Ammoniakate oder Amminsalze sind Salze, die koordinativ gebundene Ammoniak-Moleküle enthalten, analog zum Kristallwasser in Hydraten.
Ammoniakate sind von vielen Metallsalzen bekannt, beispielsweise von den zweiwertigen Iodiden Nickel(II)-iodid, Cobalt(II)-iodid, Eisen(II)-iodid, Kupfer(II)-iodid, Mangan(II)-iodid, Zinkiodid, Cadmiumiodid und Magnesiumiodid. Alkalihalogenide weisen meist eine gerade Anzahl Ammoniak-Moleküle pro Formeleinheit auf. Von anderen Salzen sind aber auch Ammoniakate mit 1,5 oder fünf Molekülen Ammoniak pro Formeleinheit bekannt.
Ammoniakate entstehen, wenn Salze aus wässrigen Ammoniak-Lösungen auskristallisieren oder durch direkte Reaktion mit Ammoniak, wenn Salze in flüssigem Ammoniak aufgelöst werden oder gasförmiges Ammoniak über solche Salze übergeleitet wird.
Ammoniakate werden als Speicher für Ammoniak als Treibstoff untersucht. Hierfür eignen sich möglicherweise Verbindungen wie Hexaamminmagnesiumdichlorid oder Octaammincalciumdichlorid.