
Marco Valenti (* 28. Februar 1961 in Cantalupo in Sabina, Provinz Rieti) ist ein italienischer römisch-katholischer Geistlicher und Weihbischof in Rom.
Marco Valenti besuchte das Pontificio Seminario Romano Minore in Rom. Anschließend studierte er Philosophie an der Päpstlichen Lateranuniversität und Katholische Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Während seines Studiums war er Alumnus des Päpstlichen Römischen Priesterseminars. Am 26. April 1986 empfing er in der Lateranbasilika durch den Kardinalvikar des Bistums Rom, Ugo Poletti, das Sakrament der Priesterweihe für das Bistum Rom. Nach weiterführenden Studien erwarb er an der Päpstlichen Universität Gregoriana ein Lizenziat im Fach Katholische Theologie und an der Universität La Sapienza einen Abschluss im Fach Kunstgeschichte.
Valenti war zunächst als Pfarrvikar der Pfarreien Santa Maria Goretti im Stadtteil Trieste (1986–1989), Santa Maria Maddalena de’ Pazzi im Stadtteil Ponte Mammolo (1990–1994) und Gran Madre di Dio im Stadtteil Della Vittoria (1994–1996) tätig, bevor er Pfarrer der Pfarrei San Giuseppe Artigiano im Stadtteil Collatino wurde. Im Anschluss wirkte er von 2010 bis 2024 als Pfarrer der Pfarrei San Saturnino im Stadtteil Trieste. Dort wurden 2015 auf seine Initiative hin die Flüchtlingsunterkunft Casa della carità Carlo Javazzo und später die Casa Famiglia Salesia für Kinder und Familien in Notlagen errichtet. Ab 2024 war Valenti Pfarrer der Pfarrei Trasfigurazione di Nostro Signore Gesù Cristo im Stadtteil Gianicolense. Darüber hinaus gehörte er ab 2022 dem Verwaltungsrat der Stiftung Caritas Roma sowie ab 2024 auch dem Priesterrat und dem Konsultorenkollegium des Bistums Rom an. Außerdem war er Berater des Diözesaninstituts für die Versorgung der Kleriker der Bistümer Rom und Ostia.
Am 25. Februar 2026 ernannte ihn Papst Leo XIV. zum Titularbischof von Arpi und zum Weihbischof in Rom. Papst Leo XIV. spendete ihm sowie Stefano Sparapani, Andrea Carlevale und Alessandro Zenobbi am 2. Mai desselben Jahres in der Lateranbasilika die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren Kardinalvikar Baldassare Reina und Kardinalgroßpönitentiar Angelo De Donatis. Sein Wahlspruch Sicut oliva fructifera („Wie ein fruchtbarer Ölbaum“) stammt aus Ps 52,10 EU. Als Weihbischof ist Valenti zuständig für den Settore Nord des Bistums Rom. Zudem gehört er dem Bischofsrat des Bistums an sowie dem Consiglio dei Prefetti und weiterhin dem Priesterrat.
Das Wappenschild des Wappens von Marco Valenti zeigt im Zentrum einen goldenen geflügelten Löwen, den Markuslöwen, der in seiner rechten Vorderpfote ein aufgeschlagenes goldenes Buch hält. Der Löwe ist das Symbol des Evangelisten Markus, der der Namenspatron von Valenti ist. Zugleich stellt der Markuslöwe einen Bezug zu Valentis Amt als Weihbischof in Rom dar, denn der Hl. Markus soll der Tradition nach in Rom sein Evangelium verfasst haben. Hinter dem Löwen ist ein Olivenbaum dargestellt, der ein Verweis auf Valentis Geburtsort Cantalupo in Sabina ist. Die Region, in der dieser Ort sich befindet, ist bekannt für ihre Olivenhaine und für die Olivenölherstellung. Darüber hinaus ist der Olivenbaum auch ein Symbol für Frieden und Wohlstand. Der Löwe und der Olivenbaum stehen auf einer grünen Fläche. Diese stellt sowohl einen weiteren Verweis auf die Region Sabina als auch auf die Kirche als „Acker Gottes“ dar. Ferner steht der blaue Hintergrund im oberen Teil des Wappenschilds für den klaren Himmel in der Region um Valentis Geburtsort sowie für Heiligkeit und Gerechtigkeit.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Valenti, Marco |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer römisch-katholischer Geistlicher, Weihbischof in Rom |
| GEBURTSDATUM | 28. Februar 1961 |
| GEBURTSORT | Cantalupo in Sabina, Provinz Rieti |