Alphons Thun

Peter Martin Alphons Thun (* 15. Septemberjul. / 27. September 1853greg. in Dorpat; † 23. September 1885 in Straßburg) war ein Wirtschaftshistoriker und Professor für Nationalökonomie an den Universitäten in Basel und Straßburg.

Leben

Alphons Thun war der Sohn von Max Thun, Kaufmann und Ratsherr in Dorpat; und Virginie geb. von Wille; seine Ehefrau hieß Clara Kiefer. Er studierte von 1872 bis 1876 Ökonomie an der Kaiserlichen Universität Dorpat. Danach begab er sich zu weiteren Studien nach Berlin und Straßburg. 1880 wurde in Dorpat seine Dissertation über die gewerblichen Betriebsformen in Solingen und Remscheid publiziert. Noch im selben Jahr kam er als Privatdozent nach Berlin. Ab 1881 war er Professor für Nationalökonomie in Basel und ab 1883 in Freiburg im Breisgau, wo er zwei Jahre später an einer Krankheit starb.

Leistungen

Wissenschaftshistorisch kann Thun dem Kathedersozialismus zugeordnet werden. So nennt er als Lehrer und Mentoren Ernst Engel, einen der „großen Organisatoren der amtlichen Statistik in Deutschland.“ sowie Georg Friedrich Knapp und Gustav Schmoller. Thun versuchte durch eine streng wissenschaftliche Behandlung von gesellschaftlichen Problemstellungen, wie z. B. der „Arbeiterfrage“, die politischen Kräfte auf diese aufmerksam zu machen und so zu einer Lösung in seinem Sinne zu veranlassen.

Schriften

Einzelnachweise

  1. ↑ Die Angaben über die Biographie Thuns stammen, wo nicht anders vermerkt, aus: Wilhelm Lenz: Deutschbaltisches Biographisches Lexikon 1710–1960. Köln 1970.
  2. ↑ Nachruf auf A. Thun. In: The Academy. Band 28, 1885, S. 273.
  3. ↑ Ernst Meier: Engel, Christian Lorenz Ernst. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 4. Duncker & Humblot, Berlin 1959, ISBN 3-428-00185-0, S. 500–501 (deutsche-biographie.de).
Personendaten
NAME Thun, Alphons
ALTERNATIVNAMEN Thun, Peter Martin Alphons (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutsch-baltischer Volkswirt
GEBURTSDATUM 27. September 1853
GEBURTSORT Dorpat
STERBEDATUM 23. September 1885
STERBEORT Straßburg