
Ali Mazrui (geb. 24. Februar 1933 in Mombasa; gest. 12. Oktober 2014 in Binghamton, NY) war ein US-amerikanisch-kenianischer Hochschullehrer und islamischer politischer Schriftsteller.
Mazrui entstammte einer reichen und bedeutenden Familie in Kenia, die früher die Herrscher von Mombasa stellte. Alis Vater war der oberste Qādī von Kenia, die höchste Autorität für islamisches Recht.
Er lehrte an der State University of New York in Binghamton (Albert Schweitzer Professor in the Humanities) und war Direktor des Institute of Global Cultural Studies (Binghamton, NY).
Der kenianische politische Denker Ali Mazrui war im Westen vor allem als Autor und Moderator der Fernsehserie The Africans: A Triple Heritage (1986) bekannt, eine neunteilige Dokumentation von der BBC und dem US Public Broadcasting Service in Zusammenarbeit mit der Nigerian Television Authority.
Er ist Verfasser vieler Werke. Zur General History of Africa der UNESCO steuerte er den Band Africa since 1935 bei.
Der konservative amerikanische Autor und Politiker David Horowitz zählte Mazrui in seinem Buch The Professors (2006) zu den 101 gefährlichsten Akademikern in Amerika.
Die Gebete für den verstorbenen Intellektuellen wurden vom ehemaligen Obersten Qādī von Kenia, Sheikh Kassim, in der Mbaruk-Moschee gesprochen, bevor der Leichnam auf dem 900 Jahre alten Mazrui-Familiengrab in der Nähe des Fort Jesus Museums in Mombasa beigesetzt wurde.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mazrui, Ali |
| ALTERNATIVNAMEN | Mazrui, Ali A.; Mazrui, Ali al-Amin; Mazrui, Ali Al’amin; Mazrui, Ali; Mazrui, Alamin; Mazrūʿī, ʿAlī al-Amīn al-; Mazrui, Ali AlʾAmin |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanisch-kenianischer Hochschullehrer und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 24. Februar 1933 |
| GEBURTSORT | Mombasa |
| STERBEDATUM | 12. Oktober 2014 |
| STERBEORT | Binghamton (New York) |