
Alois Stegerwald (* 26. November 1904 in Köln als Aloys Heinrich Stegerwald; † 22. Mai 1963 ebenda) war ein deutscher römisch-katholischer Priester und Prälat. Er engagierte sich in der Nachkriegszeit im sozialen Wohnungsbau und war an der Gründung der DEWOG beteiligt.
Alois Stegerwald war ein Sohn des christlichen Gewerkschafters und Politikers Adam Stegerwald und dessen Ehefrau Crescentia. Nach dem Ersten Weltkrieg lebte er in Berlin, wo er Volkswirtschaft und Rechtswissenschaft studierte. Er wurde zum Dr. rer. pol. promoviert und war anschließend kurzzeitig im Staatsdienst tätig. Später studierte er Theologie in Freiburg im Uechtland in der Schweiz. Dort empfing er 1941 die Priesterweihe für die Diözese Fargo in den Vereinigten Staaten. 1948 kehrte er nach Deutschland zurück. Ab 1955 war er Subsidiar an St. Urban in Köln.
Nach dem Zweiten Weltkrieg organisierte Stegerwald von der Schweiz aus die Christliche Nothilfe. Als Vertreter der Caritas Catholica Internationalis beteiligte er sich in Bern an einem gemeinsamen internationalen Hilfsaufruf zugunsten notleidender Kinder in Europa. An der Initiative wirkten auch Vertreter jüdischer und protestantischer Hilfsorganisationen sowie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und die Save the Children International Union mit. In Deutschland widmete sich Stegerwald der Linderung der Wohnungsnot. Unter seiner Federführung gründeten die Christliche Nothilfe e. V. und der Deutsche Caritasverband am 1. Dezember 1950 die Deutsche Wohnungsgesellschaft mbH (DEWOG). Die Gesellschaft sollte Wohnraum im sozialen Wohnungsbau schaffen. Zu ihren frühen Großwohnraum-Projekten gehörte in den 1950er Jahren die Stegerwaldsiedlung und die Bruder-Klaus-Siedlung in Köln-Mülheim und die Katholikentagssiedlung in Köln-Longerich. Weitere Bauvorhaben entstanden unter anderem in Köln-Höhenhaus. Stegerwald setzte sich insbesondere für familiengerechten Wohnungs- und Eigenheimbau ein. Er gründete das Sozialwerk Adam Stegerwald, zu dessen Einrichtungen Familienferienheime gehörten. Darüber hinaus engagierte er sich für die Kölner Kinderhäuser, die Kindern aus Heimen eine familienähnliche Lebensform ermöglichten. Teile des Nachlasses seines Vaters wurden später im Umfeld des Sozialwerks aufbewahrt.

Alois Stegerwald starb am 22. Mai 1963 im Alter von 58 Jahren im Kölner Universitätsklinikum. Er wurde in der Familiengrabstätte auf dem Hauptfriedhof Würzburg beigesesetzt.
1969 bildete sich die Stegerwald-Stiftung aus dem Zusammenschluss der Christlichen Nothilfe und des Sozialwerks.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stegerwald, Alois |
| ALTERNATIVNAMEN | Stegerwald, Aloys Heinrich (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher römisch-katholischer Priester und Prälat |
| GEBURTSDATUM | 26. November 1904 |
| GEBURTSORT | Köln |
| STERBEDATUM | 22. Mai 1963 |
| STERBEORT | Köln |