Das Amt Lilienthal war ein hannoversches und später preußisches Amt mit Sitz in Lilienthal.
In Lilienthal bestand das Kloster Lilienthal. Diese wurde 1646 unter schwedischer Besetzung aufgehoben. Die säkularisierten Besitzungen des ehemaligen Klosters kamen 1715 an Kurhannover. Kurhannover bildete aus diesem Besitz das Amt Lilienthal. In der Franzosenzeit wurden die Ämter aufgehoben und stattdessen Arrondissements und Friedensgerichte (hier der Kanton Lilienthal im Arrondissement Bremen) gebildet. 1813 wurden die alten Ämter wieder eingerichtet. Das Amt Lilienthal war nun der Landdrostei Stade nachgeordnet.
1852 erfolgten im Königreich Hannover die Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung und die Aufhebung der Patrimonialgerichtsbarkeit. Die Rechtsprechung im Amt ging an das Amtsgericht Lilienthal, nur die Verwaltung verblieb im Amt Lilienthal. In diesem Zusammenhang wurde der Umfang des Amtes vergrößert. Es entsprach dem Sprengel des Amtsgerichts und bestand nun aus:
Das Amt Lilienthal teilte sich in zwei Kirchspiele auf. Das Kirchspiel Trupe und Lilienthal und das Kirchspiel St. Jürgen.
1885 wurden in der Provinz Hannover die Ämter abgeschafft und stattdessen Kreise gebildet. Das Amt Lilienthal ging damit im Landkreis Osterholz auf.