
Andrea Carlevale (* 8. April 1971 in Rom) ist ein italienischer römisch-katholischer Geistlicher und Weihbischof in Rom.
Andrea Carlevale besuchte zunächst eine Fachoberschule im technologischen Bereich. Danach arbeitete er einige Zeit für das Ministerium für öffentliche Arbeiten. Später studierte er Philosophie und Katholische Theologie an der Päpstlichen Lateranuniversität. Während seines Studiums war er Alumnus des Päpstlichen Römischen Priesterseminars. Am 3. Mai 1998 empfing er im Petersdom durch Papst Johannes Paul II. das Sakrament der Priesterweihe für das Bistum Rom.
Nach der Priesterweihe war Carlevale zunächst als Pfarrvikar der Pfarrei Santa Galla alla Garbatella im römischen Stadtteil Ostiense tätig, bevor er 2003 Pfarrvikar der Pfarrei Sant’Ireneo a Centocelle im Stadtteil Prenestino-Centocelle wurde. Im Anschluss wirkte er von 2009 bis 2015 in der Priesterausbildung am Päpstlichen Römischen Priesterseminar. Danach war er Pfarrer der Pfarrei Santa Maria di Loreto im Stadtteil Lunghezza und Präfekt der Prefettura XVIII. Ab 2025 wirkte Carlevale als Pfarrer der Pfarrei San Giovanni Battista de Rossi im Stadtteil Appio-Latino.
Am 25. Februar 2026 ernannte ihn Papst Leo XIV. zum Titularbischof von Atella und zum Weihbischof in Rom. Papst Leo XIV. spendete ihm sowie Stefano Sparapani, Marco Valenti und Alessandro Zenobbi am 2. Mai desselben Jahres in der Lateranbasilika die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren Kardinalvikar Baldassare Reina und Kardinalgroßpönitentiar Angelo De Donatis. Carlevale wählte den Wahlspruch Discepolo e servo della sapienza incarnata („Jünger und Diener der fleischgewordenen Weisheit“). Als Weihbischof ist er zuständig für den Settore Sud des Bistums Rom. Zudem gehört er dem Bischofsrat des Bistums an sowie dem Consiglio dei Prefetti und weiterhin dem Priesterrat.
Das zentrale Thema des Wappenschildes des Wappens von Andrea Carlevale ist die Menschwerdung Gottes. Dies verdeutlicht die Einteilung des Wappenschildes: Das Gold, das die Herrlichkeit Gottes symbolisiert, dringt in das Blau, das für die menschliche Natur steht, ein. Dies symbolisiert den „Einzug der Herrlichkeit in die Geschichte des Menschen“, der mit der Menschwerdung Gottes seinen Anfang nahm. Im Hauptfeld ist ein Korb mit sieben Broten dargestellt. Damit wird auf die Stadt Bethlehem Bezug genommen, deren Name mit „Haus des Brotes“ übersetzt werden kann und die die Geburtsstadt Jesu ist. Zugleich steht das Brot für Christus selbst, der auch als das „lebendige Brot“ bezeichnet wird. Außerdem wird mit dem Bezug auf die Geburt Jesu auch auf die römische Pfarrei Natività di Nostro Signore Gesù Cristo verwiesen, in der Carlevale aufwuchs. Ferner zeigt das Wappenschild drei rote Herzen, zwei über dem Brotkorb und eines darunter, die für die „dreifaltige Liebe Gottes“ stehen. Das Herz unter dem Korb trägt zudem den Schriftzug „JHS“, der die Abkürzung für „Jesus Hominum Salvator“ („Jesus, der Retter der Menschen“) ist. Im rechten blauen Feld ist ein goldenes M mit einer Krone dargestellt. Dies steht für Maria, die Mutter Jesu. Das linke blaue Feld zeigt eine Lilie mit zwei silbernen Blättern, das Symbol für den Hl. Josef sind. Die Bezugnahme auf Josef und Maria zusammen verdeutlicht, dass die Menschwerdung Gottes in einer Familie geschah.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Carlevale, Andrea |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer römisch-katholischer Geistlicher, Weihbischof in Rom |
| GEBURTSDATUM | 8. April 1971 |
| GEBURTSORT | Rom |