Allan Idd Jensen

Allan Idd Jensen (* 7. April 1938 in Herritslev; † 24. Juni 2013 in Næstved) war ein in Grönland tätiger dänischer Politiker (Atassut) und Unternehmer.

Leben

Allan Idd Jensen war der Sohn des Arbeiters Einar Axel Edvin Jensen (1896–?) und seiner Frau Rasmine Rasmussen (1895–?) und wurde im Herritslev Sogn im Osten der Insel Lolland geboren. Er kam 1956 nach Grönland und arbeitete anfangs als Seemann. Später gründete er mehrere Bewachungsunternehmen und eine Servicewerkstatt für Brennmaterial. Anschließend widmete er sich der Fischerei von Krabben und Muscheln und gründete Produktions- und Veredelungsunternehmen für Fischereiprodukte und Eiswürfel. Zudem erfand er eine Angelschnur, die in 2000 Metern Tiefe Heilbutte fangen kann. Von 1980 bis 1981 war er Aufsichtsratsvorsitzender von Nuup Bussii.

Allan Idd Jensen gehörte zeitweise dem Rat der Gemeinde Nuuk an. Bei der Parlamentswahl in Grönland 1983 erhielt er einen Sitz für die Atassut und war damit der erste Däne, der ins Inatsisartut gewählt wurde. Bei der Wahl 1984 kandidierte er nur noch als Stellvertreter für den ebenfalls dänischen Jan Streit Christoffersen, der gewählt wurde. Bei der Wahl 1987 war er zweiter Stellvertreter für Bjarne Kreutzmann, der aber nicht gewählt wurde. Bei der Wahl 1995 trat er als Stellvertreter für den Dänen Anders Nilsson an, der einen Sitz erhielt. Anschließend trat er nicht mehr zu Parlamentswahlen an, wobei die Stellvertreter ab der nächsten Wahl abgeschafft wurden.

Allan Idd Jensen erhielt am 10. August 2004 den Nersornaat in Silber. Er starb 2013 im Krankenhaus von Næstved im Alter von 75 Jahren.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Kirchenbuch Herritslev Sogn 1919–1938. S. 37.
  2. 1 2 3 4 Noah Mølgaard: Allan Idd Jensen er død. Sermitsiaq.AG (26. Juni 2013).
  3. 1 2 Jan René Westh: Grønlands fortjenstmedalje Nersornaat. In: Jan René Westh (Hrsg.): Ordenshistorisk Tidsskrift. Nr. 36. Ordenshistorisk Selskab, Dezember 2010, ISSN 0904-5554, S. 33.
  4. ↑ Historien. Nuup Bussii.
  5. ↑ Parlamentswahlergebnisse 1983. Atuagagdliutit (13. April 1983). S. 3–5.
  6. ↑ Parlamentswahlkandidaten 1984. Atuagagdliutit (30. Mai 1984). S. 35.
  7. ↑ Parlamentswahlkandidaten 1987 (Teil 1). Atuagagdliutit (13. Mai 1987). S. 18.
  8. ↑ Parlamentwahlkandidaten 1995. Atuagagdliutit (21. Februar 1995). S. 16–17.