Das Dorf liegt an einem namenlosen rechten Zufluss der Mittleren Aurach. Der Ort ist im Norden und Osten vom Waldgebiet Hoch und im Süden vom Kalbsholz umgeben. 0,75km südwestlich liegt die Egertenhöhe (405mü.NHN). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Neuschauerberg zur Staatsstraße2244 (0,3km nordwestlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße (1,1km südöstlich), die nach Emskirchen (1,8km nördlich) bzw. nach Dürrnbuch zur Kreisstraße NEA19 verläuft (1,3km südlich).
Geschichte
Der Ort wurde 1361/64 im burggräflichenSalbuch als „Schaurberg under der Puerg“ erstmals urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit war es ein Amt der Burggrafschaft Nürnberg, dem u.a. die Orte Bräuersdorf, Dürrnbuch, Ebersbach, Eckenberg, Gunzendorf, Hohholz und Pirkach unterstanden. Alt-Schauerberg galt einst als Raubritternest und war früher auch im Besitz des Eppelein von Gailingen. 1421 erhielt Michael von Rennhofen das Burggut zu „Schawerberg“ von Markgraf FriedrichI. zu Lehen. Wie das Amt Rennhofen wurde das Amt Schauerberg 1464 dem Amt Emskirchen, das zu dieser Zeit über einen über Blut, Handel und Hals richtenden Fraischrichter verfügte, zugewiesen. Der Name Alt-Schauerberg ist erst seit 1801 zur Unterscheidung von der erst im 18.Jahrhundert angelegten Siedlung Neuschauerberg bezeugt.
Deutschlandweite Bekanntheit erhielt der Gemeindeteil wegen des ehemals dort lebenden YouTubers Rainer Winkler alias „Drachenlord“, nach dessen Veröffentlichungen von 2014 bis Februar 2022 immer wieder größere Personengruppen an seinen Wohnort zogen. Dadurch kam es zu Auseinandersetzungen mit ihm und zu Belästigungen seiner Nachbarn, insbesondere zu Ruhestörungen. Nachdem er sein Grundstück mit dem dazugehörigen Haus an die Kommune verkauft hatte und Ende Februar 2022 ausgezogen war, ließ diese das Wohnhaus Mitte März 2022 abreißen. Noch im August 2025 und 2026 versammelten sich mehrere Tausend Gegner des Youtubers mit einer laut Polizei sehr aggressiven Grundstimmung in Altschauerberg.
Beliebtes Wanderziel ist die in einem Buchenwald oberhalb von Altschauerberg gelegene Burgruine Schauerberg aus dem 14.Jahrhundert. Für die Überreste der 1388 im Städtekrieg zerstörten Burg ist im Volksmund die Bezeichnung „Eppala“ geläufig.
Max Döllner:Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. 2., unveränderte Auflage. Ph.C.W. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1978, ISBN 3-87707-013-2 (Erstausgabe: 1950).
Hans Sponholz u. a. (Hrsg.):Landkreis Neustadt an der Aisch. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1972, DNB720137675, S.122–123.