Amilcare Puviani

Amilcare Puviani (* 1854 in San Felice sul Panaro; † 1907) war ein italienischer Ökonom und gilt als früher Vertreter der Public-Choice-Theorie. Er befasste sich mit Staatsfinanzierung sowie deren soziologischen und gesellschaftspolitischen Aspekten.

Leben

Puviani stammte aus der Provinz Modena. Am 29. Juli 1876 beendete er ein Jurastudium an der Universität Bologna mit Auszeichnung und einem Thema zur „indirekten Prävention“ (Della prevenzione in generale e specialmente della prevenzione mediata). Danach studierte er Finanzwesen in Perugia und erhielt dort eine Professur. 1903 publizierte er in seinen „Illusionen in der öffentlichen Finanzwirtschaft“ die erste systematische Analyse der Zusammenhänge und Effekte von Steuern und öffentlichen Ausgaben Italiens. Er fand in den engen Beziehungen zwischen Gesetzgeber und Interessengruppen die Hauptursache für fehlende Transparenz.

Seine Ideen wurden später in der Neuen Politischen Ökonomie durch James M. Buchanan weiterentwickelt und seine Bücher einige Male neu aufgelegt.

Heute

Puvianis Arbeiten werden häufig auf 11 Vorschläge seines Werkes Teoria della illusione finanziaria reduziert, in dem er einer Regierung empfiehlt, wie sie möglichst viel Geld aus ihren Untertanen pressen kann, ohne offenen Widerstand zu provozieren.

Diese waren:

Werke

Literatur

Quellen

  1. ↑ Fascicoli degli Studenti. In: archiviostorico.unibo.it. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. Juli 2012; abgerufen am 28. Juli 2012 (italienisch).