesen Jahren verfasste Babachahi auch Lyrikkritiken. Sein erster kritischer Text, erschienen in Ferdowsi, war eine Erwiderung auf einen Artikel von Reza Baraheni; danach schrieb er scharfe Artikel gegen die Dichtung von Yadollah Royaee. Damals war er ein entschiedener Gegner der Strömungen der „Volumendichtung“ (sheʿr-e hajm) und der „Neuen Welle“ (mowj-e now); über diese Zeit sagte er später: „Damals war ich gewissermaßen ideologisch, oder vom Geist der Zeit mitgerissen“. Seine Haltung zu diesen Strömungen, insbesondere zur Volumendichtung, änderte sich in späteren Jahrzehnten. Im September 2022 bezeichnete er Royaee anlässlich dessen Todes in einem Interview mit der ISNA als „wertvollen“ avantgardistischen Dichter, der „die iranische und die französische Dichtung hinreichend beherrschte“; er sagte, er glaube an dessen literarische Präsenz und habe „seine Gedichte immer bewundert“, nannte das Manifest der Volumendichtung jedoch „sehr hochtrabend“ und in seiner Ausdrucksweise „unwissenschaftlich und poetisch“. Nach seiner Darstellung nahm sein politisches Engagement, das vor der Revolution rein kulturell gewesen war, mit dem Herannahen der Revolution eine „konkretere und praktischere“ Form an.
Vom 10. bis 19. Oktober 1977 (18.–27. Mehr 1356) veranstaltete der iranische Schriftstellerverband in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut im Garten der Iranisch-Deutschen Kulturgesellschaft an der Pahlavi-Straße (der heutigen Valiasr-Straße) in Teheran zehn Abende mit Vorträgen und Lesungen unter dem Titel „Abende iranischer Schriftsteller und Dichter“; die Reihe wurde später als die „Zehn Abende“ (auch „Zehn Nächte des Goethe-Instituts“) bekannt. Nach der Encyclopædia Iranica hatte es in früheren Jahren bereits Dichterlesungen im Institut gegeben, doch 1977 war der iranische Partner erstmals nicht die staatlich geförderte Literarische Gesellschaft Teheran, sondern der oppositionelle Schriftstellerverband, der im Zuge der politischen Liberalisierung unter Ministerpräsident Dschamschid Amusegar wieder zusammentreten durfte. Der Garten der Kulturgesellschaft wurde gewählt, weil die eigenen Räume des Instituts für das erwartete Publikum als zu klein galten. Unter den Mitgliedern des Verbands herrscht Einigkeit darüber, dass die Idee von dem Dichter Jalal Sarfaraz stammte, der die Lyrikseite der Tageszeitung Kayhan betreute; die Organisation wurde Eslam Kazemiyeh übertragen. Sarfaraz schrieb später, sein Vorbild seien die von Ahmad Schamlou veranstalteten Dichterabende der Zeitschrift Khusheh gewesen, und der Garten sei auf Vorschlag des Institutsleiters Hans Becker für 4000 Toman pro Abend gemietet worden.
Laut der Iranica war die Menge am ersten Abend so groß, dass sie sich bis in die umliegenden Straßen staute, wo Lautsprecher aufgestellt wurden; bis zu zehntausend Menschen besuchten die ersten Abende, und nach Einsetzen des Regens sank die Zahl auf etwa dreitausend. Mehr als fünfzig Schriftsteller, Dichter, Dramatiker, Kritiker und Übersetzer sprachen über Zensur, Gedankenfreiheit, die Verantwortung der Intellektuellen, Ungleichheit und Unterdrückung „und machten so aus einem literarischen ein politisches Ereignis“. Die Website Azadi schätzt das Publikum auf zehn- bis fünfzehntausend Menschen, und ein Artikel von „M. Kh.“ in der Online-Zeitschrift Iranchehr zählt 57 Redner und Dichter.
Verband und Institut hatten vereinbart, dass die Redner statt „Zensur“ das in der Verfassung verwendete Wort momayyezi („Prüfung“) gebrauchen sollten; am dritten Abend jedoch machte Shams Al-e Ahmad die Absprache gleich zu Beginn seines Vortrags öffentlich und verwendete wiederholt das Wort „Zensur“. Am fünften Abend erreichte die Erregung des Publikums nach einem Vortrag von Bagher Momeni, der laut der Website Azadi das Wort „Zensur“ mehr als hundertmal gebrauchte, und einer Lesung von Saeed Soltanpour ihren Höhepunkt, und Becker rief laut, der Dichter solle die Bühne verlassen. Daraufhin wurde beschlossen, auf die Vorträge zu verzichten; die neue Regelung stieß jedoch auf Proteste des Publikums, und nach erneuten Verhandlungen zwischen Verband und Institut wurden die Vorträge ab dem sechsten Abend wieder aufgenommen. Am Ende des neunten Abends wurde ein Solidaritätstelegramm einer Gruppe französischer Schriftsteller und Denker verlesen, unter ihnen Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Michel Foucault. Am letzten Abend sagte der Vorsitzende des Verbands, Mahmoud Etemadzadeh (Behazin), zur Menge: „Zehn Abende lang seid ihr gekommen, in Scharen, die oft zehntausend oder mehr erreichten […], und habt den Rednern zugehört. Was habt ihr gehört? Freiheit, und Freiheit, und Freiheit …“; die Abschlussbotschaft des Verbands verlas Huschang Golschiri. Die Iranica hält fest, dass es keine Gewalt gab, obwohl Schützenpanzer das Gelände umstellt hatten, und dass die Zehn Abende „die erste einer Reihe von Massenprotestversammlungen wurden, die in der Revolution von 1979 gipfelten“.
Das Plakat gestaltete Bozorg Khezraei, Grafiker bei der Tageszeitung Ettelā'āt: ein kleiner weißer Fisch, der nach den Worten des Gestalters „den Schrei des Kampfes gegen Zensur und Unterdrückung“ erhebt. Sarfaraz zufolge erlaubte die Zensur nicht, dass der Name des Verbands auf dem Plakat erschien, das zweimal zensiert wurde; er schrieb außerdem, Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen sei untersagt worden, Nachrichten oder Berichte zu veröffentlichen, und nur Cyrus Alinejad habe nach dem ersten Abend in Ayandegan einen Bericht gebracht, was ihm Schwierigkeiten eingetragen habe. Die auf den damaligen Zeitungen beruhende Darstellung in Iranchehr weicht davon etwas ab: Demnach druckten vier überregionale Tageszeitungen am 4. Oktober 1977 das Plakat und das Programm, und Ettela'at, Kayhan und Rastakhiz berichteten bis zum sechsten Abend knapp über die Veranstaltungen; danach schwiegen alle außer Ettela'at.
Tonbandaufnahmen der Zehn Abende wurden im Iran und im Ausland tausendfach kopiert und verkauft, und die Texte der Vorträge und Gedichte erschienen 1978 bei Amir Kabir unter dem Titel Dah shab („Zehn Nächte“), herausgegeben von Naser Moʾazzen. Nach Sarfaraz gingen die Originalbänder der Vorträge und Lesungen sowie die Aufnahmen der Frage-und-Antwort-Runden später durch Nachlässigkeit verloren; Kopien blieben dennoch erhalten, und 2022–2023 veröffentlichte die Website Azadi Audiodateien der Lesungen und Vorträge zusammen mit dem Plakat und einer digitalen Ausgabe des Buches.
Babachahi, der damals in Buschehr lebte, wurde als Teilnehmer angekündigt, bevor die Veranstalter ihn erreichen konnten. Am 4. Oktober 1977 meldete Kayhan: „Obwohl die Namen von Mansour Owji, Ali Babachahi, Bahman Salehi und Mansour Barmaki auf der Teilnehmerliste stehen, konnten die Veranstalter sie nicht erreichen, da sie in der Provinz leben.“ Laut „M. Kh.“ veröffentlichte der Verband, der von einigen dieser Dichter keine Adressen hatte, ihre Namen, damit sie davon erführen und kämen; am 10. Oktober berichtete Kayhan, sie seien benachrichtigt worden und hätten sich zur Teilnahme bereit erklärt. Von den vieren kamen Salehi und Barmaki nicht.
Das Plakat führte Babachahi zusammen mit Eslam Kazemiyeh, M. Azad, Javad Mojabi, Jalal Sarfaraz und Batoul Azizpour im Programm für Sonntag, den 16. Oktober 1977 (24. Mehr 1356), den siebten Abend. Den von der Website Azadi veröffentlichten Audiodateien zufolge wurde der siebte Abend mit einem Vortrag Kazemiyehs über „Die Freiheit in der Verfassung und die Veranstaltung der Dichterabende“ eröffnet; anschließend sprach Dariush Ashouri über „Dichtung ist Freiheit“, die Aufnahme von Abbas Jalali Susanabadi in den Verband wurde bekanntgegeben, und Jafar Kushabadi, Ali Babachahi, Javad Mojabi und M. Azad lasen ihre Gedichte. Am selben Abend verlas Maryam Ghazi eine Botschaft ihres Vaters, des Übersetzers Mohammad Ghazi, der nach einer Kehlkopfoperation nicht sprechen konnte. Die Quellen weichen bei der Besetzung des Abends voneinander ab: Das Buch Dah shab führt auch Batoul Azizpour und Jalal Sarfaraz unter den Dichtern des siebten Abends auf, während in den Audiodateien von Azadi die Lesung von Sarfaraz und die (von Sarfaraz vorgetragenen) Gedichte Azizpours zum achten Abend gehören.
Babachahis Gedichte sind im Abschnitt über den siebten Abend in Dah shab abgedruckt (S. 447–456): „Salam bar shekufe-ye sorkhi ke az piyale-ye mashreq damid“ („Gegrüßt sei die rote Blüte, die aus dem Kelch des Ostens erblühte“), „Sorud-e bumi“ („Lied der Heimat“), „Dar vasf-e asheqan-e donya“ („Lob der Liebenden der Welt“) und „Dar qalamrow-e khakestar“ („Im Reich der Asche“). Das erste Gedicht beginnt mit den Versen „Gegrüßt seien die Sonne und die Liebe / o ruhelose Seele des Hafens / o Äußerstes an Glanz und Wahnsinn“. Eine Tonaufnahme seiner Lesung an diesem Abend mit einer Länge von 3 Minuten und 35 Sekunden ist auf der Website Azadi abrufbar.
1980 veröffentlichte Babachahi den Gedichtband Jashn-e jonun („Das Fest des Wahnsinns“). 1983 wurde er nach achtzehn Jahren im Schuldienst zwangsweise und vorzeitig in den Ruhestand versetzt; später sagte er, er sei „sehr wahrscheinlich“ von denen „beiseitegeschoben“ worden, die sich als die „wahren Eigentümer der Revolution“ betrachteten. Daraufhin verließ er Buschehr und ließ sich in Karadsch nieder. Nach Ali Masoudinia widmete er sich, nachdem ihm das Unterrichten verwehrt war, jahrelang der kritischen Erforschung der iranischen Dichtung.
In Karadsch arbeitete er über den Dramatiker Khosrow Hakim-Rabet als Hörspielautor für den Rundfunk. Ab 1989 war er unter der Leitung von Nasrollah Pourjavady für das Universitätsverlagszentrum (Markaz-e nashr-e daneshgahi) tätig, wo er elf oder zwölf Jahre lang als Lektor und in der Erforschung klassischer persischer Texte arbeitete, bis die Abteilung für das persische Wörterbuch geschlossen wurde.
Ab 1988 veröffentlichte Babachahi in der Monatszeitschrift Adineh Artikel über die Strömungen der zeitgenössischen Dichtung; ab Ausgabe 35 übernahm er die Lyrikseiten, die er rund zehn Jahre lang betreute; nach seinen Worten hatte vor ihm Eshkevari diese Aufgabe innegehabt. In Ausgabe 36 veröffentlichte er Arbeiten von Ahmad Schamlou, Farrokh Tamimi, Seyyed Ali Salehi, Ali Mohammad Haghshenas und Hormoz Alipour. Die Strenge seiner Auswahl brachte einige abgelehnte Dichter dazu, gegen ihn den scherzhaften Slogan „Diktator, beeil dich / druck unsere Gedichte!“ zu skandieren. Laut KhabarOnline stellte er von dieser Position aus junge Dichter vor und kritisierte zugleich offen die vorherrschenden dichterischen Strömungen; in dieser Zeit formulierte er die „post-nimaische Dichtung“ und danach die „Dichtung in einer anderen Situation“. Masoudinia zählt Adineh in mehreren Bereichen, darunter der Lyrik, zu den einflussreichsten Publikationen der 1990er-Jahre.
Nach seiner Pensionierung besuchte Babachahi regelmäßig die Mittwochsrunden im Haus von Mohammad-Ali Sepanlou, über die er in den Beraterkreis des Schriftstellerverbands gelangte. Er gehörte zu den Unterzeichnern der „Erklärung der 134 Schriftsteller“ (des Textes „Wir sind Schriftsteller“, 1994) und setzte sich anschließend als Mitglied des Beraterkreises für die Wiederbelebung des Iranischen Schriftstellerverbands ein. Nach der Konstituierung der dritten Periode des Verbands im Februar/März 1999 wurde er förmliches Mitglied und blieb es bis an sein Lebensende; zuletzt nahm er 2023 an der Generalversammlung des Verbands teil.
Im August 1996 gehörte Babachahi zu den einundzwanzig Schriftstellern, Dichtern und Journalisten, die auf Einladung des Armenischen Schriftstellerverbands mit einem Reisebus nach Armenien aufbrachen. Laut Radio Farda hatte Mansour Koushan, der die Reise mit den Schriftstellern koordinierte, eine Liste literarischer Persönlichkeiten erstellt; von diesen zogen sich Ahmad Schamlou, Huschang Golschiri und Reza Baraheni aus verschiedenen Gründen zurück, sodass schließlich die folgenden einundzwanzig Personen die Reise antraten: Mohammad-Ali Sepanlou, Javad Mojabi, Masoud Behnoud, Sirous Alinejad, Amir Hassan Cheheltan, Bijan Bijari, Bijan Najdi, Mohammad Mohammad-Ali, Shahriar Mandanipour, Shapour Jorkesh, Masoud Toufan, Ali Babachahi, Hassan Asghari, Manouchehr Karimzadeh, Kamran Jalili, Mahmoud Tayyari, Faraj Sarkohi, Fereshteh Sari, Majid Danesh-Arasteh, Ali Seddighi und Mansour Koushan. Im Morgengrauen des 6. August 1996 versuchte der Fahrer zweimal, den Bus am Heyran-Pass über den Rand der Schlucht zu lenken, und sprang jedes Mal selbst aus dem Fahrzeug; die Wachsamkeit von Masoud Toufan und Shahriar Mandanipour rettete die Insassen. Anschließend wurden sie in Astara festgehalten und verhört und am folgenden Morgen freigelassen. Laut BBC Persian stammt die ausführlichste Darstellung der Affäre von Mansour Koushan in seinem Buch Hadis-e teshneh va ab; Mohammad Mohammad-Ali veröffentlichte Anfang der 2000er-Jahre den ersten Text zu dem Thema im Iran. Der Vorfall wurde später als Komplott des Geheimdienstministeriums zur Beseitigung kritischer Schriftsteller erkannt und wird mit den Kettenmorden in Verbindung gebracht. Babachahi sprach stets von einer „entsetzlichen Erfahrung“.
In einem Interview zu seinem 77. Geburtstag (November 2019) sagte Babachahi, er habe sein jüngstes Buch, den Gedichtband Joseph, to morakhkhasi („Joseph, du darfst gehen“, Mania Honar, 2018), mit dem Untertitel „Das Wirken des sozialen Elements“ und einem 33-seitigen Vorwort veröffentlicht, um Kritikern zu antworten, die seine Dichtung für unsozial hielten. Er fügte hinzu, er habe kein Buch in Vorbereitung, verbringe den größten Teil seiner Zeit mit der Lektüre von Philosophie und Romanen und sei in den sozialen Medien aktiv, um mit der jüngeren Generation in Verbindung zu bleiben; dort veröffentliche er, wie zu der Zeit, als er die Seiten von Adineh betreute, die Gedichte anderer Autoren. Er sagte, er habe auch jahrelang eine Lyrikwerkstatt geleitet; laut Masoudinia bestand die Werkstatt seit den 2000er-Jahren, und mehrere ihrer Teilnehmer wurden anerkannte Dichter. Im selben Artikel bezeichnete IBNA ihn als einen der ersten Dichter der „Buschehrer Dichterschule“.
Babachahis letzter Gedichtband, Jahan motavajjeh shod (sheʿr-ha-ye eʿteraz) („Die Welt hat es bemerkt (Protestgedichte)“), erschien laut Titelblatt im Jahr 1401 des iranischen Kalenders (2022–2023) als Erstausgabe beim Verlag Aftab in Norwegen; nach Angaben des Verlags enthält er 58 Gedichte. Der Verlag präsentiert die Texte als „Frucht von hundert Tagen Kampf auf der Straße“ und als „Dichter und Wort, die gemeinsam mit dem Protest des Volkes marschieren“. Radio Zamaneh beschreibt ihn als 136-seitigen Band mit einem kurzen Vorwort und 54 Gedichten und datiert sein Erscheinen auf das Frühjahr 2023. Hossein Noushazar, der für dasselbe Medium schreibt, datiert ihn ebenfalls auf 2023 und verortet ihn „unter dem Einfluss der Bewegung Frau, Leben, Freiheit“. Der Iranische Schriftstellerverband sieht darin Babachahis dichterische Erzählung der Protestbewegung von 2022. Im Vorwort schreibt Babachahi, Protest und ziviler Ungehorsam seien die Zuflucht des Volkes gegen Armut und Unterdrückung, und „dies bedeutet nicht, dass Intellektuelle sich diesem Unglück entziehen dürfen“; er kritisiert die „satten Dichter“, die „hinter Metapher und Symbol Anspruch auf Freiheit und Gerechtigkeit erheben“, und versteht seinen Ansatz zugleich als Herausforderung der „etablierten Regeln“ der Dichtung. Im April 2023 veröffentlichte die Literaturzeitschrift Bang drei vom Dichter selbst ausgewählte Gedichte aus dem Band, darunter „Ey…!“ in einer Lesung des Autors. Laut Noushazar entstand „Ey…!“ 2020 als Reaktion auf die Proteste vom November 2019 und wurde 2023 erstmals veröffentlicht; Radio Zamaneh sendete das Gedicht in der Stimme des Autors in seiner Radiosendung vom 23. Februar 2026 zusammen mit der Nachricht von seinem Tod.
Nach längerer Krankheit starb Ali Babachahi am Nachmittag des 23. Februar 2026, einem Montag, im Alter von 83 Jahren in einem Krankenhaus in Karadsch an Herzstillstand. Er wurde am Vormittag des 26. Februar 2026, einem Donnerstag, auf dem Friedhof Behesht-e Sakineh in Karadsch beigesetzt, im Beisein seiner Familie und literarischer Persönlichkeiten, darunter Hormoz Alipour, Mohammad Ghassemzadeh, Shahab Mogharrabin, Hafez Mousavi und Mozaffar Royaee, und zum Klang der Dammam, einer Trommel aus dem Süden Irans. In einer Erklärung würdigte ihn der Iranische Schriftstellerverband als „unabhängigen Schriftsteller und aufrichtigen Verteidiger der Gedanken- und Meinungsfreiheit“.
Im Lauf der Jahrzehnte entwickelte sich Babachahis Stil von der sozialen Romantik und der nimaischen Dichtung hin zur post-nimaischen Dichtung. Behzad Khajat teilt sein Werk in zwei Perioden, vor und nach den 1990er-Jahren, und zählt ihn zu den Wegbereitern einer Strömung, die in diesem Jahrzehnt die herkömmliche Auffassung von Dichtung umstürzte. Der Iranische Schriftstellerverband beschreibt ihn als „experimentellen Dichter“, der in sieben Jahrzehnten literarischer Tätigkeit seinen Stil zweimal grundlegend erneuerte. Bei seiner Beerdigung sagte Hafez Mousavi, Babachahi habe „gerade in dem Augenblick, als er auf dem Höhepunkt seines Ruhms und Ansehens stand“, mit der Veröffentlichung von Nam-nam-e baranam („Ich bin der Nieselregen“) in den 1990er-Jahren ein völlig anderes Gesicht gezeigt.
In dem Aufsatz „Die grenzenlose Weite der Bedeutung“, erschienen in der Zeitschrift Rudaki (Nr. 22, 2008), vertritt Babachahi die Auffassung, dass der literarische Text, insbesondere die zeitgenössische Dichtung, keine feste, vorab bestimmte Bedeutung besitzt, sondern dass Bedeutung in einem dynamischen Prozess zwischen Text und Leser entsteht. Mehrdeutigkeit, Schwebe und sprachliche Brüche sind in seinen Augen keine Schwächen, sondern Mittel, die den Spielraum der Deutung erweitern. In dem Aufsatz „Die Krise der Dichtung und die Wege aus ihr heraus“ (Monatszeitschrift Farhang-e towseʿeh, Mai/Juni 2001) schreibt er: „Die Krise im allgemeinen Sinn verweist wahrscheinlich auf etwas außerhalb der Dichtung. Es wäre daher ungerecht, die Krise der zeitgenössischen Dichtung zuzuschreiben.“
Die Grundlagen der post-nimaischen Dichtung legte er in dem Aufsatz „Achsen und Merkmale der post-nimaischen Dichtung“ (Zeitschrift Karnameh, März–Mai 1999) dar. KhabarOnline fasst die Grundsätze der Theorie der „Dichtung in einer anderen Situation“ als „Sprachlichkeit der Dichtung“ (die Sprache als Gegenstand der Dichtung statt als ihr Werkzeug), „Aufschub der Bedeutung“, „Flucht aus der Syntax“ sowie „Humor und Parodie“ zusammen. In dem oben zitierten ISNA-Interview grenzt Babachahi die „Dichtung in einer anderen Situation“ von der „anderen Dichtung“ (sheʿr-e digar) der 1960er-Jahre ab, einer Strömung, zu der nach seiner Ansicht Dichter wie Bijan Elahi und Houshang Chalangi gehören und der Royaees Dichtung nahesteht. Ihm zufolge achtet die „andere Dichtung“ auf ihre organische Einheit und ist „strukturiert und zentripetal“, während die „Dichtung in einer anderen Situation“ „dem Zeitalter des Argwohns angehört“: Sie ist zentrifugal, besteht aus „mehreren Erzählungen“, die sich „den verschiedenen inneren Ichs des Menschen“ zuwenden, und hat offene Enden. Royaees Dichtung nennt er „strukturalistisch“, die „Dichtung in einer anderen Situation“ dagegen „poststrukturalistisch“, „dem Anschein nach zersplittert, mit mehreren Erzählungen“ und „leserorientiert“. In einem Interview mit der Mehr News Agency (2006) bezeichnete er das Interesse heutiger Dichter an der „psychologischen Tiefenstruktur“ als „eine Art Mystik“, und in einem Interview mit Radio Zamaneh (2008) beschrieb er die Gegenwart von Frauen in seiner Dichtung als „Sehnsucht nach einer gewissen Frische, einer Art Lebendigkeit“. Er war überzeugt, dass die Dichtung ihren Weg auch dann fortsetzt, wenn der Dichter nicht mehr ist. Er sagte zudem, er verdanke seine Gedichte „den Ängsten“, die ihn, wie er es ausdrückte, „heftig belagern“, und fügte hinzu, inmitten all dessen „kommt mir der Humor zu Hilfe“. Nach Hossein Noushazar unterschied Babachahi die „Protestdichtung“ vom bloßen „Slogan“ oder „Geschrei“ und bestand auf ihrer künstlerischen Dimension: Protestdichtung solle die bitteren sozialen Wirklichkeiten nicht abbilden, sondern sie durch Einbildungskraft, Denken und die Mittel der Sprache in „künstlerische Wirklichkeit“ verwandeln. Den grotesken Humor und die sprachliche Virtuosität seiner Dichtung verstand er als Ergebnis der Auseinandersetzung mit der Katastrophe; er bestand darauf, dass der Dichter sich durch einen dekonstruktiven Ansatz von alten Idealismen und von den Diskursen der Macht lösen müsse, und betrachtete die staatliche Zensur ebenso wie die Selbstzensur als zwei Geißeln des schöpferischen Arbeitens.
Als Kritiker führte Babachahi eine scharfe Feder. Sein Buch Gozare-ha-ye monfared („Vereinzelte Thesen“), das Dichter in eine Rangfolge bringt und bestimmte Strömungen unverblümt kritisiert, löste zahlreiche Reaktionen aus. Seine bekannteste theoretische Auseinandersetzung führte er mit Reza Baraheni; sie ist als „Schlacht Teheran–Toronto“ in Erinnerung geblieben. Außerdem kritisierte er die Strömung der „Einfachheit“ in der Dichtung (sadeh-nevisi), namentlich die Ansichten von Mohammad Shams Langeroodi und Seyyed Ali Salehi. Nach Ali Masoudinia lag Babachahi besonders in den 1990er- und 2000er-Jahren ständig im Streit mit anderen Kritikern und Dichtern, bisweilen bis hin zur „verbalen Gewalt“; Masoudinia betrachtet seine Auseinandersetzungen mit Reza Baraheni und Manouchehr Atashi als „kostbare Erinnerungen“ an eine Zeit, in der Dichtung noch Gegenstand von Debatte und Streit war, und erinnert daran, dass Babachahi später sagte: „Ich antworte niemandem mehr, der unter Baraheni steht!“ Zu Shapour Jorkeshs Polemik gegen Babachahis Theorien und zu Reza Barahenis Erwiderung an Jorkesh siehe unten.
In seiner Analytischen Geschichte der neuen Dichtung beschreibt Mohammad Shams Langeroodi Babachahis ersten Gedichtband, Dar bi-tekyegahi, als gefühlsbetonte und bilderreiche, sozial ausgerichtete und von einer selbstzerstörerischen Traurigkeit erfüllte Dichtung, die, obwohl sentimental und „jugendlich“, sowohl politische Kreise als auch die Anhänger des „L’art pour l’art“ ansprach und berühmt wurde. Im zweiten Band, Jahan va roshanayi-ha-ye ghamnak, setzte Babachahi nach seiner Ansicht denselben Weg in einem rhetorischen, bilderreichen Ton unter dem Einfluss von Forugh Farrochzad fort, und der dritte, Az nasl-e aftab, zeigt kaum qualitative Veränderungen außer im Versmaß, wo er laut Langeroodi die Errungenschaften von Farrochzad und M. Azad weiterführt und einen Schritt von den nimaischen Versmaßen zum freien Vers markiert.
Nach Esfandiar Koucheh, der für Radio Zamaneh schreibt, hatte Manouchehr Atashi in der Zeitschrift Donya-ye sokhan Babachahi und zwei weitere Dichter als Bannerträger der avantgardistischen Dichtung der 1990er-Jahre genannt. In seiner Besprechung von Jahan motavajjeh shod sieht Koucheh das Vorwort als „so etwas wie ein Manifest“, das die Protestdichtung definiert, und vermerkt, dass der Dichter im Anschluss an Edward Said die Ansicht vertritt, Dichter und Schriftsteller seien verpflichtet, den Ereignissen um sie herum, Straßenproteste eingeschlossen, nicht gleichgültig gegenüberzustehen. In diesem Band werden Babachahis Sprachspiele nach Koucheh „mit dem Auflodern der Revolution des iranischen Volkes“ seltener, die Bilder „nackter“, und die auf 2022 datierten Gedichte wirken „dynamischer und packender“. Koucheh verweist auf die historischen und literarischen Bezüge dieser Gedichte: auf einen Vers von Ahmad Schamlou („Sieh das Blut auf dem Pflaster“), auf die Ereignisse der Konstitutionellen Revolution und auf Howard Baskerville, auf den Wesir Hasanak und das Tarikh-e Beyhaqi sowie auf die Parolen und Streifen der Revolutionskomitees der 1980er-Jahre. Zugleich zählt er zu den Schwächen des Bandes die Aufnahme von drei Gedichten mit fast identischer Erzählung und Wortwahl („Protest 3“, „Protest 8“ und „Protest (Kurzgeschichte)“). In seiner Lektüre des Gedichts „Ey…!“ schreibt Noushazar, der Dichter spiele „nach Art Derridas“ mit den Pronomen, um die latente Gewalt der Macht aufzudecken; der Vers „Mahboubeh war mein anderer Name“ verleihe dem Erzähler eine weibliche Identität und rücke das Gedicht seiner Ansicht nach ein Jahr vor ihrem Ausbruch in die Nähe der Bewegung Frau, Leben, Freiheit.
In einem am Todestag Babachahis auf KhabarOnline veröffentlichten Beitrag bezeichnet Ali Masoudinia als den „wesentlichen Punkt“ seines Werks seine „beständige Neigung“, eine Dichtung zu schaffen, die „thesenhaft und gegen den Strom“ ist. Nach seiner Darstellung begann Babachahi in den 1960er-Jahren in Buschehr mit nimaischer Dichtung und etablierte sich zugleich als ernsthafter Kritiker; Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre hob er sich durch einen neuen Umgang mit zusammengesetzten Versmaßen und der nimaischen Prosodie von seinen Zeitgenossen ab. Den Höhepunkt seines dichterischen und kritischen Projekts erreichte er jedoch in den 1990er-Jahren, als er sich zunächst dem freien Vers zuwandte und dann, in der Auseinandersetzung mit Literaturtheorie und postmodernen Ideen, in Nam-nam-e baranam und Manzel-ha-ye darya bi-neshan ast („Die Stationen des Meeres hinterlassen keine Spur“) eine eigene sprachliche Textur und formale Identität fand und seine Poetik mit der „Dichtung in einer anderen Situation“ und der „post-nimaischen Dichtung“ zu erklären suchte. Als Merkmale dieser Dichtung nennt Masoudinia den dekonstruktiven Zusammenbruch thematischer Stützen, syntaktische Brüche und Registerwechsel, die Beweglichkeit eines auf Assoziation gegründeten Denkens, eine collagenartige Qualität, eine Fülle zu lesender Leerstellen und „einen kühnen, schwarzen Humor“; später habe Babachahi zudem mit dem Kurzgedicht, dem Haiku und einfacheren, erzählenderen Formen experimentiert. Die Lust am Experiment sieht er als einen „unter den Dichtern seiner Generation ungewöhnlichen“ Zug; Babachahis kritische Methode beurteilt er als „äußerst eklektisch und unkonventionell“, aber ergiebig an „wertvollen kritischen Texten“, und er nennt Gozare-ha-ye monfared, Sheʿr-e emruz, zan-e emruz („Dichtung von heute, Frau von heute“) und Se daheh shaʿeran-e herfeʾi („Drei Jahrzehnte professioneller Dichter“) als Bücher, die einen „nicht unerheblichen“ Beitrag zur Analyse der zeitgenössischen iranischen Dichtung geleistet haben. Für Masoudinia, der ihm zuvor einen Text mit dem Titel „Der einsame, finster blickende Gladiator“ gewidmet hatte, wurde Babachahis Dichtung „schlecht bedient“, und er selbst „wurde trotz seiner Stellung als einflussreiche Gestalt und Theoretiker der iranischen Literatur nicht nach seinem wahren Wert geschätzt“; dies führt er zum Teil darauf zurück, dass Babachahi seine Dichtung „hartnäckig“ und „mit seinem ganzen Wesen“ verteidigte.
Laut Iran Emrooz haben kritische Texte über sein Werk hervorgehoben, dass manche seiner Gedichte auf formalistischen Experimenten und dem Spiel mit sprachlichen Strukturen beruhen, während andere seine Gesellschaftskritik, seinen Humor und seine politischen Anliegen widerspiegeln.
In einem Interview mit IBNA nach seinem Tod nannte Behzad Khajat Babachahi eine „universale“ Gestalt und argumentierte, auch wenn vielleicht niemand Schamlou in der Breite seines Wirkens gleichkomme, sei Babachahi „eine beachtenswerte Wahl, die neben einer großen Gestalt wie Schamlou oder, an einem anderen Horizont, neben Reza Baraheni bestehen kann“. Nach Khajat haben Babachahis Theorien das pluralistische Klima nach den 1990er-Jahren und die Hinwendung der Dichtung zur „Zentralität der Sprache“ „explizit und akademisch“ gemacht, wobei seine Dichtung stets die Grundlage seiner Theorien bildete. Anders als viele seiner Zeitgenossen, die um die Wahrung ihres „traditionellen Ansehens“ besorgt waren, wagte er das Risiko der „experimentellen Dichtung“ und knüpfte, vor allem als Betreuer der Lyrikseiten von Adineh, eine tiefe Verbindung zur neuen Generation, indem er junge Dichter bekannt machte. Den Humor der „Dichtung in einer anderen Situation“ sieht Khajat als Mittel, die „großen sakralen Erzählungen“ herauszufordern: So werde die Geliebte, in der traditionellen Dichtung ein heiliger und unerreichbarer Gegenstand, bei Babachahi zu einer gewöhnlichen, alltäglichen Figur.
Simin Behbahani widmete seinen Gedichten einen Aufsatz mit dem Titel „Ein Blick auf einige Gedichte Babachahis“, der in Ausgabe 23 der zweimonatlich erscheinenden Literaturzeitschrift Chameh (April–Juni 2022) veröffentlicht wurde.
Abdolali Dastgheib schrieb mehrfach über Babachahis Dichtung, namentlich in dem Aufsatz „Postmoderne in den Gedichten Babachahis“, erschienen in Dschahan-e Ketab (Jg. 15, Nr. 3–4, laufende Nr. 254, Mai–Juli 2010), und in dem Aufsatz „Das Neue an Babachahis Dichtung gehört eher hierher“, erschienen in Chameh (2022). Nach dem Bericht von Jam-e Jam Online über eine Sitzung der Nationalen Vereinigung der Literaturkritiker zu Babachahis Werk, die wenige Tage nach seinem Tod stattfand, las Dastgheib Gedichte aus Faghat az pariyan-e daryayi zakhm-e zaban nemi-khorad („Nur die Meerjungfrauen ersparen ihm ihre Sticheleien“) und Picasso dar ab-ha-ye Khalij-e Fars („Picasso in den Gewässern des Persischen Golfs“). Er sagte, Kritiker interessierten sich mehr für „Rang und Zugehörigkeit“ der Dichter als dafür, sie und ihre Dichtung kennenzulernen, während die Qualität eines Gedichts in der Fähigkeit des Lesers liege, in seine Welt einzutreten; eine Welt, die bei Babachahi seiner Ansicht nach „bald komisch, bald ernst, bald lyrisch“ ist. Nach Dastgheib blieb Babachahis Dichtung bis zum Ende der 1990er-Jahre im Geist der nimaischen Dichtung; danach wandelten sich der Wortschatz, die in der Welt des Gedichts herrschenden Beziehungen, „die Art, Wörter anzuordnen“, und die Weise, ins Gedicht einzutreten. Zu den Merkmalen dieser Dichtung zählte er die Zerstreuung der Sätze (hinter der seiner Ansicht nach die Hauptbedeutung verläuft), lokale Anspielungen, Bezüge auf Sprichwörter, Kinderreime und Volksmärchen, die Vertrautheit mit der klassischen Literatur, das Groteske und den Humor, und er führte den Vers „Das Nichts des Nichts ist besser als nichts“ als Beispiel für das Spiel des Dichters mit der Sprache an. Die dichterische Dimension von Faghat az pariyan-e daryayi … hielt Dastgheib für stärker, die theoretische Dimension von Picasso … für ausgeprägter, und er betonte, Babachahis Dichtung sei „keineswegs eine Flucht vor der Bedeutung“: Hinter ihrer neuen Form verbergen sich die Schmerzen und Qualen des heutigen Menschen. Er schloss, was Babachahi in seiner Dichtung sage, sei „weder eine Nachahmung anderer postmoderner Bücher noch von ihnen beeinflusst“, und er habe „die Postmoderne gut verstanden … und setzt sie in seiner Dichtung gut ein“.
Im Oktober 2011 untersuchte Faradsch Sarkuhi, selbst Insasse des Armenien-Busses, in der Rubrik „Sieben Tage, Bücher“ von BBC Persian, die bei dieser Gelegenheit Gol-baran-e hezar-ruzeh („Ein tausendtägiger Blütenregen“) gewidmet war, Babachahis Werk in zwei Perioden. Nach seiner Darstellung etablierte sich Babachahi in den 1960er- und 1970er-Jahren mit dem berühmten Gedicht „Ich komme von der Tränke der Frösche mit hässlicher Stimme“ und den übrigen Gedichten von Dar bi-tekyegahi als eine der führenden Gestalten der damaligen Dichtung. Die nimaischen Gedichte dieser Zeit übernahmen die vorherrschenden Mittel der nimaischen Dichtung und verwarfen durch „Kritik und Negation der bestehenden Ordnung“ die herrschenden sozialen, politischen und kulturellen Rahmen; die Gedichte von Jahan va roshanayi-ha-ye ghamnak, Az nasl-e aftab, Seda-ye shen und einige aus Ava-ye darya-mardan („Das Lied der Meeresmänner“) gehören in denselben Rahmen. Die zweite Periode ist laut Sarkuhi mit den Umbrüchen der 1990er-Jahre verbunden, die er „das Jahrzehnt der Krise der persischen Dichtung“ nennt und in denen Wellen wie die post-nimaische Dichtung, die „Dichtung in einer anderen Situation“, die dekonstruktive und die postmodernistische Dichtung aufkamen. Sarkuhi schreibt, Babachahi sei einer der Pioniere bei der Umgestaltung von Struktur, Form und Sprache der nimaischen Dichtung und einer der einflussreichen Dichter jenes Jahrzehnts gewesen und habe versucht, die theoretischen Grundlagen seiner Vorschläge in seinen nicht-dichterischen Schriften, namentlich in Gozare-ha-ye monfared, darzulegen. Zu einer Zeit, als „theoretische Armut“ die Kritik jener Jahre auf die Übernahme von Begriffen reduzierte, die durch die Übersetzung von ein oder zwei Werken postmoderner Denker verbreitet wurden, ging Babachahis Dichtung nach seiner Ansicht „über die bloße Wiedergabe dieser Entwicklungen hinaus“. Durch ihre Neigung zu Polyphonie, zusammengesetzten Versmaßen, Relativismus und der Ablehnung von Absolutem und großen Erzählungen, durch neue Experimente mit Form, Sprache und Ton sowie durch Dekonstruktion und Verfremdung, das Groteske und „den Aufbau des Gedichts auf Widerspruch und Paradox“ suchte sie neue, aber dennoch dichterische Perspektiven zu schaffen. Weil seine Dichtung auf der Kenntnis der klassischen Kultur und Dichtung, der nimaischen und der Schamlou’schen Dichtung sowie auf seiner eigenen „Erfahrung und Begabung“ beruhte, hielt sie sich von dem fern, was man die „Sprachspiele und Strukturspiele“ des Jahrzehnts nannte. Sarkuhi sieht die Gedichte von Gol-baran-e hezar-ruzeh als Fortsetzung dieses Weges und meint, das Werk dieser Periode festige Babachahis Platz „als einer der wenigen vollendeten Dichter dieser Welle oder Strömung“.
Mehrere andere Insassen des Armenien-Busses waren Kollegen, Mitglieder derselben literarischen Kreise oder Kritiker Babachahis. Nach Angaben des Iranischen Schriftstellerverbands besuchte er regelmäßig die Mittwochsrunden im Haus von Mohammad-Ali Sepanlou, über die er in den Beraterkreis des Verbands gelangte. Babachahi selbst erinnerte sich, vor der Revolution zusammen mit Mohammad Mokhtari, Javad Mojabi, Faramarz Soleimani, Aziz Khalili, Esmail Raha, Mohammad Mohammad-Ali und einigen anderen an den Runden der „Dichterdienstage“ teilgenommen zu haben, und beklagte, dass Mojabi seinen Namen weggelassen habe, als er in einem Buch seine Erinnerungen an diese Zeit erzählte; warum, wisse er nicht. In Ayineh-ye bamdad, einer Sammlung seiner Schriften und Interviews über Ahmad Schamlou, gab Mojabi ein Gespräch über Schamlou mit Dichtern wie Manouchehr Atashi, Mohammad Hoqouqi, Mohammad-Ali Sepanlou und Babachahi wieder; außerdem nahm er in Schamlous Haus an der ersten Preisverleihung des Ahmad-Schamlu-Lyrikpreises teil, bei der Babachahis In kashti-ye por-asrar einer der beiden Preisträger war. In einem nach Mojabis Tod (2026) in Independent Persian veröffentlichten Beitrag vergleicht Dariush Meʿmar Mojabis dichterischen Werdegang mit dem Babachahis: Seiner Ansicht nach „unternahmen“ Dichter wie Reza Baraheni und Babachahi „in bestimmten Perioden ihres dichterischen Lebens grundlegende Experimente mit Sprache, Syntax und Form“ und rissen dabei mitunter eine beträchtliche Kluft zwischen ihren verschiedenen Perioden auf, während Mojabi im Wesentlichen innerhalb der nimaischen Tradition und des freien Verses Schamlous blieb.
Ab 1997 gab der Romancier Mohammad Mohammad-Ali gemeinsam mit Babachahi drei Sonderhefte von Adineh zu Lyrik und Kurzgeschichte heraus, und Babachahi beschrieb ihre Zusammenarbeit bei Adineh als „eine sehr gute Zeit“. Mohammad-Ali und Masoud Behnoud gehören zu denen, die im Dokumentarfilm In ghiyafeh-ye mashkuk über Babachahis dichterische und persönliche Seiten sprechen. Die Literaturzeitschrift Bang, zu deren Herausgebern Shahriar Mandanipour gehört, veröffentlichte im April 2023 drei Gedichte aus Babachahis Protestband.
Der Kritiker Shapour Jorkesh, ebenfalls Insasse des Busses, war einer der entschiedensten Gegner von Babachahis Theorien. In einem Interview mit Mahyar Zahed, das unter dem Titel „Der Blick in die Zukunft“ in der Tageszeitung Etemad (Nr. 1545, 21. November 2007) erschien, nannte er Babachahi einen „Journalisten und zeitgenössischen Dichter“ und behauptete, Babachahi habe auf Seite 771 von Gozare-ha-ye monfared seinem Buch Hush-e sabz fünf Verse zugeschrieben, die darin nicht vorkommen. Jorkesh sagte: „Herr Babachahi, der einräumt, dass er seinen möglichen literarischen Populismus den 1990er-Jahren verdankt, kann mit dieser Art von Taschenspielerei jeden möglichen Einfluss Schamlous auf ihn leugnen“, und fügte hinzu: „Vielleicht habe ich das Recht, eine so lässige und ungenaue Theorie als eine der Ursachen für die Sackgasse der Dichtung der 1990er-Jahre anzusehen.“ Laut Etemad „fand das Interview ein breites Echo“, und Reza Baraheni verteidigte Babachahi in einer langen Erwiderung mit dem Titel „An die alterslose Generation von morgen“ (Etemad, Nr. 1567, 17. Dezember 2007): „Jeder weiß, dass Herr Babachahi Dichter und Literaturkritiker ist. Es ist das erste Mal, dass ihn jemand einen ‚Journalisten‘ nennt.“ Nach Baraheni hatte Jorkesh, indem er das Wort „Journalist“ vor „Dichter“ setzte, Babachahi „herabsetzen“ wollen und schulde sowohl den Journalisten als auch Babachahi eine Entschuldigung, denn „alles, was er bisher geschrieben und veröffentlicht hat, gehört zur Dichtung und zur Kritik der Dichtung“.
Babachahis Dichtung ist Gegenstand einer umfangreichen wissenschaftlichen Literatur. Mit Stand Oktober 2026 verzeichnet die Datenbank Elmnet unter dem Schlagwort „Ali Babachahi“ mehr als 70 wissenschaftliche Dokumente (Zeitschriftenaufsätze, Konferenzbeiträge, Master- und Doktorarbeiten sowie Bücher), von denen einige von Babachahi selbst stammen. Mindestens acht Master- und Doktorarbeiten, die zwischen 2010 und 2016 an Hochschulen wie der Universität Arak, der Universität Zabol, der Ferdowsi-Universität Maschhad, der Vali-e-Asr-Universität Rafsanjan und der Payame-Noor-Universität verteidigt wurden, untersuchen verschiedene Aspekte seiner Dichtung: Foregrounding, das Bild der Geliebten, binäre Oppositionen, regionale Elemente und Lokalismus, Humor und das Groteske sowie postmodernistische Komponenten.
In einem Aufsatz in Zibayi-shenasi-ye adabi (2012) zählen Mohammad-Jalil Bahadori und Hassan Zolfaghari die Gleichgültigkeit gegenüber der chronologischen Abfolge zu den Merkmalen der Dichtung der 2000er-Jahre und der Dichtung Babachahis: Ihnen zufolge verflicht der Dichter verschiedene Epochen, schafft einen nichtlinearen Text und geht bewusst frei mit historischen Tatsachen um, ein Zug, den sie mit den Ideen der Poststrukturalisten und Jacques Derridas in Verbindung bringen. Ebrahim Mohebbi und seine Mitautoren (2019) bestimmen aus kognitiv-stilistischer Sicht die „strukturelle Verzerrung“ und das Aufbrechen des Schemas „Behälter und Ort“ als stilistische Merkmale seiner Dichtung, die ihrer Ansicht nach in ein „rhizomatisches Schema“ münden; die traditionelle Stilistik halten sie für unfähig, solche Gedichte zu analysieren. Mohammad-Amin Ehsani Estahbanati und Mohammad-Reza Sarfi (2021) nennen Babachahi „einen der fortgeschrittensten Vertreter der Postmoderne im Iran“ und untersuchen in seiner Dichtung Komponenten wie die Flucht aus der Syntax, die ungeordnete Struktur der Sprache, die Ablehnung der Vernunft und das Fehlen von Kohäsion und Gewissheit. Behzad Khajat (2021) vergleicht eines seiner Gedichte mit einem Gedicht von Mohammad Shams Langeroodi im Licht der Rhizom-Theorie von Gilles Deleuze und stellt Babachahi als Vertreter der postmodernistischen Dichtung, Shams Langeroodi als Vertreter der sogenannten Strömung der „Einfachheit“ dar.
Ali Mohammadi und Tahereh Ghassemi (2022) verfolgen anhand der Titel seiner Gedichte seine Entwicklung von nimaisch und realistisch geprägten Anfängen bis zu seinem Eintritt in die postmoderne Dichtung mit Nam-nam-e baranam und Aghl azabam mi-dahad („Die Vernunft quält mich“). Ronak Joharzadeh und ihre Mitautoren (2022) stellen in denselben beiden Bänden die Häufigkeit von Komponenten wie Ungewissheit, „Lesen der Leerstellen“, dem „Tod des Autors“ und dem Paradox fest und untersuchen Stärken und Schwächen dieser Art von Dichtung auf sprachlicher, thematischer und literarischer Ebene. Nach der Untersuchung von Zakieh Mohammadlou und ihren Mitautoren (2022) ist der Vergleich die häufigste Form semantischer Abweichung in Babachahis Dichtung, während die Metapher seltener verwendet wird. Mahboubeh Shirgardoun (2022) stellt bei der Untersuchung von sieben seiner Bände fest, dass seine Dichtung vor allem auf Beschreibung und Vergleich beruht und in großem Umfang Naturelemente verwendet; als häufigste Stilfigur bestimmt sie die Wiederholung. Andere Untersuchungen analysieren das Gedicht „Pasingahi 2“ aus Sicht der Geokritik und der Theorie der „Horizontstruktur“ von Michel Collot und das Gedicht „Duri va …“ nach Paul Werths Theorie der „Textwelten“; seine Dichtung wurde zudem zusammen mit der von Kiumars Monshizadeh nach dem Modell von Geoffrey Leech untersucht.
In einem Aufsatz in der Vierteljahresschrift Motaleʿat-e honar-e eslami (2024) zählen Leila Amini, Shahin Ojagh Alizadeh und Seyyedeh Mandana Hashemi Esfahani Babachahi und Reza Baraheni zu den bedeutenden Dichtern des „Siebziger-Jahrzehnts“ (der 1990er-Jahre) und untersuchen die „Polyphonie“ in ihrem Werk als eines der Kennzeichen der Postmoderne. Nach dieser Studie entsteht die Polyphonie in ihrer Dichtung aus Versmaß und Musik, sprachlichen Unterscheidungen und dem Kontrast zwischen förmlichem und umgangssprachlichem Register, dem „disseminativen Schreiben“ und dem „wahnsinnigen Schreiben“ sowie der Präsenz einer schizophrenen Figur und führt zur „Flucht aus der Tyrannei des Monologs“, zum erzählerischen Bruch und zur Ablehnung der vertikalen Achse und der thematischen Einheit. In einem weiteren Aufsatz, erschienen in Sabk-shenasi-ye nazm va nasr-e farsi (Februar/März 2025), untersuchen dieselben Forscherinnen Babachahis „disseminative Dichtung“, einen Begriff, der nach ihrer Darstellung von Derridas „Dissemination“ abgeleitet ist und in der Dichtung der 1990er-Jahre von der Lektüre des Textes auf seine Hervorbringung ausgedehnt wurde. Als ihre Hauptkomponenten bestimmen sie Polyphonie, das Lesen der Leerstellen und die Beteiligung des Lesers, die Verrückung der Sprache und das wahnsinnige Schreiben, Humor und Parodie, die Verflechtung der Zeiten, die vielfältige Gestalt des Liebenden und der Geliebten sowie Intertextualität. Ihnen zufolge entlehnt Babachahi in den meisten Gedichten der „vierten Periode“ seines Schaffens implizit oder explizit einen Teil seiner Wörter und Begriffe aus alten Texten, Liedern, Balladen und volkstümlichen Sprichwörtern.
Neben wissenschaftlichen Aufsätzen sind Babachahis Dichtung mehrere Bücher gewidmet, darunter Ram va naram: Atashi – Babachahi („Zahm und ungezähmt: Atashi – Babachahi“) von Nasrin Mozaffari und Marzieh Nowruzi, das seine Dichtung zusammen mit der von Manouchehr Atashi untersucht; Be samt-e chehreh-ha-ye mokhtalefi von Ebrahim Mohebbi über den Stil seiner Dichtung und der von Abbas Saffari; Barkhord-e menghar-e parandeh be laleh-ye gush von Hossein Bagheri über die „Dekonstruktion“ in zehn seiner Bände aus den 2010er-Jahren; sowie Gosast-ha va peyvast-ha-ye revayi dar ashʿar-e Ali Babachahi von Javid Takavaran.
Nach der Erklärung des Iranischen Schriftstellerverbands veröffentlichte Babachahi siebenundzwanzig Gedichtbände, sieben Bücher zu Literaturkritik und -theorie sowie fünf Forschungsarbeiten. KhabarOnline spricht von mehr als fünfunddreißig Bänden.
Die Jahreszahlen werden nach dem iranischen Kalender angegeben, gefolgt vom entsprechenden gregorianischen Jahr (das iranische Jahr beginnt um den 21. März und erstreckt sich daher über zwei gregorianische Jahre).
Die folgende Liste beruht auf Presseangaben:
1403/2024 legte der Verlag Ketab-e Hormoz Dar bi-tekyegahi (ISBN 9786228365534) und Aghl azabam mi-dahad neu auf und veröffentlichte 1404/2025 einen von Abdollah Soleimani herausgegebenen Band mit dem Titel Dar ghar-ha-ye nargesi („In den Narzissenhöhlen“; ISBN 9786228365824).
Quellen für diese Liste:
Quellen für diese Liste:
Das Buch Birun paridan az saf (1385/2006) enthält neben Rezensionen und Aufsätzen mehrere seiner Interviews (siehe Literaturkritik und -theorie).
Babachahis Gedichte wurden unter anderem ins Englische, Niederländische, Kurdische und Arabische übersetzt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Babachahi, Ali |
| ALTERNATIVNAMEN | علی باباچاهی (persisch); Faryad, A. (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | iranischer Lyriker und Literaturkritiker |
| GEBURTSDATUM | 11. November 1942 |
| GEBURTSORT | Kangan, Provinz Buschehr, Iran |
| STERBEDATUM | 23. Februar 2026 |
| STERBEORT | Karadsch, Iran |