Allmenhausen

Allmenhausen
Stadt Ebeleben
Wappen von Allmenhausen
Koordinaten: 51° 14′ N, 10° 44′ OKoordinaten: 51° 14′ 12″ N, 10° 44′ 4″ O
Höhe: 317 (300–320) m
Einwohner: ca. 385 (15. Mai 2022)HW
Eingemeindung: 8. März 1994
Postleitzahl: 99713
Vorwahl: 036020
Allmenhausener Rittergut (im Hintergrund) (2012)
Gut Allmenhausen (1957)
Allmenhausen um 1860, gemalt von Albin Eggert (Privatbesitz)

Allmenhausen ist ein Ortsteil der Stadt Ebeleben im südwestlichen Teil des thüringischen Kyffhäuserkreises.

Geografie

Der am Westerbach gelegene Ort Allmenhausen befindet sich am Nordrand der Heilinger Höhen etwa 5 Kilometer südlich der Kernstadt Ebeleben und etwa 18 Kilometer (Luftlinie) südwestlich der Kreisstadt Sondershausen.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte am 17. Juni 1133. Ab ca. 1295 waren die Herren von Schlotheim mit der Burg belehnt. 1336 kam Allmenhausen durch einen Erbvertrag an die Grafen von Schwarzburg, blieb aber bis ins 16. Jahrhundert von den Schlotheimer Ministerialen bewohnt. 1501 begann man im Ort mit dem Bau der Kirche Sankt Maria. 1776 wurde das Schloss abgerissen und an gleicher Stelle eine fürstliche Domäne errichtet. 1816 verlor Allmenhausen seine eigenständige Gerichtsbarkeit und wurde mit dem Amt Ebeleben zusammengelegt.

Von 1813 (1809?) bis 1855 bewirtschaftete der Amtmann Ludwig Thilo Johann Eggert mit seiner Frau Johanna Louise Ernestine geb. Kleemann (erhaltener monumentaler Grabstein am ehemaligen Zugang zur Kirche) das Kammergut (ca. 3.000 Morgen) und zahlte ein Pachtgeld in Höhe von 2750 Thaler pro Halbjahr. Um das Jahr 1813 bestand auch ein 12-jähriger Pachtvertrag über das fürstliche Kammergut zu Sallmannshausen. Er führte ab 1836 den Titel „Fürstlich-Schwarzburger Domainenrath“. Sein Sohn Carl Ludwig Eduard Eggert sowie August Krieger aus Straußberg wurden Mitpächter. Eduard Eggert wurde 1836 zum „Amtmann“ ernannt. Nach Auslaufen des Pachtvertrags 1855 verließ er zusammen mit seinem Vater Allmenhausen und übernahm die Erbpacht des Gutes Österkörner von seinem Onkel Carl Christoph Eggert.

Der letzte Pächter der Domäne war Otto Reißig, bevor das Gut zur Zeit der SBZ entschädigungslos enteignet und zum VEG wurde. Es spezialisierte sich auf Schweinezucht. Heute (Stand 2012) ist es in privater Hand.

1990 wird Allmenhausen dem Kreis Sondershausen im Freistaat Thüringen zugeordnet. Im Jahre 1994 erfolgte die endgültige Eingemeindung nach Ebeleben.

Seit 1991 ist Allmenhausen mit der hessischen Gemeinde Glauburg verschwistert.

Politik

Politisch wird der Ortsteil durch einen Ortsteilrat mit 4 Mitgliedern (Freie Wähler) sowie dem Ortsteilbürgermeister Michael Fricke(Freie Wähler) vertreten. Die Arbeit des Ortsteilrates wird im Internet allen Bürgern zugänglich gemacht.

Verkehr

Allmenhausen liegt direkt an der B 84. Weiterhin führt die Landstraße 2092 nach Freienbessingen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Vereine

In Allmenhausen gibt es einen Sportverein, einen Traktorverein, einen Karnevalsverein sowie eine Burschenschaft und eine Theatergruppe.

Veranstaltungen

Gesellschaftliche Höhepunkte sind der Karneval mit drei Prunksitzungen, das Dorffest, die Kirmes, das Landmaschinentreffen ,das Feuerwehrfest und der Feuerwehrball.

Bauwerke

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. ↑ Allmenhausen: Ortsteil der Stadt Ebeleben. (Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für "Ortslagen" berechnet). In: www.citypopulation.de - Population Statistics. Online-Dienst für Statistiken, abgerufen im Dezember 2025.
  2. ↑ Manfred Stimming (Bearb.): Die Urkunden bis zum Tode Erzbisch. Adalberts I. In: Historischer Verein für Hessen (Hrsg.): Mainzer Urkundenbuch. Band I. Darmstadt 1932. Nr. 581
  3. ↑ Georg Dehio, bearbeitet von Stephanie Eißing u. a.: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen. 2. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2003, ISBN 3-422-03095-6, S. 4.
Commons: Allmenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien