Merete Bodelsen

Merete Christiane Bodelsen (geboren am 8. Dezember 1907 in London; gestorben am 6. Mai 1986 in Gentofte) war eine dänische Kunsthistorikerin.

Leben

Bodelsen war eine Tochter des Ingenieurs Poul Frederik Christensen (1872–1914) und dessen Frau Adolphe Frederikke (geborene Hansen; 1869–1950). Sie besuchte die Hanna Adlers Fællesskole in Kopenhagen, die sie 1926 abschloss. Anschließend studierte sie bei Francis Beckett (1868–1943) und Knud Friis Johansen Kunstgeschichte an der Universität Kopenhagen. Mehrere Studienreisen führten sie in die Länder Europas und in die Vereinigten Staaten. In den Jahren 1929 bis 1931 arbeitete sie als Sekretärin in der Redaktion der Zeitschrift Nyt Tidsskrift for Kunstindustri und verfasste einige Artikel über zeitgenössische Keramik und moderne Plakatkunst in Dänemark. Seit 1933 schrieb Bodelsen Biografien über Bildhauer und Maler der 1990er Jahre für das Dansk biografisk leksikon (2. Auflage) und war Mitarbeiterin beim Allgemeinen Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Gemeinsam mit Povl Engelstoft (1876–1961) übernahm sie von 1943 bis 1952 die Redaktion von Philip Weilbachs Künstlerlexikon (3. Auflage). Für letztes lieferte sie etwa 80 signierte Biografien.

Bodelsen verfügte bei ihren kunsthistorischen Forschungen über umfassende Kenntnisse der zu diesen Themen vorhandenen gedruckten Literatur. Die Ergebnisse veröffentlichte sie in Zeitschriften und Büchern. Ihr Forschungsschwerpunkt lag im Bereich der dänischen Keramik (ab 1880) und im Symbolismus in der dänischen und französischen Kunst.

Familie

Seit dem 27. März 1931 war Merete mit dem Philologen Carl Adolf Gottlieb Bodelsen (18. November 1894 – 24. November 1978) verheiratet, der an der Universität Kopenhagen mit dem Schwerpunkt englische Literatur lehrte. Ihr Ehemann war ein Sohn des Kaufmanns und Vizekonsuls Niels Ferdinand Bodelsen (1861–1939) und dessen Frau Agnete (geborene Gottlieb; 1871–1967).

Auszeichnungen (Auswahl)

Werke (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Svend Eriksen: Bodelsen, Merete. In: Svend Cedergreen Bech, Svend Dahl (Hrsg.): Dansk biografisk leksikon. Begründet von Carl Frederik Bricka, fortgesetzt von Povl Engelstoft. 3. Auflage. Band 2: Bering–Brüel. Gyldendal, Kopenhagen 1979, ISBN 87-01-77372-0, S. 289–290 (dänisch, biografiskleksikon.lex.dk).
  2. ↑ Knud Sørensen, Niels Haislund: Bodelsen, Carl Adolf Gottlieb. In: Svend Cedergreen Bech, Svend Dahl (Hrsg.): Dansk biografisk leksikon. Begründet von Carl Frederik Bricka, fortgesetzt von Povl Engelstoft. 3. Auflage. Band 2: Bering–Brüel. Gyldendal, Kopenhagen 1979, ISBN 87-01-77372-0, S. 287–288 (dänisch, biografiskleksikon.lex.dk).
  3. ↑ Anders Østergaard, Merete Harding: Bodelsen, Anders. In: Svend Cedergreen Bech, Svend Dahl (Hrsg.): Dansk biografisk leksikon. Begründet von Carl Frederik Bricka, fortgesetzt von Povl Engelstoft. 3. Auflage. Band 2: Bering–Brüel. Gyldendal, Kopenhagen 1979, ISBN 87-01-77372-0, S. 287–288 (dänisch, biografiskleksikon.lex.dk).
Personendaten
NAME Bodelsen, Merete
ALTERNATIVNAMEN Bodelsen, Merete Christiane (vollständiger Name); Christensen, Merete Christiane
KURZBESCHREIBUNG dänische Kunsthistorikerin
GEBURTSDATUM 8. Dezember 1907
GEBURTSORT London
STERBEDATUM 6. Mai 1986
STERBEORT Gentofte