Alojzy Pietrzyk (* 31. März 1951 in Wisła Wielka) ist ein polnischer Politiker (Solidarność, BdP). Er war von 1991 bis 1993 Abgeordneter des Sejm in der I. Wahlperiode.
Alojzy Pietrzyk war nach dem Schulabschluss im Bergbau tätig. Er war zunächst im Kohlebergwerk „Jastrzębie“ und von 1971 bis 1991 im Kohlebergwerk „Zofiówka“, beide in Jastrzębie-Zdrój, tätig. Von 1993 bis 2001 war er beruflich selbständig und setzte sich anschließend zur Ruhe.
Pietrzyk engagierte sich in der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność und organisierte im August 1980 Streiks im Bergwerk Zofiówka. Nach der Ausrufung des Kriegsrechts war er vom 30. April bis zum 23. Juli 1982 interniert. Auch unter der Geltung des Kriegsrechts beteiligte er sich an illegalen Streiks. Er nahm 1989 auf Seiten der Solidarność an den Verhandlungen am Runden Tisch teil. Von 1990 bis 1992 war er Vorsitzender des schlesischen Regionalverbandes der Solidarność.
Bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991 wurde er auf der Liste des Wahlkomitees der Solidarność in den Sejm gewählt. Im Sejm war er Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Körperkultur und Sport. Im Frühjahr 1993 gehörte er zu den Initiatoren eines Misstrauensantrages gegen die Regierung unter Hanna Suchocka. Da das Wahlkomitee der Solidarność bei der Parlamentsneuwahlwahl 1993 mit 4,9 % der Stimmen an der neu eingeführten 5-%-Hürde scheiterte, schied er aus dem Sejm aus. Bei der Parlamentswahl 1997 kandidierte er für den Narodowo Chrześcijańsko-Demokratycznego Blok dla Polski, der jedoch mit lediglich 1,4 % der Stimmen ebenfalls an der 5-%-Hürde scheiterte. Anschließend zog er sich aus der Politik zurück.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pietrzyk, Alojzy |
| KURZBESCHREIBUNG | polnischer Politiker, Mitglied des Sejm |
| GEBURTSDATUM | 31. März 1951 |
| GEBURTSORT | Wisła Wielka, Polen |