Alțâna

Alțâna
Alzen
Alcina
Alțâna (Rumänien)
Alțâna (Rumänien)
Basisdaten
Staat: Rumänien Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Sibiu
Koordinaten: 45° 56′ N, 24° 28′ OKoordinaten: 45° 55′ 41″ N, 24° 27′ 44″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe:448 m
Fläche:83,32 km²
Einwohner:1.533 (1. Dezember 2021)
Bevölkerungsdichte:18 Einwohner je km²
Postleitzahl:557005
Telefonvorwahl:(+40) 02 69
Kfz-Kennzeichen:SB
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024)
Gemeindeart:Gemeinde
Gliederung:Alțâna, Benești, Ghijasa de Sus
Bürgermeister:Adrian-Gheorghe Antal (PSD)
Postanschrift:Str. Principală, nr. 94
loc. Alțâna, jud. Sibiu, RO–557005
Website:

Alțâna, alte Schreibweise Alțîna [alˈtsɨna] (deutsch Alzen, siebenbürgisch-sächsisch Ålzen, ungarisch Alcina), ist eine Gemeinde im Kreis Sibiu in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage

Alțâna liegt vier Kilometer nördlich von Nocrich (Leschkirch) und südwestlich von Agnita (Agnetheln) im Harbachtal. Alzen ist Sitz der Gemeindeverwaltung für dieses Dorf sowie für Benești (Bägendorf) und Ghijasa de Sus (Obergesäß).

Geschichte

Der Ort wurde im Jahr 1291 zum ersten Mal urkundlich dokumentiert, zwei Mitglieder der Grafenfamilie Gerendi werden in einem Kaufvertrag erwähnt. Im Jahr 1532 war Alzen die größte Gemeinde des Leschkircher Stuhls.

In Alzen gab es eine kleine jüdische Bevölkerungsgruppe, allerdings keine Gemeinde. Laut Zeugen ist die letzte jüdische Familie 1970 ausgewandert. Es gab im westlichen Teil des Ortes auch einen jüdischen Friedhof, der allerdings bereits seit langem überbaut ist.

Schreibweise des Ortsnamens

Es ist umstritten, ob der offizielle Name des Ortes im Rumänischen „Alțina“ (eine verstärkende Rumänisierung der ungarischen Variante) lautet, oder „Alțâna“, wie es z. B. die Website der Kreisverwaltung sowie das Schild am Bahnhof der Ortschaft vermuten lassen.

Untergegangenes Dorf

In der Nähe des Ortes, Richtung Nocrich, wurden während der späten 1980er Jahre Grabungen durchgeführt, wo sich einmal das Dorf Underten befand. Man fand Reste von Häusern und Werkzeugen und konnte eine gewesene Saalkirche nachweisen.

Bevölkerung

Bereits im Jahr 1786 hatte der Ort 1326 Einwohner, bis zum Jahr 1910 wuchs er auf 2113 an; damals schon war die relative Mehrheit der Dorfbewohner Rumänen. Im Jahr 1940 gab es eine Zählung der Rumäniendeutschen, zu diesem Zeitpunkt waren es 1012. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerungsanzahl nochmal leicht an, jedoch weniger schnell als in den neuen Industriestandorten Rumäniens. 1966 wurden 2141 Menschen gezählt, 1990 – kurz nach der Revolution – waren es 2815; im Sommer 2004 zählte das Dorf 1109 Einwohner. Nach der zweiten großen Auswanderungswelle der Rumäniendeutschen Anfang der 1990er Jahre gab es 1995 noch 90 Mitglieder der evangelischen Gemeinde, die von Cisnădioara (Michelsberg) aus betreut werden. 2005 zählte die evangelische Gemeinde 74 Mitglieder und bildet zusammen mit Hosman (Holzmengen), Marpod und Nocrich die Pfarrgemeinde Alzen.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Commons: Alțâna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).
  2. ↑ Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 21. Januar 2025 (rumänisch).
  3. ↑ Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 4. November 2008 (PDF; 582 kB; ungarisch).
  4. ↑ Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft-Verlag, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 138.
  5. ↑ B. Tontsch: Schuster, Heinrich (1857–1931), Schriftsteller und Lehrer. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 11, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1999, ISBN 3-7001-2803-7, S. 387.