Alice Bickel wuchs in Zürich auf. Sie wurde 1945 Redaktionsmitglied der Zeitschrift Annabelle. Sie war mit dem bekannten Fotografen und Reporter Hans Bickel verheiratet, mit dem sie einen Sohn hatte. Sie begleitete ihn auf Reportage-Fahrten durch Europa und den mittleren Osten und schrieb dabei über militärische Objekte wie Flugzeugträger, U-Boote und Raketen, er fotografierte. Beide waren bei der US-amerikanischen Armee und Luftwaffe akkreditiert.
Wegen ihrer Gesundheit begann sie dann neben dem Journalismus zu schreiben. Ihr erster Roman Die Spur führt nach Osten wurde im Tages-Anzeiger vorabgedruckt und ein grosser Erfolg. Sie veröffentlichte viele Jugendbücher, die im Raum Zürich, in Graubünden und England spielen. Sie schrieb täglich fünf Seiten und legte dabei grossen Wert auf technische Genauigkeit und Glaubwürdigkeit des sozialen Umfelds der handelnden Figuren. Mädchen ermitteln als Detektivinnen und ihre Mütter sind teilweise alleinerziehend.
Schriften
Die Spur führt nach Osten. Spionageroman. Waldstatt Verlag, Einsiedeln 1960. Vorabdruck im Tages-Anzeiger
Schatten über Sakkara. Roman. Waldstatt Verlag, Einsiedeln 1961.
Nelken für Mr. Gibbs. Roman. Waldstatt Verlag, Einsiedeln 1963.
Nerz um halb neun. Roman. Waldstatt Verlag, Einsiedeln 1965.
Geheimnisse um La Luz. Roman. Habegger, Derendingen/Solothurn 1969.
Takt und gutes Benehmen. Ein Ratgeber für jede Gelegenheit. Bearbeitet von Alice Bickel. Schweizer Verlagshaus, Zürich 1971.
In Sachen Dornbusch. Roman. Schweizer Verlagshaus, Zürich 1971.
Argusauge sucht Ajax. Jugendroman. Schweizer Verlagshaus, Zürich 1971.
Argusauge jagt Geister. Jugendkrimi. Schweizer Verlagshaus, Zürich 1973
Argusauge ruft Raumschiff Charlie. Jugendroman. Schweizer Verlagshaus, Zürich 1975.
Das Versteck im Fuchsholz. F. Schneider, München 1978.
Argusauge und die fliegende Mumie. O. Maier, Ravensburg 1979.
Drachenschloss 7933. Die Sache mit der Kleeblatt-Bande. Union-Verlag, Stuttgart 1979.
Drachenschloss 7933. Der Mann mit dem Pfauenauge. Union-Verlag, Stuttgart 1980.
Jeremy und die Perlenräuber. Verlag Aare, Solothurn 1980.
Schatten über dem Eulenwald. Verlag Aare, Solothurn 1981.
Argusauge und der rote Hahn. O. Maier, Ravensburg 1981.
Nordpol an Edelweiss. Neptun-Verlag, Kreuzlingen 1982.
Schnüffelnase Bella Tausendfuss. Unternehmen Blumenkohl. Eine spannende Detektivgeschichte. Kibu-Verlag, Menden 1982.
Spuk im Superhirn. Neues von den Mückensteiner Detektiven. Verlag Aare, Solothurn 1982.
Schnüffelnase Bella Tausendfuss. Gespen*t mit Koffer. Eine spannende Detektivgeschichte. Kibu-Verlag, Menden 1983.
Das Schokoladenfest. Kibu-Verlag, Menden 1983.
Reitlehrer Lars Hansen. Prinz ist weg. Kibu-Verlag, Menden 1983.
Jeremy und der schwarze Mandarin. Verlag Aare, Solothurn 1983.
Elke und der Pony-Zirkus. Kibu-Verlag, Menden 1983.
Die Riedhof-Ponys. Elke und der Pony-Zirkus. Kibu-Verlag, Menden 1983.
Finki, das kleine Burggespenst. Kibu-Verlag, Menden 1983.
Die Jagd nach dem Goldschatz. Neptun-Verlag, Kreuzlingen 1984.
Reitlehrer Lars Hansen. Rätsel um Aladin. Kibu-Verlag, Menden 1984.
Jeremy und der Geist von Potter Mill. Verlag Aare, Solothurn 1984.
Drachenschloss 7933. Die Jagd nach dem Goldschatz. Neptun-Verlag, Kreuzlingen 1984.
Schnüffelnase Bella Tausendfuss. Das silberne Krokodil. Eine spannende Detektivgeschichte. Kibu-Verlag, Menden 1985.
Reitlehrer Lars Hansen. Alles für Nordstern. Kibu-Verlag, Menden 1985.
Jeremy und der Sonnenfalke. Verlag Aare, Solothurn 1985.
Reitschule Tannenhof. Kibu-Verlag, Menden 1991.
Was ist mit Nordstern los? Kibu-Verlag, Menden 1991.
Literatur
Gingi Beck: Alice Bickel - eine junge Schweizer Schriftstellerin. In: Der Bund, Band 112, Nr. 308, 23. Juli 1961 (e-newspaperarchives.ch).
Regula Würgler-Zweifel: «Die technischen Details müssen stimmen.» Zu Besuch bei einer Krimi-Autorin. In: Entlebucher Anzeiger, Band 103, Nr. 118, 9. Oktober 1981 (e-newspaperarchives.ch).
Dr. Charlotte Peter interviewt Alice Bickel. In: Schweizer Frauenblatt, Band 40, i.e.43, (1961) (e-periodica.ch).
Martina Fiklocki: Schreibende Frauen in der Schweiz. Ropress, Zürich 1984, S. 3.