Ambrogio da Milano

Ambrogio da Milano, auch Ambrogio Barocci, Ambrogio d’Antonio Barocci oder Barozzi (geboren vor 1460 in Solaro, Mailand; gestorben um 1520 in Urbino) war ein italienischer Bildhauer der Frührenaissance, der von Ende des 15. Jahrhunderts bis Anfang des 16. Jahrhunderts tätig war.

Leben

Da Milano gehörte der Familie Baroccio an und war ein Sohn des Antonio da Milano. Als Bildhauer war er in Urbino, Ferrara, Venedig und Todi tätig. Federigo da Montefeltro hatte um 1472 zur Ausschmückung seines Palastes italienisch Palazzo Ducale ‚Herzogspalast‘ Künstler aus ganz Italien nach Urbino berufen. Hier war er mit den dekorativen Arbeiten der Portale, der Fenstergewände sowie der Innenräume beteiligt, insbesondere die Ornamente an den Fenster, Türen und Kaminen stammen von ihm. Dabei ließ er zwischen Figuren, Tierdarstellungen und Laubwerk Fürstliche Emblemen und Abzeichen, wie dem Hosenbandorden oder dem Orden des goldenen Fließes, und ein Bildnis des Fürsten mit einfließen. Ein Zeugnis seines Wirkens an diesem Palast bietet bereits Reimchronik des Giovanni Santi, des Vaters Raffaels, der ihn darin namentlich erwähnt.

Familie

Meister Ambrogio war mit einer Apollina verheiratet, mit der er zwei Sohne und drei Töchter hatte.

Werke (Auswahl)

Verzierung am Portal im Palazzo Ducale

Literatur

Commons: Ambrogio Barocci – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Georg Kaspar Nagler: Allgemeines Künstler-lexikon. 2., gänzlich neubearbeitete Auflage. Band 3: Giambattista Barbieri – Giuseppe Bezzuoli. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1885, S. 27 (books.google.de – Hier wird er als Barocci, Ambrogio di Federico bezeichnet, also als Sohn von Federico).
  2. 1 2 Johann David Passavant: Bildhauer in Urbino – 4. Ambrogio d’Antonio Baroccio da Milano. In: Rafael von Urbino und sein Vater Giovanni Santi. F. A. Brockhaus, Leipzig 1839, S. 421–422 (Textarchiv – Internet Archive).
  3. ↑ Anna Maria Matteucci: Barocci, Ambrogio. In: Alberto M. Ghisalberti (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani. Band 6: Baratteri–Bartolozzi. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 1964 (italienisch, treccani.it).
  4. ↑ Rudolf Heinrich Krommes: Studien zu Federigo Barocci. E. A. Seemann, Leipzig 1912, S. 5 (Textarchiv – Internet Archive).
Personendaten
NAME Ambrogio da Milano
ALTERNATIVNAMEN Barocci, Ambrogio; Barocci, Ambrogio d’Antonio, Ambrogio da Urbino
KURZBESCHREIBUNG italienischer Bildhauer
GEBURTSDATUM vor 1472
GEBURTSORT Solaro, Mailand
STERBEDATUM um 1520
STERBEORT Urbino