| Gemeinde Almarza | ||
|---|---|---|
| Wappen | Karte von Spanien | |
| Basisdaten | ||
| Land: | ||
| Autonome Gemeinschaft: | ||
| Provinz: | Soria | |
| Comarca: | Almarza | |
| Gerichtsbezirk: | Soria | |
| Koordinaten: | 41° 57′ N, 2° 28′ W | |
| Höhe: | 1153 msnm | |
| Fläche: | 101,20 km² | |
| Einwohner: | 601 (Stand: 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 6 Einw./km² | |
| Postleitzahl(en): | 42169 | |
| Gemeindenummer (INE): | 42019 | |
| Verwaltung | ||
| Bürgermeister: | Ascensión Pérez | |
| Website: | Almarza | |
| Lage des Ortes | ||
Almarza ist ein Ort und eine Berggemeinde (municipio) mit 601 Einwohnern (Stand: 2025) im Nordwesten der spanischen Provinz Soria in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León. Zur Gemeinde gehören etwa ein Dutzend in den 1960er Jahren eingemeindete Dörfer und Weiler, von denen jedoch bereits zwei vollständig entvölkert sind (despoblados).
Die Gemeinde Almarza liegt in der Berglandschaft im Norden der Provinz Soria in einer Höhe von ca. 1050 bis 1150 m. Die Entfernung zur südlich gelegenen Provinzhauptstadt Soria beträgt ca. 23 km (Fahrtstrecke). Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 620 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.
| Jahr | 1857 | 1900 | 1950 | 2000 | 2017 |
| Einwohner | 436 | 514 | 518 | 615 | 604 |
Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft und der daraus resultierende Verlust an Arbeitsplätzen haben in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu dem deutlichen Rückgang der Bevölkerungszahl geführt, der jedoch durch Eingemeindungen aufgefangen werden konnte.
Der Ort Almarza diente jahrhundertelang als Handels-, Handwerks- und Dienstleistungszentrum für die landwirtschaftlich geprägten Dörfer und Einzelgehöfte der Umgebung. Er war überdies eine wichtige Station im System der Handels- und Viehwege (Cabaña Real de Carreteros) im Norden Spaniens. Heute spielt der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (casas rurales) eine nicht unbedeutende Rolle für die Einnahmen der Gemeinde.
Im Dorf Cubo de la Sierra wurde ein jungsteinzeitliches Großsteingrab (Dolmen de San Gregorio) freigelegt, welches etwa in die Zeit um 3500 bis 4000 v. Chr. datiert wird. Aus der keltiberischen Epoche (6. bis 2. Jahrhundert v. Chr.) sind zwei als castra identifizierte Wallanlagen vorhanden; aus römischer Zeit stammt eventuell noch die als puente romano bezeichnete Brücke im Dorf Espejo de Tera. Nach der arabisch-maurischen Eroberung entvölkerten sich weite Gebiete im Norden der Iberischen Halbinsel und wurden erst im 10. und 11. Jahrhundert von Christen aus dem Norden wiederbesiedelt (repoblación); im 12. Jahrhundert entstanden die ersten romanischen Kirchen. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert erlebte die Region durch den Wollexport nach Flandern eine wirtschaftliche Blütezeit, was sich am Um- oder Neubau mehrerer Kirchen ablesen lässt.
