Bruiu

Bruiu
Braller
Brulya
Bruiu (Rumänien)
Bruiu (Rumänien)
Basisdaten
Staat: Rumänien Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Sibiu
Koordinaten: 45° 52′ N, 24° 42′ OKoordinaten: 45° 52′ 26″ N, 24° 41′ 58″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe:442 m
Fläche:119,31 km²
Einwohner:671 (1. Dezember 2021)
Bevölkerungsdichte:6 Einwohner je km²
Postleitzahl:557065
Telefonvorwahl:(+40) 02 69
Kfz-Kennzeichen:SB
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024)
Gemeindeart:Gemeinde
Gliederung:Bruiu, Gherdeal, Șomartin
Bürgermeister :Emil Gherghel (PNL)
Postanschrift:Str. Principală, nr. 19
loc. Bruiu, jud. Sibiu, RO–557065
Website:

Bruiu (deutsch Braller, siebenbürgisch-sächsisch Braller, ungarisch Brulya) ist eine Gemeinde im Kreis Sibiu in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage

Lage der Gemeinde Bruiu im Kreis Sibiu

Die Gemeinde Bruiu liegt im Süden des Siebenbürgischen Beckens. Im Altland, östlich des Harbachtals, liegt die Gemeinde im historischen Großschenker Stuhl. An der Mündung des Veseud in den Pârâul Nou, befindet sich der Ort Bruiu im Osten des Kreises Sibiu an der Kreisstraße (drum județean) DJ 105A etwa 28 Kilometer (12,5 km Luftlinie) südlich von der Kleinstadt Agnita (Agnethlen) entfernt. Die Kreishauptstadt Sibiu (Hermannstadt) liegt etwa 60 Kilometer westlich von Bruiu entfernt.

Geschichte

Der Ort Bruiu wurde erstmals 1307 urkundlich erwähnt. Auf dem Areal von Bruiu – bei von den Einheimischen Kammebach genannt – wurden archäologische Funde, welche in die Jungsteinzeit deuten, gemacht. Nach Angaben von K. Horedt wurden auf dem Areal des Ortes Urnengräber aus der Römerzeit gefunden. Auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes Gherdeal (Gürteln) wurde ein archäologischer Fund der in die Bronzezeit deutet, gemacht.

Die Braller Bäuerin Anna Schuff, wurde 1744 als letzte Hexe im Schenker Stuhl erst geschwemmt (an Händen und Füßen gefesselt und in einen Teich geworfen) anschließend verbrannt.

Nach Entstehung des Groß-Kokelburger Komitat im Königreich Ungarn in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, gehörte Braller dem Stuhlbezirk Szentágota (heute Agnita). Als 1950 der Kreis Făgăraș (Județul Făgăraș) abgeschafft wurde, wurde Bruiu dem heutigen Kreis Sibiu zugeteilt.

Bevölkerung

Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1850 2746 693 1 1786 266
1900 2586 1026 7 1541 12
1941 2828 881 36 1559 352
1966 2190 1083 25 1078 4
1977 1746 615 28 858 245
2002 795 680 12 30 73
2011 703 594 8 17 84 (Roma 65)
2021 671 402 6 11 252 (Roma 200)

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl 1941 erreicht. Die höchste Bevölkerungszahl der Rumäniendeutschen wurde 1850, die der Rumänen (1307) 1956, die der Magyaren (36) wurde 1941/1956 und die der Roma (274) wurde 1930 registriert. Des Weiteren bekannten sich sechs 1930 und je einer 1966, 1977, 2002 als Serben und 1966 drei als Ukrainer.

Sehenswürdigkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

Commons: Bruiu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).
  2. ↑ Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 22. Januar 2025 (rumänisch).
  3. 1 2 3 Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
  4. ↑ Repertoriul Arheologic al României – Bruiu, abgerufen am 14. Dezember 2014 (rumänisch).
  5. ↑ Repertoriul Arheologic al României – Gherdeal, abgerufen am 14. Dezember 2014 (rumänisch).
  6. ↑ Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 4. November 2008 (PDF; 582 kB; ungarisch).
  7. 1 2 3 Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (Memento des Originals vom 22. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (rumänisch; PDF; 7,10 MB).
  8. ↑ Bild der Eiche bei siebenbuerger.de.