America Alone – The End of the World as We Know It ist ein 2006 erschienenes Sachbuch des kanadischen Journalisten Mark Steyn. Er beschreibt darin den aus seiner Sicht bevorstehenden Untergang der Westlichen Welt, den einzig die Vereinigten Staaten überstehen könnten.
Steyn prognostiziert einen Niedergang westlicher Gesellschaften im 21. Jahrhundert. Als dessen Ursachen benennt er niedrige Geburtenraten in Europa und anderen westlichen Staaten, die aus seiner Sicht mangelnde Tragfähigkeit sozialstaatlicher Systeme sowie einen kulturellen Verlust an Selbstbehauptungswillen.
Diesen Entwicklungen stellt Steyn höhere Geburtenraten in mehrheitlich muslimischen Staaten und unter muslimischen Einwanderern in westlichen Staaten gegenüber. Er vertritt die Auffassung, Europa werde sich infolge demografischer und kultureller Entwicklungen grundlegend verändern. Die Vereinigten Staaten betrachtet er demgegenüber als die westliche Macht, die ihren politischen und kulturellen Selbstbehauptungswillen am ehesten bewahren könne.
America Alone war ein New-York-Times-Bestseller, er belegte in Kanada die Nummer 1 auf der Bestsellerliste. Christopher Hitchens beurteilte das Buch in einer Rezension im City Journal positiv und nannte es ein „admirably tough-minded book“ („bewundernswert entschlossenes Buch“).
Kritik richtete sich vor allem gegen Steyns Darstellung des Islams und muslimischer Einwanderung. Die US-amerikanische Medienkritikorganisation Fairness and Accuracy in Reporting (FAIR) hielt das Buch für islamfeindlich. Der Soziologe Nasar Meer ordnete Steyns Darstellung in einer wissenschaftlichen Untersuchung in eine Traditionslinie von Niedergangsängsten über den Westen ein.
Ein aus dem Buch stammender Text Steyns, „The Future Belongs to Islam“, wurde 2007 in der Zeitschrift Maclean’s veröffentlicht. Der Canadian Islamic Congress erhob daraufhin Beschwerden gegen das Magazin. Eine Beschwerde vor dem British Columbia Human Rights Tribunal wurde 2008 abgewiesen.