Der im 19. Jahrhundert im Jahr 1877 angelegte Verkehrsweg wurde nach „dem Flurnamen“, genauer nach den Flurnamen „Großer Ihlpohl“ und „Kleiner Ihlpohl“ benannt, die wiederum Bezug nahmen auf den hier gelegenen ehemaligen „Blutegelteich“, den Ihlpohl. Dieses heute verschwundene Gewässer ist nicht zu verwechseln mit dem Regenrückhaltebecken an der Straße.
Die im Anschluss an die Königlich Preußische Landesaufnahme von 1886 bis 1892 erfolgte „exakte Neuvermessung“ für die vom Stadtbauamt Linden herausgegebene Karte der Stadt und Feldmark Linden verzeichnete zwischen den Eisenbahngleisen an der Verzweigung im Südwesten am großen Ihlpohl die „Zündhütchen-Fabrik.“
„Um 1920“ oder nach dem 1. Januar 1930 wurde anstelle des alten Verlaufs der Straße eine neue Wegeführung angelegt. Sie verläuft auf der ehemaligen Eisenbahnstrecke, die vom Bahnhof Fischerhof bis zum ehemaligen Bahnhof am Küchengarten führte. „Der frühere Streckenverlauf ist in der Straße Am Ihlpohl noch auszumachen.“
Heute wird die Straße von Schrebergärten gesäumt, die teils in der Gartenkolonie „Ihlpohl“ liegen.
123456Helmut Zimmermann: Am Ihlpohl, in ders.: Die Straßennamen der Landeshauptstadt Hannover. Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 17
↑Curt Dietz: Erläuterungen zur geologischen Karte von Niedersachsen 1:25000 Blatt Hannover Nr. 3624 (1959), S. 53; Google-Books
↑Paul Hirschfeld: Die Lindener Zündhütchen- und Thonwaarenfabrik in Linden bei Hannover, In: Hannovers Grossindustrie und Grosshandel, geschildert von Paul Hirschfeld mit Unterstützung des Königlichen Oberpräsidiums und der Provinzialbörden der Provinz Hannover, hrsg. von der Deutschen Export Bank Berlin, Leipzig: Duncker & Humblot, 1891; S. 184; Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek
12Eberhard Landes, Horst Moch, H. W. Rogl, Eberhard Schüler, Joachim Wohlfarth: Lindener Hafen sowie Karte Städtische Häfen Hannover / Lindener Hafenbahn, in dies.: Es begann 1843 ... Eisenbahnen in Hannover. Eine Chronik, 1. Auflage, hrsg. im Autorenverlag, Seelze - Hannover: Druckerei Söftje, 1991, ISBN 3-9802794-0-5, S. 137–139, 141