Anders Bodelsen (* 11. Februar 1937 in Frederiksberg; † 17. Oktober 2021) war ein dänischer Schriftsteller und Drehbuchautor.
Bodelsen war ein Sohn des Philologen Carl Adolf Gottlieb Bodelsen (18. November 1894 – 24. November 1978) und dessen Frau Merete (geborene Christensen; 8. Dezember 1907 – 6. Mai 1986). Er wuchs in Kopenhagen auf und studierte dort Rechtswissenschaft, Literaturwissenschaft und Volkswirtschaft. Ab 1959 war er für diverse dänische Zeitungen und Zeitschriften tätig und Herausgeber einer Literaturzeitschrift. Danach arbeitete er auch als Kritiker beim dänischen Fernsehen sowie bei der großen Tageszeitung Politiken.
In Deutschland wurde Anders Bodelsen mit seinem mittlerweile als Standard-Science-Fiction-Roman geltenden Eis-Thriller Brunos tiefgekühlte Tage (dänischer Originaltitel: Frysepunktet) bekannt, in dem es um einen Todkranken geht, der sich – in der Hoffnung auf Heilungschancen in der Zukunft – einfrieren lässt und schließlich in einer alptraumhaft technisch-perfekten Welt erwacht. Der Thriller wurde von Monika Buttler ins Deutsche übertragen. Ein weiterer Roman mit SF-Thema ist Villa Sunset (1964) über das Hereinbrechen einer neuen Eiszeit.
Mehrere seiner Romane wurden verfilmt – Bodelsen schrieb auch selbst einige Drehbücher für dänische Filmproduktionen. Im Olsenbandenfilm Die Olsenbande in der Klemme hatte er einen Auftritt als Schauspieler. Bodelsen starb im Oktober 2021 im Alter von 84 Jahren.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bodelsen, Anders |
| KURZBESCHREIBUNG | dänischer Schriftsteller und Drehbuchautor |
| GEBURTSDATUM | 11. Februar 1937 |
| GEBURTSORT | Frederiksberg, Kopenhagen |
| STERBEDATUM | 17. Oktober 2021 |