Amadeus Reisinger OCist (als Karl Reisinger * 22. August 1892 in Kefermarkt; † 21. März 1953 in Wilhering) war ein österreichischer römisch-katholischer Geistlicher, Zisterzienser und Gegner des Nationalsozialismus.
Karl Reisinger machte Matura am Bischöflichen Gymnasium Petrinum in Linz, trat in das Stift Wilhering ein und nahm den Ordensnamen Amadeus an (nach Amadeus von Lausanne). Er studierte Theologie am Stift Sankt Florian, legte 1917 die feierliche Profess ab und wurde 1918 zum Priester geweiht. Er war Kustos der verschiedenen Sammlungen und Gastmeister des Stiftes, dazu Lehrbeauftragter für Kunstgeschichte an der Diözesanlehranstalt und Redakteur der Christlichen Kunstblätter in Linz.
Als Mitglied der Widerstandsorganisation Großösterreichische Freiheitsbewegung, Gruppe Jacob Kastelic, wurde er am 26. Juli 1940 (wie sein Abt Bernhard Burgstaller und mehrere Mitbrüder) von der Gestapo festgenommen und blieb bis zum 14. Juli 1944 in Haft. Nach einer Zeit der Erholung bei den Elisabethinen in Linz war er Seelsorger in Kematen an der Krems. Ab 15. September 1945 war er Stiftspfarrer in Wilhering.
Wie fast alle Mitglieder der Wilheringer Zelle der Großösterreichischen Freiheitsbewegung (P. Gebhard Rath, P. Sylvester Birngruber, P. Theoderich Hofstätter, P. Amadeus Reisinger, P. Eduard Haiberger) war er Mitglied der am Stiftsgymnasium Wilhering ansässigen katholischen Gymnasialverbindung Hilaria (heute K.Ö.St.V. Hilaria Enns).
Reisinger kannte von Kefermarkt her den Domprälaten und Kunsthistoriker Florian Oberchristl (1876–1951), dem er einen Nachruf widmete.
| Personendaten | |
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| NAME | Reisinger, Amadeus |
| ALTERNATIVNAMEN | Reisinger, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer römisch-katholischer Geistlicher, Zisterzienser und Gegner des Nationalsozialismus |
| GEBURTSDATUM | 22. August 1892 |
| GEBURTSORT | Kefermarkt |
| STERBEDATUM | 21. März 1953 |
| STERBEORT | Wilhering |