Die älteste gesicherte schriftliche Erwähnung von Alraft erfolgte unter dem Namen in Alrepe im Jahr 1126 in einer Urkunde der Reichsabtei Corvey.
Aus dem Jahr 1206 ist ein Aufzählung der zahlreichen Güter des Klosters Ober-Werbe erhalten. Es ist davon auszugehen, dass die Entstehung Alrafts mit dem nicht weit entfernten Kloster in Verbindung zu bringen ist. Das Kloster hatte hier seine Außenhöfe liegen. Eine ehemalige Wassermühle an der Werbe, die „Klippmühle“, erinnert heute noch an die Nutzung der Wasserkraft in vergangenen Zeiten.
Neben den Klöstern Corvey, Hasungen, Berich und Werbe erscheinen nach 1300 die Herren von Itter und deren Lehnsleute mit Besitzungen in Alraft, den sie an die Klöster Haina und Werbe abtreten. Nachdem im 16. Jahrhundert die Herrschaft Itter endgültig an Hessen gelangt war, wird bei der zwischen den Landgrafen von Hessen und den Grafen von Waldeck 1590 festgelegten waldeckisch-itterschen Grenze unter anderem die Alrafter Mühle der Grafschaft zugesprochen.
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Alraft 165 Einwohner. Nach dem Lebensalter waren 27 Einwohner unter 18 Jahren, 57 zwischen 18 und 49, 48 zwischen 50 und 64 und 33 Einwohner waren älter.
Die Einwohner lebten in 75 Haushalten. Davon waren 27 Singlehaushalte, 21 Paare ohne Kinder und 21 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 15 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 54 Haushaltungen leben keine Senioren.
Einwohnerentwicklung
1738: 12 Häuser
1770: 13 Häuser, 84 Einwohner
Alraft: Einwohnerzahlen von 1770 bis 2020
Jahr
Einwohner
1770
84
1800
?
1834
124
1840
139
1846
130
1852
140
1858
144
1864
148
1871
135
1875
140
1885
133
1895
143
1905
140
1910
143
1925
136
1939
125
1946
201
1950
174
1956
144
1961
143
1967
155
1980
?
1990
?
2000
?
2011
165
2015
163
2020
170
Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt,1968. Weitere Quellen: LAGIS; Stadt Waldeck:; Zensus 2011
↑Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 15.September 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr.39, S.1603, Punkt 1320; Abs. 8. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags[PDF; 9,2MB]).