Am Hulsberg

Am Hulsberg
Wappen
Straße in Bremen
Basisdaten
Ort  Bremen
Ortsteil  Östliche Vorstadt
Angelegt  19. Jahrhundert
Neugestaltet 
Hist. Namen 
Name erhalten 
Anschluss­straßen 
Querstraßen  Verdener Str., Friedrich-Karl-Str., Mindener Str., Bückeburger Str., Nienburger Str., Schaumburger Str., Hülsenstr., Getekamp, Stader Str.
Plätze 
Nummern­system 
Bauwerke  Zollhaus Am Hulsberg
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Autos, Straßenbahn, Fahrräder und Fußgänger
Technische Daten
Straßengestaltung zweispurige Straße
Länge 650 Meter
Nr. 136: Zollhaus

Die Straße Am Hulsberg ist eine historische Straße im Bremer Stadtteil Östliche Vorstadt, Ortsteile Hulsberg und Peterswerder. Sie führt in West-Ost-Richtung von der Straße Am Schwarzen Meer zur Straße Bei den Drei Pfählen.

Die Querstraßen und Anschlussstraßen wurden oft nach Städten benannt u. a. als Am Schwarzen Meer (s. dort), Verdener Straße., Friedrich-Karl-Straße nach dem Preußenprinzen Friedrich Karl, Mindener Str., Bückeburger Straße, Nienburger Straße, Schaumburger Straße, Hülsenstraße von 1873/75 nach der Stechpalme, die in Norddeutschland früher auch Hülse genannt wurde, Getekamp nach einem früheren Nebenarm der Weser, von dem aus der Kamp bewässert wurde, Stader Straße, Bei den Drei Pfählen (früher der Alte Postweg) nach den früheren Grenzpfählen zwischen Bremen und Hastedt; ansonsten siehe beim Link zu den Straßen.

Geschichte

Name

Der Hulsberg war in dem über 20 Kilometer langen Dünenrücken von der Bremer Düne bis zur Verdener Heide ein kleiner Teilbereich, der 1383 erstmals genannt wurde. Die Straße wurde 1909 nach dem Ortsteil benannt. Stechpalmen wurden auch als Hulsen oder Hülsen bezeichnet, Pflanzen, die damals dort wuchsen.

Entwicklung

Im Mittelalter führte ein Handelsweg bzw. Landstraße von der Domburg in Bremen auf den Dünen entlang der Weser in Richtung Verden sowie nach Hamburg.

Die Aufhebung der Torsperre zur Bremer Altstadt und die rechtliche Gleichstellung der Vorstädter mit den Stadtbürgern in der Mitte des 19. Jahrhunderts, machte den Umzug in die Vorstädte attraktiver. Nachdem Teile des Ortsteils Steintor besiedelt waren, dehnte sich die Östliche Vorstadt weiter nach Osten aus. Die Straße wurde gepflastert und um 1870 bis 1880 wurden die Querstraßen angelegt.

Im Zweiten Weltkrieg gehörte die Östliche Vorstadt zu den nur sehr gering durch Bombenangriffe zerstörten Stadtteilen. Nach dem Krieg fand ein Wohnungsbau im nord-/östlichen Bereich der Straße statt.

Verkehr

1879 wurde eine Pferdebahnlinie von Hastedt nach Walle auf der Roten Linie eröffnet und um 1900 elektrifiziert. 1908 erfolgte die Einführung von Liniennummern von 1 bis 8. Die Linie 10 stellte 1963 die Teilstrecke durch die Sankt-Jürgen-Straße ein und fuhr nun 1963 vom Steintor kommend wie die Linie 2 bis zur Haltestelle Bennigsenstraße danach über eine neugebaute eingleisige Strecke zur neuen Endstelle Georg-Bitter-Straße und zurück in Richtung Westen wie die Linie 3 über die Hamburger Straße.

Die Straßenbahn Bremen durchfährt heute die Straße mit der Linie 2 (Gröpelingen – Sebaldsbrück) und der Linie 10 (Gröpelingen – Hauptbahnhof – Sebaldsbrück).

Die Buslinie 22 (Kattenturm–Universität-Ost) tangiert im Nahverkehr in Bremen die Straße an der Stader Straße.

Gebäude und Anlagen

In der Straße stehen überwiegend zwei- bis viergeschossige Gebäude.

Bremer Baudenkmale

Erwähnenswerte Gebäude und Anlagen

Nordseite

Südseite

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Denkmaldatenbank des LfD Bremen

Koordinaten: 53° 4′ 17″ N, 8° 50′ 58″ O