Ali Babachahi

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Schwarzweißfotografie von Ali Babachahi mit langen weißen Haaren, gestreiftem Hemd und Jackett
Ali Babachahi (2011)

Ali Babachahi (persisch: علی باباچاهی; * 11. November 1942 in Kangan, Provinz Buschehr; † 23. Februar 2026 in Karadsch) war ein iranischer Lyriker, Literaturkritiker, Forscher und Schriftsteller. Seine Lebensdaten entsprechen im iranischen Kalender dem 20. Aban 1321 bis zum 4. Esfand 1404.

Babachahi gehörte zur Generation der modernen persischen Dichtung nach Nima Yuschidsch. In den 1990er Jahren wurde er zu einem der meistdiskutierten Theoretiker und Kritiker der zeitgenössischen iranischen Lyrik. Mit den Begriffen she'r-e pasa-nimai („post-nimaische Dichtung“) und she'r dar vaz'iyat-e digar („Dichtung in einer anderen Situation“) gab er zwei Strömungen der neueren persischen Poesie prägnante Namen. Er veröffentlichte mehr als dreißig Bücher mit Gedichten, literaturkritischen und literaturwissenschaftlichen Arbeiten. Sein Band In kashti-ye por-asrar („Dieses geheimnisvolle Schiff“) erhielt 2016 gemeinsam mit einem weiteren Titel den ersten Ahmad-Schamlu-Lyrikpreis.

Leben

Kindheit, Schule und Studium

Ali Babachahi wurde in Kangan geboren und wuchs im Dorf Jofreh auf. Er war das jüngste Kind seiner Familie. Nach seinen Erinnerungen kam er durch einen Hausierer erstmals mit Dichtung in Berührung: Der Händler verkaufte in den Gassen Jofrehs Halva und Bücher, darunter Mush-o gorbeh („Die Maus und die Katze“) von Obeid Zakani. Über seine Brüder lernte Babachahi außerdem politische Schriften der Tudeh-Partei sowie Zeitschriften wie Omid-e Iran, Sepid-o siah und Roshanfekr kennen.

Er besuchte die höhere Schule in Buschehr. Zu seinen Lehrern zählten Manouchehr Atashi und Mohammad-Reza Nematizadeh; Babachahi bezeichnete Nematizadeh später als wichtig für die Ausbildung seines dichterischen Empfindens. Im Alter von dreizehn oder vierzehn Jahren las er Atashi sein Gedicht „Baran“ („Regen“) vor. Atashi bat ihn, das Gedicht vor der Klasse vorzutragen – eine Begebenheit, die Babachahi als Beginn seines Weges zum Dichter beschrieb. Er gewann zunächst den Literaturwettbewerb der Oberschüler in Buschehr, danach denjenigen in Schiras. Gegen Ende der Schulzeit erschienen seine ersten Gedichte unter dem Pseudonym A. Faryad in Omid-e Iran und Zan-e ruz. Nachdem Omid-e Iran eines seiner Gedichte zum „besten Gedicht der Woche“ erklärt hatte, veröffentlichte er unter seinem eigenen Namen.

1961 nahm Babachahi, damals neunzehnjährig, an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Schiras ein Studium auf; einzelne Quellen nennen 1960 als Studienbeginn. In Schiras gehörte er zu einem Kreis junger Dichter um Alireza Tabaei und Mansour Ouji, die einander in einem Café an der Zand-Straße ihre Texte vorlasen. Zunächst schrieb Babachahi auch Kurzgeschichten. Nachdem der Schriftsteller Mohammad Moazzen ihm gesagt hatte, er sei kein guter Prosaautor, konzentrierte er sich auf Gedichte und Lyrikkritik. Die Veröffentlichung seiner Texte in der Wochenzeitschrift Ferdowsi 1963 und 1964 bestärkte ihn in dieser Entscheidung.

Lehrtätigkeit, Tekapu und die Jahre vor 1979

Ali Babachahi liest aus dem Gedichtband Jahan motavajjeh shod

Nach Studium und Wehrdienst wurde Babachahi 1966 Literaturlehrer in Buschehr. Er unterrichtete dort etwa achtzehn Jahre. 1969 heiratete er Farkhondeh Bakhtiari, die ebenfalls an weiterführenden Schulen in Buschehr lehrte; das Paar hatte eine Tochter, Ghazal, und einen Sohn, Behrang.

Im Herbst 1967 gründete und leitete er in Buschehr die Literaturzeitschrift Tekapu („Bemühen“). Die Zeitschrift fand auch im literarischen Teheran Resonanz; die von Ahmad Schamlou herausgegebene Zeitschrift Khusheh druckte Beiträge nach. Nach drei Ausgaben wurde Tekapu 1968 auf Druck der Sicherheitsbehörde SAVAK und unter dem Vorwand einer fehlenden Lizenz eingestellt.

Ebenfalls 1967 erschien im Selbstverlag Babachahis erster Gedichtband Dar bi-tekyegahi („Ohne Halt“), der noch in nimaischen Versmaßen geschrieben ist. Es folgten Jahan va roshanayi-ha-ye ghamnak („Die Welt und die schwermütigen Lichter“, 1970), Az nasl-e aftab („Vom Geschlecht der Sonne“, 1974) und Seda-ye shen („Die Stimme des Sandes“, 1977). Daneben veröffentlichte er Gedichte für Kinder und schrieb für Zeitschriften wie Khusheh, Ferdowsi, Roshanfekr und Rudaki.

Als Kritiker griff Babachahi in die Debatten seiner Zeit ein. Sein erster, in Ferdowsi erschienener kritischer Text antwortete auf einen Beitrag von Reza Baraheni. In den 1960er und 1970er Jahren wandte er sich scharf gegen Yadollah Royaees „Volumendichtung“ (she'r-e hajm) und gegen die „Neue Welle“ (mowj-e now). Diese ablehnende Haltung revidierte er später teilweise. 2022 würdigte er Royaee als bedeutenden Avantgardedichter und betonte, dessen Gedichte stets bewundert zu haben; dessen Manifest der Volumendichtung hielt er allerdings weiterhin für überhöht und begrifflich unscharf.

Die „Zehn Abende“ im Goethe-Institut

Hördatei der Lesung Ali Babachahis am siebten der Zehn Abende

Vom 10. bis 19. Oktober 1977 veranstaltete der Iranische Schriftstellerverband gemeinsam mit dem Goethe-Institut im Garten der Iranisch-Deutschen Kulturgesellschaft in Teheran die „Abende iranischer Schriftsteller und Dichter“. Die Reihe wurde später als „Zehn Abende“ oder „Zehn Nächte des Goethe-Instituts“ bekannt. Mehr als fünfzig Schriftsteller, Dichter, Dramatiker, Kritiker und Übersetzer sprachen über Zensur, Gedankenfreiheit, die Verantwortung von Intellektuellen, soziale Ungleichheit und Unterdrückung. Die Lesungen und Vorträge wurden damit zu einem wichtigen literarischen und politischen Ereignis der letzten Jahre vor der Revolution von 1979.

Babachahi las am siebten Abend, dem 16. Oktober 1977, vier Gedichte: „Salam bar shekufe-ye sorkhi ke az piyale-ye mashreq damid“ („Gegrüßt sei die rote Blüte, die aus dem Kelch des Ostens erblühte“), „Sorud-e bumi“ („Lied der Heimat“), „Dar vasf-e asheqan-e donya“ („Lob der Liebenden der Welt“) und „Dar qalamrow-e khakestar“ („Im Reich der Asche“). Die Lesung ist als 3 Minuten und 35 Sekunden lange Tonaufnahme erhalten.

Nach der Revolution

1980 veröffentlichte Babachahi Jashn-e jonun („Das Fest des Wahnsinns“). 1983 wurde er nach rund achtzehn Jahren im Schuldienst vorzeitig zwangspensioniert. Er führte dies später auf Kräfte zurück, die sich als „wahre Eigentümer der Revolution“ verstanden. Danach verließ er Buschehr und lebte in Karadsch. Dort schrieb er zunächst über den Dramatiker Khosrow Hakim-Rabet Hörspiele für den Rundfunk. Ab 1989 arbeitete er unter Nasrollah Pourjavady im Universitätsverlagszentrum Markaz-e nashr-e daneshgahi als Lektor und an der Erforschung klassischer persischer Texte; diese Tätigkeit endete mit der Schließung der Abteilung für das persische Wörterbuch.

Seit 1988 veröffentlichte Babachahi im Monatsmagazin Adineh Beiträge über Strömungen der zeitgenössischen Poesie. Ab Heft 35 betreute er dort ungefähr zehn Jahre lang die Lyrikseiten. Er stellte junge Dichter vor und kritisierte zugleich offen vorherrschende Strömungen. In dieser Zeit prägte und entwickelte er die Begriffe der post-nimaischen Dichtung und der „Dichtung in einer anderen Situation“.

Iranischer Schriftstellerverband und Armenien-Bus

Nach seiner Pensionierung nahm Babachahi an den Mittwochsgruppen im Haus von Mohammad-Ali Sepanlou teil und gelangte dadurch in den Beraterkreis des Iranischen Schriftstellerverbands. Er gehörte 1994 zu den Unterzeichnern der Erklärung „Wir sind Schriftsteller“, die als Erklärung der 134 Schriftsteller bekannt wurde. Nach der erneuten Konstituierung des Verbands 1999 war er bis zu seinem Tod Mitglied.

Im August 1996 gehörte Babachahi zu 21 Schriftstellern, Dichtern und Journalisten, die auf Einladung des Armenischen Schriftstellerverbands mit einem Reisebus nach Armenien fahren wollten. Auf dem Heyran-Pass versuchte der Fahrer nach Berichten von Mitreisenden zweimal, den Bus in eine Schlucht zu lenken und aus dem Fahrzeug zu springen. Masoud Toufan und Shahriar Mandanipour verhinderten den Absturz. Die Reisenden wurden anschließend in Astara festgehalten und verhört. Der Vorfall gilt als Teil des Komplexes der iranischen „Kettenmorde“ und als gescheiterter Anschlag auf kritische Intellektuelle.

Letzte Jahre und Tod

Ali Babachahi beim Lesen

Zu seinem 77. Geburtstag sagte Babachahi 2019, er verbringe viel Zeit mit der Lektüre von Philosophie und Romanen und nutze soziale Medien, um mit jüngeren Dichterinnen und Dichtern im Gespräch zu bleiben. Er veröffentlichte dort, ähnlich wie früher bei Adineh, auch Texte anderer Autoren und leitete über Jahre eine Lyrikwerkstatt.

Er erschien 2022/2023 beim norwegischen Verlag Aftab und bezieht sich auf die iranische Protestbewegung von 2022. Der Verlag spricht von 58, andere Angaben von 54 Gedichten.

Nach längerer Krankheit starb Babachahi am 23. Februar 2026 im Alter von 83 Jahren in einem Krankenhaus in Karadsch an Herzstillstand. Drei Tage später wurde er auf dem Friedhof Behesht-e Sakineh in Karadsch bestattet. Der Iranische Schriftstellerverband würdigte ihn in einer Erklärung als unabhängigen Schriftsteller und entschiedenen Verteidiger der Gedanken- und Meinungsfreiheit.

Dichtung und Poetik

Babachahis Werk entwickelte sich von sozialromantisch geprägter und nimaischer Dichtung hin zu experimentellen, post-nimaischen Formen. Kritiker wie Behzad Khajat unterscheiden einen frühen Werkabschnitt und eine zweite, seit den 1990er Jahren einsetzende Phase. Mit Nam-nam-e baranam („Ich bin der Nieselregen“) zeigte Babachahi eine deutlich veränderte Poetik: Versmaß, Syntax, Register und Erzählweise wurden beweglicher; Assoziation, Bruch, Montage, Mehrstimmigkeit, Humor und Parodie erhielten größeres Gewicht.

Für Babachahi besitzt ein literarischer Text keine feststehende, vorab gegebene Bedeutung. Bedeutung entsteht vielmehr im Vorgang des Lesens zwischen Text und Leser. Mehrdeutigkeit, Schwebe und syntaktische Brüche verstand er deshalb nicht als Mangel, sondern als Mittel, den Deutungsspielraum zu erweitern. Seine Theorie der post-nimaischen Dichtung erläuterte er 1999 im Aufsatz „Achsen und Merkmale der post-nimaischen Dichtung“.

Die von ihm entwickelte „Dichtung in einer anderen Situation“ setzte die Sprache nicht bloß als Werkzeug ein, sondern machte sie selbst zum Gegenstand des Gedichts. Kennzeichnend sind der Aufschub von Bedeutung, die Abkehr von linearer Syntax, offene Enden, mehrere zugleich verlaufende Erzählungen sowie Humor und Parodie. Babachahi unterschied sie ausdrücklich von der „anderen Dichtung“ der 1960er Jahre: Während er diese als stärker zentriert und auf organische Einheit bedacht beschrieb, verstand er seine eigene Konzeption als zentrifugal, poststrukturalistisch und auf die aktive Lektüre ausgerichtet.

Auch die Protestdichtung sollte nach Babachahi nicht im Slogan oder im bloßen Aufschrei aufgehen. Aufgabe des Gedichts sei es, soziale Wirklichkeit durch Imagination, Denken und Sprache in eine eigenständige künstlerische Wirklichkeit zu verwandeln. Seine späteren Gedichte verbinden deshalb politische Anspielungen mit Groteske, schwarzem Humor und Sprachspiel.

Literaturkritik und Rezeption

Babachahi schrieb nicht nur Gedichte, sondern auch streitbare Essays und umfangreiche Arbeiten zur modernen persischen Lyrik. Sein mehrbändiges Gozareh-ha-ye monfared („Vereinzelte Thesen“) ordnet Dichter ein, diskutiert literarische Strömungen und formuliert oft zugespitzte Urteile. Besondere Aufmerksamkeit erhielt seine Kontroverse mit Reza Baraheni, die als „Schlacht Teheran–Toronto“ bezeichnet wurde. Er kritisierte außerdem die als sadeh-nevisi bekannte Strömung der „Einfachheit“ in der Poesie.

Die Urteile über Babachahis Werk fallen unterschiedlich aus. Faraj Sarkohi sah in ihm einen der Pioniere der strukturellen, formalen und sprachlichen Erneuerung der nimaischen Dichtung in den 1990er Jahren. Seine Gedichte, so Sarkohi, verbinden Kenntnis klassischer und moderner persischer Poesie mit Polyphonie, zusammengesetzten Versmaßen, Relativismus, Groteske und einer Poetik des Widerspruchs. Shapour Jorkesh dagegen beanstandete Babachahis theoretische Thesen als ungenau und sah darin einen Grund für Sackgassen der Dichtung der 1990er Jahre. Reza Baraheni verteidigte Babachahi gegen diese Kritik.

Babachahis Dichtung ist Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen. Arbeiten beschäftigen sich unter anderem mit postmodernistischen Verfahren, Zeitstrukturen, semantischer Abweichung, Polyphonie, Humor und Groteske, regionalen Elementen sowie narrativen Brüchen. Die Datenbank Elmnet verzeichnete im Oktober 2026 unter seinem Namen mehr als 70 wissenschaftliche Dokumente.

Auszeichnungen und Ehrungen

Werke

Die Angaben zu den Jahren folgen dem iranischen Kalender; das jeweilige gregorianische Jahr ist in Klammern ergänzt.

Gedichtbände

  • Dar bi-tekyegahi („Ohne Halt“, 1346/1967)
  • Jahan va roshanayi-ha-ye ghamnak („Die Welt und die schwermütigen Lichter“, 1349/1970)
  • Az nasl-e aftab („Vom Geschlecht der Sonne“, 1353/1974)
  • Seda-ye shen („Die Stimme des Sandes“, 1356/1977)
  • Jashn-e jonun („Das Fest des Wahnsinns“, 1359/1980)
  • Az khak-eman aftab bar-mi-ayad („Aus unserer Erde geht die Sonne auf“, 1360/1981)
  • Ava-ye darya-mardan („Das Lied der Meeresmänner“, 1368/1989)
  • Gozineh-ye ash'ar („Ausgewählte Gedichte“, 1369/1990; zweite Auflage 1372/1993)
  • Nam-nam-e baranam („Ich bin der Nieselregen“, 1375/1996; zweite Auflage 1390/2011)
  • Manzel-ha-ye darya bi-neshan ast („Die Stationen des Meeres hinterlassen keine Spur“, 1376/1997)
  • Aghl azabam mi-dahad („Die Vernunft quält mich“, 1379/2000)
  • Ghiyafeh-am ke kheyli mashkuk ast („Ich sehe wirklich sehr verdächtig aus“, 1381/2002)
  • Rafteh budam be seyd-e nahang („Ich war auf Walfang gegangen“, 1382/2003)
  • Gozineh-ye ash'ar („Ausgewählte Gedichte“, 1383/2004)
  • Picasso dar ab-ha-ye Khalij-e Fars („Picasso in den Gewässern des Persischen Golfs“, 1388/2009)
  • Faghat az pariyan-e daryayi zakhm-e zaban nemi-khorad („Nur die Meerjungfrauen ersparen ihm ihre Sticheleien“, 1388/2009)
  • Gol-baran-e hezar-ruzeh („Ein tausendtägiger Blütenregen“, 1390/2011)
  • Hush-o havas-e gol-e shab-bu bara-ye man kafi-st („Der Verstand der Nachtviole genügt mir“, 1391/2012)
  • Donya eshtebah mi-konad („Die Welt irrt sich“, 1391/2012)
  • Bia gush-mahi jam' konim („Komm, lass uns Muscheln sammeln“, 1391/2012)
  • Be shiveh-ye khodeshan ashegh mi-shavand („Sie verlieben sich auf ihre Weise“, 1391/2012)
  • Bagh-e anar az in taraf ast („Der Granatapfelgarten liegt hier entlang“, 1392/2013)
  • Dar ghar-ha-ye por az narges („In den Höhlen voller Narzissen“, 1392/2013)
  • Majmu'eh-ye ash'ar („Gesammelte Gedichte“, Band 1, 1392/2013)
  • In kashti-ye por-asrar („Dieses geheimnisvolle Schiff“, 1393/2014)
  • Otagh bar ab rah mi-ravam („Zimmer, ich gehe auf dem Wasser“, 1394/2015)
  • Ghashangi-ye donya be hamin ast („Darin liegt die Schönheit der Welt“, 1395/2016)
  • Adam-ha dar ghorub esm nadarand („Menschen haben bei Sonnenuntergang keine Namen“, 1395/2016)
  • Aura va digaran-e man („Aura und meine Anderen“, 1395/2016)
  • In ketab ham adam ast! Ashegh mi-shavad („Auch dieses Buch ist ein Mensch! Es verliebt sich“, 1397/2018)
  • Joseph, to morakhkhasi! („Joseph, du darfst gehen!“, 1397/2018)
  • Jahan motavajjeh shod (she'r-ha-ye e'teraz) („Die Welt hat es bemerkt. Protestgedichte“, 1401/2022–2023)

Gedichte für Kinder und Jugendliche

  • Soghat-e bahar: yek she'r-e boland bara-ye kudakan va nowjavanan („Das Geschenk des Frühlings: ein langes Gedicht für Kinder und Jugendliche“, 1337/1958)
  • Che kasi dar-e ghafas ra baz kard? („Wer hat die Käfigtür geöffnet?“, 1356/1977)

Literaturkritik, Forschung und Anthologien

  • Gozareh-ha-ye monfared („Vereinzelte Thesen“), Band 1 (1376/1997), Band 2 (1380/2001), dreibändige Ausgabe (1389/2010)
  • Se daheh sha'eran-e herfe'i („Drei Jahrzehnte professioneller Dichter“, 1381/2002)
  • Asheghaneh-tarin-ha („Die verliebtesten Gedichte“, 1384/2005)
  • Birun paridan az saf („Aus der Reihe springen“, Interviews, Rezensionen und Aufsätze, 1385/2006; Neuauflage 1397/2018)
  • She'r-e emruz, zan-e emruz („Dichtung von heute, Frau von heute“, 1386/2007)
  • Gozareh-ha-ye peyvast („Verbundene Thesen. Neunzig Jahre neue persische Dichtung“, 1393/2014)
  • Ta'ammolat; az sefr („Betrachtungen; bei null“, 1398/2019)
  • Sharveh-sarayi dar jonub-e Iran („Der Sharveh-Gesang im Süden Irans“, 1369/1990; Neuauflage 1396/2017)
  • Auswahl und Untersuchung der Gedichte Manouchehr Sheybanis (1373/1994)
  • In bang-e delaviz („Diese betörende Stimme“; zu Leben und Werk Fereidoon Tavallalis, 1380/2001; zweite Auflage 1398/2019)
  • Auswahl der Gedichte Manouchehr Neyestanis (1384/2005)
  • Zibatar az jonun („Schöner als der Wahnsinn“; zu Leben und Werk Esmail Shahroudis, 1387/2008; fünfte Auflage 1403/2024)

Ausgewählte Aufsätze und Gespräche

  • „Die dritte Welle: eine vage und schwebende Definition“, Adineh, Nr. 24, 1988
  • „Siebenundfünfzig Jahre neue persische Dichtung“, Adineh, Nr. 25, 1988
  • „Dichterische Strömungen von den 1960er Jahren bis heute“, Adineh, Nr. 26, 1988
  • „Der Reiz der Bilder und die emotionale Gärung der Wörter“, Adineh, Nr. 28, 1988
  • „Achsen und Merkmale der post-nimaischen Dichtung“, Karnameh, Nr. 4, 1999
  • „Die Krise der Dichtung und die Wege aus ihr heraus“, Farhang-e towse'eh, Nr. 49, 2001
  • „Hafis und die Kultur der Sprachspiele“, Salnameh-ye Hafez-pazhuhi, Nr. 6, 2003
  • „Die grenzenlose Weite der Bedeutung“, Rudaki, Nr. 22, 2008
  • Tarikh-e shafahi-ye adabiyat-e mo'aser-e Iran („Mündliche Geschichte der zeitgenössischen iranischen Literatur“), Band 5; Interview mit Babachahi von Abdollah Sadat-Madani, 1384/2005
  • Dari be otagh-e monaghesheh („Eine Tür zum Zimmer des Streits“), Gespräche aus rund fünfunddreißig Jahren literarischer Tätigkeit, 1394/2015

Übersetzungen und Tonaufnahmen

Babachahis Gedichte wurden unter anderem ins Englische, Niederländische, Kurdische und Arabische übertragen. Die zweisprachige Auswahl In ham yek shukhi bud / This Too Was a Joke erschien 1390/2011 in englischer Übersetzung von Saeed Saeedpour. Als Tonaufnahmen liegen unter anderem Emza-ye yadegari: gozideh-ye ash'ar-e Ali Babachahi („Unterschrift zum Andenken“, 1388/2009) und In-towri fekr mi-konad („So denkt er“, 1391/2012) vor.

Filme und Literatur über Babachahi

Dokumentarfilme

  • In ghiyafeh-ye mashkuk („Dieses verdächtige Gesicht“, 2011), ein neunzigminütiger Dokumentarfilm von Vahid Alizadeh Razzazi über Babachahis Leben und Dichtung.
  • Bavar konid in ham yek shukhi bud („Glauben Sie mir, auch das war ein Scherz“, 2014), ein Dokumentarfilm von Mohsen Mousavi Mirkalaei.

Bücher und Forschung

Zu den Buchveröffentlichungen über Babachahi gehören Ketab-e Derang („Das Buch des Innehaltens“, herausgegeben von Mohammad Loutij), Haftad gol-e zard: Ali Babachahi dar vaz'iyat-e digar („Siebzig gelbe Blumen: Ali Babachahi in einer anderen Situation“, 2014), Ram va naram: Atashi – Babachahi von Nasrin Mozaffari und Marzieh Nowruzi (2018), Ebrahim Mohebbis stilistische Studie Be samt-e chehreh-ha-ye mokhtalefi (2021), Hossein Bagheris Untersuchung Barkhord-e menghar-e parandeh be laleh-ye gush zur Dekonstruktion in zehn Gedichtbänden (2023) sowie Javid Takavarans Gosast-ha va peyvast-ha-ye revayi dar ash'ar-e Ali Babachahi (2024).

Zu den wissenschaftlichen Arbeiten über sein Werk zählen Studien von Mohammad-Jalil Bahadori und Hassan Zolfaghari zur Zeitstruktur, von Ebrahim Mohebbi und Mitautoren zur kognitiven Stilistik, von Mohammad-Amin Ehsani Estahbanati und Mohammad-Reza Sarfi zu sprachlichen Komponenten der Postmoderne, von Behzad Khajat zur Rhizom-Theorie sowie von Leila Amini und Mitautoren zu Polyphonie und disseminativer Dichtung.

Commons: Ali Babachahi – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ علی باباچاهی، شاعر و منتقد ادبی درگذشت. deutsch: Ali Babachahi, Dichter und Literaturkritiker, ist gestorben. In: BBC Persian. 23. Februar 2026, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  2. ↑ Zeynab Kazemkhah: باباچاهی جسور علیه تکرار / وداع با جان‌به‌دربرده از حادثهٔ سقوط اتوبوس هنرمندان در ارمنستان / شش دهه عصیان و پوست‌اندازی. deutsch: Babachahi, kühn gegen die Wiederholung: Sechs Jahrzehnte Auflehnung und Erneuerung. In: KhabarOnline. 23. Februar 2026, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  3. ↑ Mohammad Tangestani: علی باباچاهی: این کشتی پراسرار. deutsch: Ali Babachahi: Dieses geheimnisvolle Schiff. In: Radio Zamaneh. 10. Januar 2016, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  4. 1 2 3 4 5 Hessam Mahjoubi: وقتی علیه علی باباچاهی شعار «دیکتاتور شتاب کن، اشعار ما را چاپ کن» سر دادند. deutsch: Als sie gegen Ali Babachahi skandierten: „Diktator, beeil dich, druck unsere Gedichte!“ In: BBC Persian. 24. Februar 2026, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  5. ↑ هنرمند – علی باباچاهی. deutsch: Künstler – Ali Babachahi. In: Artebox. Abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  6. ↑ علی باباچاهی درگذشت. deutsch: Ali Babachahi ist gestorben. In: Tabnak, nach ISNA. 23. Februar 2026, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  7. ↑ Ali Babachahi. In: Journalism Is Not a Crime. Abgerufen am 17. Oktober 2026 (englisch).
  8. 1 2 Neda Valipour: علی باباچاهی: برخی با شعرهای «رویایی» میانه خوبی نداشتند. deutsch: Ali Babachahi: Manche kamen mit Royaees Gedichten nicht zurecht. In: ISNA. 17. September 2022, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  9. ↑ H. E. Chehabi: Goethe Institute. In: Encyclopædia Iranica. Band XI, Nr. 1, 15. Dezember 2001, S. 43–44, doi:10.1163/2330-4804_EIRO_COM_2212 (englisch, iranicaonline.org [abgerufen am 17. Oktober 2026]).
  10. ↑ ده شب: شب‌های شعر گوته. deutsch: Zehn Nächte: die Dichterabende im Goethe-Institut. In: Azadi. 19. Dezember 2022, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  11. ↑ شب هفتم: شعرخوانی علی باباچاهی. (Tonaufnahme; 3 min 35 s) deutsch: Siebter Abend: Gedichtlesung Ali Babachahis. In: Azadi. 2023, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  12. ↑ Iranischer Schriftstellerverband: بیانیه‌ی کانون نویسندگان ایران در مورد درگذشت علی باباچاهی. deutsch: Erklärung des Iranischen Schriftstellerverbands zum Tod Ali Babachahis. In: Iran Emrooz. 24. Februar 2026, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  13. ↑ Iran’s Chain Murders: A wave of killings that shook a nation. In: BBC News. 2. Dezember 2018, abgerufen am 17. Oktober 2026 (englisch).
  14. ↑ Iran’s Writers Association: Still Censored Today. In: IranWire. 26. Mai 2020, abgerufen am 17. Oktober 2026 (englisch).
  15. ↑ علی باباچاهی: نگاهم به فضای مجازی مثل مجله «آدینه» است / همچنان ایستاده‌ام. deutsch: Ali Babachahi: Ich sehe die sozialen Medien so, wie ich Adineh sah. In: Iran Book News Agency. 11. November 2019, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  16. ↑ جهان متوجه شد (شعرهای اعتراض). deutsch: Die Welt hat es bemerkt (Protestgedichte). Aftab, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  17. ↑ Esfandiar Koucheh: «جهان متوجه شد»: اشعار اعتراضی علی باباچاهی. deutsch: „Die Welt hat es bemerkt“: Ali Babachahis Protestgedichte. In: Radio Zamaneh. 12. Mai 2023, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  18. ↑ علی باباچاهی، شاعر و منتقد ادبی، در ۸۳ سالگی درگذشت. deutsch: Ali Babachahi, Dichter und Literaturkritiker, mit 83 Jahren gestorben. In: Radio Farda. 23. Februar 2026, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  19. ↑ Marzieh Negahban Marvi: حافظ موسوی: باباچاهی شاعری شورشگر بود که در هیچ منزلی توقف نکرد. deutsch: Hafez Mousavi: Babachahi war ein rebellischer Dichter, der an keiner Station haltmachte. In: Iran Book News Agency. 26. Februar 2026, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  20. ↑ علی باباچاهی شاعر و منتقد ادبی درگذشت. deutsch: Ali Babachahi, Dichter und Literaturkritiker, ist gestorben. In: Iran Emrooz. 23. Februar 2026, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  21. ↑ Faraj Sarkohi: هفت‌روز کتاب؛ شعر باباچاهی، نمایشنامهٔ استادمحمد و شعر ترکی صلاحی. deutsch: Sieben Tage, Bücher: Babachahis Dichtung, ein Theaterstück von Ostad-Mohammad und Salahis türkische Dichtung. In: BBC Persian. 27. Oktober 2011, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  22. ↑ Mahyar Zahed: چشم به راه آینده (جریان‌های نقد ادبی در گفت‌وگو با شاپور جورکش). deutsch: Der Blick in die Zukunft: Strömungen der Literaturkritik im Gespräch mit Shapour Jorkesh. In: Etemad. Nr. 1545, 21. November 2007 (persisch, magiran.com [abgerufen am 17. Oktober 2026]).
  23. ↑ مقالات مرتبط با علی باباچاهی. deutsch: Wissenschaftliche Arbeiten zu Ali Babachahi. In: Elmnet. Abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).
  24. ↑ مراسم نکوداشت علی باباچاهی برگزار می‌شود. deutsch: Gedenkveranstaltung für Ali Babachahi angekündigt. In: Iran Book News Agency. 11. März 2012, abgerufen am 17. Oktober 2026 (persisch).