Die Alliance populaire progressiste (APP, arabisch التحالف الشعبي التقدمي, DMG at-Taḥāluf aš-Šaʿbī at-Taqaddum, dt.: „Progressive Volksallianz“, en.: People’s Progressive Alliance) ist eine kleine politische Partei in Mauretanien.
Präsident der APP ist Messaoud Ould Boulkheir. Er kandidierte in der Präsidentschaftswahl in Mauretanien 2003, welche aber vom amtierenden Präsident Maaouya Ould Sid’Ahmed Taya gewonnen wurde.
Nach Tayas Sturz im August 2005 kandidierte Boulkheir im März 2007 erneut für die APP bei den Präsidentschaftswahlen. Bei dieser Wahl erreichte er mit 9,79 % der Stimmen den vierten Platz; Anschließend unterstützte er Sidi Ould Abdallahi für die Stichwahl, obwohl die APP zusammen mit dem anderen Stichwahlkandidaten Ahmed Ould Daddah an der Koalition der Kräfte für Demokratischen Wandel (Coalition of the Forces for Democratic Change) beteiligt war. Abdallahi gewann die Wahl, und im April 2007 wurde Boulkheir zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt.
Die APP gewann bei den Parlamentswahlen 2006 fünf Sitze in der Nationalversammlung sowie zwei weitere Sitze gemeinsam mit der Parti mauritanien de l’union et du changement (HATEM). In der im April 2007 ernannten Regierung von Premierminister Zeine Ould Zeidane wurden drei Mitglieder der APP zu Ministern berufen. Bei den Senatswahlen am 21. Januar und 4. Februar 2007 errang die APP lediglich einen von 56 Sitzen im Senat.
Am 2. September 2007 erklärte Boulkheir, dass die APP keiner neuen Allianz beitreten werde, die zur Unterstützung Abdallahi gegründet werde.
Nach dem Staatsstreich im August 2008 schloss sich die APP zusammen mit dem pro-Abdallahi Nationalen Pakt für Demokratie und Entwicklung (PNDD-ADIL) der Vier-Parteien-Nationalen Front zur Verteidigung der Demokratie an, welche sich dem Putsch widersetzte.
2023 war die APP-Partei im mauretanischen Parlament nicht mehr vertreten.